5G - Router - "Selbstbau"

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Cybersoft
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5G - Router - "Selbstbau"

#1

Beitrag von Cybersoft »

Mich hat es immer gestört dass die Mobiltelefone so viel besseren Empfang und auch höherwertige Modems verbaut haben als die Router Lösungen. Die 5G Lösungen sind auch noch sehr teuer.
Nach ein bisschen grübeln habe ich einen Dualsim 5G/4G/3G Router selbst "gebaut".

- Raspberry 3, gebraucht ca. 40€
- 5G Samsung Dualsim Handy, neuwertig, ca. 100€
- Micro SD Karte
- Micro-usb Kabel
- Usb-c Kabel
- openwrt Image - freeware

Tutorial googlen, lesen, nach bauen, eine Konfigänderung fertig, keine 30 Minuten.

Ein weiterer Vorteil, auf dem Handy läuft auch noch GPS tracker und andere Apps und ist gleichzeitig ein vollwertiges Ersatzgerät.

Die Kosten liegen unter 200€, funktioniert jetzt seit 2 Monaten super stabil, sowohl mit lokaler-, wie auch home-Sim im Dualbetrieb. Der Mobilfunkempfang ist wie von den Smartphones bekannt sehr hoch, die WLAN Leistung des Raspberry hat uns überrascht, ohne Antenne extrem stark.

Warum nicht gleich nur das Handy als Accesspoint / Hotspot nutzen? Da ich für gewisse Anwendungen einen Router und feste IP Adressen benötige, das geht mit dem Hotspot ab Android 10 nicht mehr. Außerdem benötige ich einen Ethernet-Port für einen SAT-Receiver.

Linksammlung:
https://openwrt.org/toh/raspberry_pi_fo ... spberry_pi
https://volkmann.com/index.php/howto/ra ... apberry-pi
https://openwrt.org/docs/guide-user/net ... .tethering

bevor jemand daran spolpert schreibe ich noch einen Hinweis
..it is necessary to remove the screen lock on the phone. A locked phone will not start USB Tethering by itself.
Dann kann man das ganze auch versteckt irgendwo verbauen ohne dass man noch mal dran muss.
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Austragler
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Re: 5G - Router - "Selbstbau"

#2

Beitrag von Austragler »

Ich kenne mich zwar mit der Materie nicht aus, überhaupt nicht, es liest sich aber so dass ich mich vielleicht damit beschäftigen sollte.....
Gruß aus Oberbayern
Franz
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LagoDiMonaco
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Re: 5G - Router - "Selbstbau"

#3

Beitrag von LagoDiMonaco »

Cybersoft hat geschrieben: Sa 28. Jan 2023, 07:16
- 5G Samsung Dualsim Handy, neuwertig, ca. 100€
Servus cybersoft,

klingt interressant.
Schreibst du uns welches Samsung Modell?
Verwendest du RaspAP?
Link zur Doku?

Grüße Thomas
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Cybersoft
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Re: 5G - Router - "Selbstbau"

#4

Beitrag von Cybersoft »

Openwrt und ein beliebiges 5G Samsung Dualsim Handy. Ich habe ein M22 genommen, da ich es neuwertig mit Garantie für 100€ bei eBay gekauft habe. Habe es auch mit dem M52 getestet. Es wird jedes 5G Handy funktionieren (usb-tethering, Kabel ist Datenübertragung und laden gleichzeitig, das Samsung hat die Ladebegrenzung auf 85% aktiv)

openwrt raspberry googeln bringt die Anleitungen ...
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Cybersoft
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Re: 5G - Router - "Selbstbau"

#5

Beitrag von Cybersoft »

LagoDiMonaco hat geschrieben: Sa 28. Jan 2023, 10:10
Verwendest du RaspAP?
das klingt auch interessant, schaue ich mir mal an, SD-Karten habe ich ja mit ...
(Das ist natürlich der Vorteil eines raspberry, andere SD Karte booten und schon hat mein ein anderes System ...)
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womocamper
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Re: 5G - Router - "Selbstbau"

#6

Beitrag von womocamper »

Das geht auch ohne basteln, das Handy selber ist schon ein 5G Router wenn es 5G kann.
Gruss Dieter
Ich fahre einen Sunlight T67 ,160PS aut.Getriebe
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Cybersoft
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Re: 5G - Router - "Selbstbau"

#7

Beitrag von Cybersoft »

Habe ich aber in viewtopic.php?p=123286#p123166 erklärt warum das bei mir nicht reicht.
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LagoDiMonaco
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Re: 5G - Router - "Selbstbau"

#8

Beitrag von LagoDiMonaco »

Dieter, guggst du oben oder da:
Cybersoft hat geschrieben: Sa 28. Jan 2023, 07:16
Warum nicht gleich nur das Handy als Accesspoint / Hotspot nutzen? Da ich für gewisse Anwendungen einen Router und feste IP Adressen benötige, das geht mit dem Hotspot ab Android 10 nicht mehr. Außerdem benötige ich einen Ethernet-Port für einen SAT-Receiver.
womocamper
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Re: 5G - Router - "Selbstbau"

#9

Beitrag von womocamper »

LagoDiMonaco hat geschrieben: Sa 28. Jan 2023, 17:29
Dieter, guggst du oben oder da:
Cybersoft hat geschrieben: Sa 28. Jan 2023, 07:16
Warum nicht gleich nur das Handy als Accesspoint / Hotspot nutzen? Da ich für gewisse Anwendungen einen Router und feste IP Adressen benötige, das geht mit dem Hotspot ab Android 10 nicht mehr. Außerdem benötige ich einen Ethernet-Port für einen SAT-Receiver.
Na ja, Ihr könnt aber auch lesen :-$

Jetzt weis ich bescheid :mrgreen:
Gruss Dieter
Ich fahre einen Sunlight T67 ,160PS aut.Getriebe
joerg535
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Re: 5G - Router - "Selbstbau"

#10

Beitrag von joerg535 »

Hallo,

was ich im Text nicht finden kann - Du schreibst Du benötigst eine feste IP Adresse...
Das wäre in der Tat gut - aber seit wann bekommt man vom Mobilfunkbetreiber eine feste IP
Adresse ?
Oder meinst Du INTERN, also durch den Raspberry (oder bei mir wäre die Fritzbox der DHCP) bereitgestellt?

Meine Konfiguration wäre halt anders - ich brauche das, weil mein DSL Anbieter sein Netz in andere Hände abgibt und die dann weniger Gegenleistung für mehr Geld bieten möchten..

Damit steige ich also um auf 5G und (wie Du schon richtig schreibst) sind die Geräte von Netgear usw. VIEL zu teuer und dazu noch sehr unzuverlässig..

Für mich wäre es also sinnvoll, den Router quasi per Bridge mit dem LAN Port der Fritzbox zu verbinden und diese nicht mehr als Router zu verwenden usw.

ABER: wenn ich richtig vermute und Du hier über die INTERNE IP-Adresse schreibst, hätte ich sicherlich das Problem, kein Port-forwarding mehr nutzen zu können, es sei denn es gibt DDNS Dienste, die auch mit Mobilfunk funktionieren..
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Cybersoft
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Re: 5G - Router - "Selbstbau"

#11

Beitrag von Cybersoft »

Intern ... Hast Du dir ja selbst hergeleitet.

Bei den wenigstens Mobilfunkanbietern bekommt man eine routingfähige IP Adresse und das auch nicht zuverlässig dauerhaft, da es keine zugesicherte Leistung ist.

Das liegt daran dass die ipv4 Adressen alle vergeben sind und darum ein NAT Netzwerk hinter einer ipv4 aufgebaut wird. (Genau wie zu Hause hinter der Fritzbox)

Wenn ich diese Situation komme werde ich bei ionos einen 1€ Server VPS holen der mir die Netzwerke verbindet, keine Ahnung wie das geht, aber das geht 🤣

Mittlerweile habe ich eine 30€ 7520 im WoMo mit USB tethering zum 5g Handy.
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joerg535
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Re: 5G - Router - "Selbstbau"

#12

Beitrag von joerg535 »

Und mit der Fritzbox klappt es, also via MyFritz die IP Adresse herausfinden?
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Cybersoft
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Re: 5G - Router - "Selbstbau"

#13

Beitrag von Cybersoft »

Ja aber nutzt nicht, da es zu 99% IP Adressen aus privaten NAT-Bereichen sind die nicht über das Internet geroutet werden (192.168.x.x oder 10.x.x.x) geroutet werden.

ABER von der Fritzbox ein VPN aufbauen zu einem Punkt den man unter Kontrolle hat geht natürlich, dann baut man von Seiten (Handy ...) zu diesem Punkt die Verbindungen auf und routet von dem einem VPN in das andere VPN.
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joerg535
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Re: 5G - Router - "Selbstbau"

#14

Beitrag von joerg535 »

Hi,

naja - das stimmt nicht ganz.
Ja, nach aussen hin hast Du nur eine IP Adresse, aber der Router ist ja genau dafür da, die
Anfragen von aussen weiterzuleiten an das richtige, interne Gerät via Port forwarding.

Daher genügt ein einziger Dienst, der dafür sorgt, dass bei einer Änderung der externen IP (durch den Provider) Du eine Nachricht bekommst, welche IP Adresse derzeit gültig ist.

Das macht doch das DDNS bei IP4. Vielleicht gibt es ja eine App, die sowas kann - selbst wenn es nur eine generierte Email wäre...

Zum Thema VPN, das klappt aber nur, wenn die FRITZBOX der router ist und Ihre IP-adresse vom Provider erhält. In dem USB-Tethering-Fall erscheint mir das im ersten Moment nicht möglich - aber ok, das werde ich einfach mal demnächst ausprobieren mit meinem aktuellen Handy.

Fritz sagt: "Das Smartphone muss vom Mobilfunkanbieter eine IPv4-Adresse erhalten. Wenn das Smartphone nur eine IPv6-Adresse erhält, kann USB-Tethering nicht genutzt werden."...
Na mal schauen ob und wie lange man noch IP4 Adressen erhält.
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Cybersoft
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Re: 5G - Router - "Selbstbau"

#15

Beitrag von Cybersoft »

joerg535 hat geschrieben: Do 4. Jul 2024, 08:28
Na mal schauen ob und wie lange man noch IP4 Adressen erhält.
Ewig, da es davon im Mobilfunk million gibt das sie aus dem privaten Adressenreich kommen und damit nicht zentral vergeben werden.

Die Adresse die der Router bekommt ist eine

10.x.x.x oder 192.168.x.x
So genannte privat address range.

Diese Adressen werden weltweit nicht im Internet geroutet da sie extra für das Network Adresse Translation vorgesehen sind. Das führt dazu das diese Adressen millionenfach vergeben werden können und keiner weiß wo die hin müssen.

Du musst Dir das vorstellen wie eine Fritzbox im Mobilfunknetz an der die ganzen Kunden hängen. Von innen nach außen steht der Weg in den Paketen drin und finden damit auch wieder zurück. Aber von außen kommen die nie bei dem Provider an da alle Provider diese privaten Netze nutzen (und die Adressen nicht geroutet werden) Darum muss man bei einem Heimnetz ja auch die Außenadresse kennen und die Fritzbox macht ein "dummes" forwarding wenn etwas auf einem Port kommt.

Einzige Möglichkeit ist einen Tunnel (VPN) zu bauen bei der sich beide Geräte zu einem zentralen Punkt verbinden und dann die Pakete von rechts nach links und umgekehrt geschaufelt werden.

Ich beschäftige mich schon seit 35 Jahren mit dem Thema, da habe ich schon IP Telefonie betrieben, da kannte das noch keiner. Wenn Du tiefer einsteigen willst kannst Du Mal tiefer in das Thema NAT einsteigen, dann wird klar warum das wie von dir beschrieben nicht gehen kann.
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joerg535
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Re: 5G - Router - "Selbstbau"

#16

Beitrag von joerg535 »

Ja, stimmt - ohne VPN geht es nicht in diesem Fall...

Dennoch, eines MUSS man wissen - nämlich eben die Public IP Adresse des Telefons.
Ohne diese kannst Du doch auch keine VPN aufbauen :)

Wollte es gerade probieren, aber zu wenig Zeit. Tethering klappte jedenfalls. Das mit dem MyFritz-konto und der Namensauflösung klappte noch nicht, ich konnte nur mit der realen IP Adresse zugreifen, aber nicht mit dem von Fritz generierten oretqrtnjbxx4672546hbq5etqre.myfritz.net:8080

Muss ich noch bissle rumprobieren.

Bin übrigens (auch) Informatiker :)
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Cybersoft
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Re: 5G - Router - "Selbstbau"

#17

Beitrag von Cybersoft »

Dann muss ich ja weniger erklären;) Du kannst von außen das VPN nicht aufbauen wenn Du eine private Adresse beklommst, ganz selten bekommt man noch bei der Telekom eine echte, routingfähige IP, also von der Fritz das VPN aufbauen lassen.
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