Weitreisender hat geschrieben: Do 8. Jan 2026, 23:51
Das ist aber leider bei jeder technischen Prüfung so, egal ob Bremsen, Flugzeugtriebwerk oder Atommeiler, denn dabei geht es eben mehr um Eintrittswahrscheinlichkeiten, als um reale Versagensängste
Gruß
WoMoFahrer hat geschrieben: Fr 9. Jan 2026, 18:17
Da irrst Du Dich aber gewaltig. Alle Teile, die während der Nutzung einer kontinuierlichen Abnutzung unterliegen kann man sehr wohl einschätzen, wie lange sie noch halten werden, dazu gehören natürlich die Bremsscheiben und die Bremsbeläge. Auch Stoßdämpfer und Fahrwerksteile können auf Spiel geprüft werden.
Dann hast Du meinen Satz nicht richtig verstanden. Wenn ich den "Status Quo" von Bremsen bei einer Abnahme feststelle, ist es letztendlich eine Hochrechnung von Wahrscheinlichkeiten, das sie bei der nächsten Untersuchung
wahrscheinlich noch bremsen werden, denn sonst würden sie keine Abnahme mehr erhalten. So etwas nennt man Berechnung von Ausfallwahrscheinlichkeit und die ist in der Technik überall Usus. Das geht bei "fehlersicheren" Steuerungssystemen bis zur Ausfallwahrscheinlichkeit einzelne Bauteilen, einer fehlersicheren Kette - das gerade auch bei Flugzeugen und deren Systemen. So geht es z.B. bei bühnentechnischen Steuerungsanlagen nach DIN 61508 SIL3, um eine Fehlerausfallwahrscheinlichkeit die kleiner ist als 10 hoch -7 bei Flugzeugen dürfte das noch höher sein, sagt mein Sohn (LBA B1 Lizenz )
Nein wir sind da gar nicht weit auseinander, eine heutige Abnahme bedeutet aber letztendlich "nur", das der technische Zustand
heute in Ordnung ist und
wahrscheinlich bis zur nächsten Abnahme auch noch ist - aber ein Garantie dafür ist es mitnichten.
Gruß