HRZ insolvent

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Kalle-OB
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Re: HRZ insolvent

#41

Beitrag von Kalle-OB »

Wernher hat geschrieben: Mo 24. Nov 2025, 11:14

Anzahlen muss man nicht, ist aber auch bei Einbauküchen normal.
Wir haben vor einiger Zeit eine neue Küche gekauft und für die Anzahlung habe ich selbstverständlich eine Bankbürgschaft erhalten. Bei Unternehmen die das verweigern gehe ich davon aus, das sie eine schlechte Bonität haben. Eine Bankbürgschaft reduziert ja den Kreditrahmen des Unternehmens.
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Weitreisender
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Re: HRZ insolvent

#42

Beitrag von Weitreisender »

Seewolfpk hat geschrieben: Mo 24. Nov 2025, 12:01
Wenn überhaupt Anzahlung dann nur mit Absicherung:

Bankbürgschaft: Der Verkäufer kann eine Bankbürgschaft als Sicherheit für die Anzahlung stellen. Sollte der Verkäufer insolvent werden, ist Ihr Geld durch die Bank abgesichert.
Wäre eine Möglichkeit, würde ich aber Privatleuten auch nicht raten

https://www.reisemobiltreff.de/viewtopic.php?p=223579#p223579
Zitat daraus:
Bodo48 hat geschrieben: Sa 5. Jul 2025, 09:40
......
Ich habe Zweifel, dass es einem privaten Kunden im Schadensfall gelingt, die Bürgschaft in Anspruch zu nehmen. Ich habe beruflich dafür meistens die Unterstützung unserer Hausjuristen in Anspruch nehmen müssen.

Also besser erst gar keine Anzahlung leisten.
Recht hat er, also lieber vermeiden, als eine "Krücke" zu nehmen.

Gruß
Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.

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Nikolena
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Re: HRZ insolvent

#43

Beitrag von Nikolena »

Der Vertragspartner (Händler oder direkter Individualausbauer) bestimmt die Regeln. Eine kann sein, eine Anzahlung oder auch weitere Zahlungen nach Fertigungsfortschritt zu verlangen. Ob damit die lfd. Projekte oder exakt das betreffende Kundenfahrzeug während der Fertigung finanziert wird ist egal und hat mit einem Schneeballsystem im negativen Sinne nichts zu tun.

Darauf muss man sich nicht einlassen- bekommt aber dann dort auch nicht das gewünschte Fahrzeug. So einfach ist das.

Wenn die Lieferzeiten entsprechend lang sind und ich gehe davon aus, dass immer mehrere Autos parallel ausgebaut werden, dann kann man davon ausgehen, dass der Wunsch-Partner nicht von seiner Vorgehensweise abweichen muss und schlechterdings auf den Auftrag verzichtet.

Im Übrigen fällt mir bei diversen Beiträgen hier auf, dass man der Meinung ist, der Vertragspartner hätte offenbar ganz selbstverständlich den Vertrauensvorschuss aufzubringen, den man aber selbst nicht zu geben bereit ist.

Ist man dazu nicht bereit, was vollkommen legitim ist, dann sollte man aber auch in der Fahrzeugwahl nicht so wählerisch sein wie bei den Zahlungsbedingungen und sucht sich einen Händler, der keine Anzahlung verlangt und nimmt eben das, was der zu verkaufen hat. Dann hat man mit Sicherheit nicht das erhalten, was man eigtl. wollte, aber man fühlt sich zumindest in der Wartezeit besser. Bis es dann da ist und damit muss man dann leben. Geht auch.
Ich möchte nicht zuspitzen.....Richtig rund und bestätigend kann es aber erst dann sein, wenn der urspr. Partner auch tatsächlich pleite ging und man sein Geld auch verloren hätte. Lebt der aber immer noch, dann hat man mit Zitronen gehandelt und ein Womo 2. oder 3. Wahl dazu. Glückwunsch.

Wozu HRZ größere Bank-Kredite benötigen sollte ist mir bei den Zahlungsbedingungen nicht klar. Kreditgeber und Vorfinanzierer sind doch -wie bei solchen Manufakturen üblich- die Kunden. Die Marktstellung (Auslastung und Lieferzeiten) bestimmen dann zu welchen Bedingungen z.B. ob mit oder ohne Besicherung, die erst bei dem sehr seltenen Fall einer Insolvenz Wirkung zeigen kann.

Hier liegt eine vor, ja. Aber die erhaltenen Anzahlungen der Vergangenheit (bis zur Unternehmens-Veräusserung) sind sehr wahrscheinlich zum Großteil kein Bestandteil der Vermögensmasse, ansonsten hätte es ja kein Problem gegeben.

Wie schon mal gesagt, ich meide Anzahlungen auch wie der Teufel das Weihwaser. Manchmal gehts aber nicht anders. Schlechte Erfarungen habe ich trotzdem noch nicht gemacht. Da sollte jeder jeden Einzefall gesondert abwägen.
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Weitreisender
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Re: HRZ insolvent

#44

Beitrag von Weitreisender »

Nikolena hat geschrieben: Mo 24. Nov 2025, 14:17
Der Vertragspartner (Händler oder direkter Individualausbauer) bestimmt die Regeln.
So, tut er das? Er kann Wünsche äußern, ob der Kunde diese akzeptiert, ist ein ganz andere Frage. Wird man sich nicht einig, verkauft der Händler halt nichts und der Kunde woanders, so einfach ist das. Man muß nur sein "Haben wollen Gen" im Griff haben.
Nikolena hat geschrieben: Mo 24. Nov 2025, 14:17
Eine kann sein, eine Anzahlung oder auch weitere Zahlungen nach Fertigungsfortschritt zu verlangen.
Nein, es kann eigentlich nur eine Art geben, nämlich einen spezifizierten Baufortschritt zu definieren und schriftlich zu übereignen und zu markieren, der dann bezahlt wird. Nur so ist sichergestellt, das das "Teil" im Falle einer Insolvenz im Eigentum des Käufers bleibt.
Nikolena hat geschrieben: Mo 24. Nov 2025, 14:17
Darauf muss man sich nicht einlassen- bekommt aber dann dort auch nicht das gewünschte Fahrzeug. So einfach ist das.
Mit Verlaub, das ist doch Käse, bei meinem Hymer Händler kannst Du jedes Fahrzeug bestellen oder kaufen, ohne einen Cent Anzahlung leisten zu müssen, ebenso bekommst Du selbstverständliche die Anmeldepapiere rechtzeitig zugeschickt.
Nikolena hat geschrieben: Mo 24. Nov 2025, 14:17
Im Übrigen fällt mir bei diversen Beiträgen hier auf, dass man der Meinung ist, der Vertragspartner hätte offenbar ganz selbstverständlich den Vertrauensvorschuss aufzubringen, den man aber selbst nicht zu geben bereit ist.
Das ist doch die Grundlage eines jeden Geschäftes, "Ware gegen Geld" Warum sollte es denn bei einem WoMo anders sein. Für keinen einzigen PKW musst Du einen Anzahlung leisten, warum dann für ein Standard Wohnmobil? Richtig es gibt kleinen einzigen Grund dafür. Zusätzlich hat man einen Vertrag geschlossen "Pacta sunt servanda" und der ist einklagbar, von beiden Seiten.
Nikolena hat geschrieben: Mo 24. Nov 2025, 14:17
Ist man dazu nicht bereit, was vollkommen legitim ist, dann sollte man aber auch in der Fahrzeugwahl nicht so wählerisch sein wie bei den Zahlungsbedingungen und sucht sich einen Händler, der keine Anzahlung verlangt und nimmt eben das, was der zu verkaufen hat.
Auch das ist, mit Verlaub "Käse" Jedes Standard Wohnmobil kann ich mit jeder gewünschten Ausstattung bei jedem seriösen Vertragshändler bestellen / kaufen - ohne Anzahlung.

Nikolena hat geschrieben: Mo 24. Nov 2025, 14:17
Ich möchte nicht zuspitzen.....Richtig rund und bestätigend kann es aber erst dann sein, wenn der urspr. Partner auch tatsächlich pleite ging und man sein Geld auch verloren hätte. Lebt der aber immer noch, dann hat man mit Zitronen gehandelt und ein Womo 2. oder 3. Wahl dazu. Glückwunsch.
Warum sollte ein normal denkender Mensch erst ein Risiko eingehen, es dann ggf. sein Geld verlieren, um danach zu einer Erkenntnis zu gelangen? Denk nochmal drüber nach.
Nikolena hat geschrieben: Mo 24. Nov 2025, 14:17
Hier liegt eine vor, ja. Aber die erhaltenen Anzahlungen der Vergangenheit (bis zur Unternehmens-Veräusserung) sind sehr wahrscheinlich zum Großteil kein Bestandteil der Vermögensmasse, ansonsten hätte es ja kein Problem gegeben.
Jeder Cent auf dem Konto ist Teil der Vermögensmasse und damit für den Kunden erst einmal zu 100% WEG!

Für mich bleibt es dabei, ein Händler, der eine Anzahlung oder eine Vorauskasse verlangt, oder Zulassungpapiere nur gegen Anzahlung herausgibt, ist für mich hochgradig unseriös und hat ein Liquiditätsproblem! Mein Rat bei solchen Händlern - Zahlbar bei Abholung, oder Finger Weg!

Gruß
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Re: HRZ insolvent

#45

Beitrag von jagstcamp-widdern »

bei den individualausbauern getz doch in der hauptsache um kawas.
also könnte doch der "nackte" kasten als neuwagen vom käufer bezahlt und auch auf diesen zugelaszen werden (tageszulaszung lkw).
der ausbau funzt dann mit einem extra werkvertrag.
der kunde hätte einen klaren eigentumsnachweis, der ausbauer wäre "entlastet".
So weit, so gut!

Hartmut vom Jagstcamp, DEM Reisemobiltreff im unteren Jagsttal :!:
https://www.jagstcamp-widdern.de
mit Sprinter 906 Maxi Kasten, Selbstausbau, 3,5 t

Womos > 3,5t ? Nee Loide, das waren Jugendsünden!
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Re: HRZ insolvent

#46

Beitrag von Nikolena »

Ich werde mich nicht wieder mit dir im Kreis drehen, das hatten wir schon zu genüge.

Nur eins...
Hymer mit seinen zig Händlern ist doch hier nicht das Thema. Hier geht es um einen Individualausbauer namens HRZ, nicht um Serienfahrzeuge, die man natürlich auch woanders und ja! wmgl. auch ohne Anzahlung bekommt.

Wenn Du aber HRZ (oder eines anderer Manufakturen) haben willst, dann bekommst Du das eben nur dort. Zu deren Regeln. Und da kannst auch Du Dich auf den Kopf stellen, man wird auch bei Dir keine Ausnahme machen. Die Bücher sind auch ohne Leute mit Deiner strikten Haltung voll, das ist denen notfalls vollkommen latte. Die haben es nicht nötig ihr Geld notfalls erst einklagen zu müssen.

Ich plädiere doch nicht FÜR eine Anzahlung, sondern beleuchte nur die Realitäten am Markt bei dieser Art Anbietern. Nicht mehr und nicht weniger. In der Sache stimme ich Dir grundsätzlich sogar zu, differenziere aber dort, wo die Idealvorstellung so nicht möglich ist. Aus welchen Gründen auch immer. Unserosität muss deshalb unbedingt vorliegen. Das ist manigfaltig.

Das mit der Vermögensmasse hast Du im Falle HRZ missverstanden oder nicht kapiert.
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Re: HRZ insolvent

#47

Beitrag von Weitreisender »

Nikolena hat geschrieben: Mo 24. Nov 2025, 16:06
Wenn Du aber HRZ (oder eines anderer Manufakturen) haben willst, dann bekommst Du das eben nur dort. Zu deren Regeln. Und da kannst auch Du Dich auf den Kopf stellen, man wird auch bei Dir keine Ausnahme machen. .........
Wo ist dabei das Problem, die Lösung habe ich Dir schon mehrfach genannt. Der Händler kauft das Basisfahrzeug, ich bezahle es und es gibt ein Übereignungsprotokoll und eine Kennzeichnung. Das ist doch keine Hexerei, solche Prozesse passiert hundertfach am Tag in Deutschland. Und dann geht es weiter, Aufbau, Möbelbau, Fenster, Technik............da kannst Du 100 Schritte draus machen, wenn du willst. So bekommt der Ausbauer Tag genau sein Geld und der Kunde vermeidet sein Ausfallrisiko - was bleibt? Genau - 2 Gewinner - ABER man muß miteinander reden und es wollen!

Wenn man sich als Kunde aber ohne jegliche Diskusssion die Bedingungen eines Händlers / Ausbauers aufdrücken läßt und diese einfach mal so akzeptiert, ist das zuerst mal das Problem des Kunden und seines Risikos, aber ob ihm das bewußt ist? Meistens wohl eher nicht. Und wenn man liest, das da ein paar Mio an Anzahlungen einfach mal weg sein sollen............. Wenn ein Händlers oder Ausbauer seriös ist, läßt er sich auch auf eine solche, für beide Seiten faire finanzielle Abwicklung ein, sonst ist er für mich eben nicht seriös.
Auf der Website von HRZ, findet sich übrigens kein Hinweis auf eine Insolvenz

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Re: HRZ insolvent

#48

Beitrag von Seewolfpk »

Weitreisender hat geschrieben: Mo 24. Nov 2025, 18:06
Auf der Website von HRZ, findet sich übrigens kein Hinweis auf eine Insolvenz
Im Startbeitrag ist ja die Information verlinkt.
ob eine Sanierung realistisch erscheint oder ob das Unternehmen einem regulären Insolvenzverfahren zugeführt werden muss.
Ich bin auch inzwischen davon überzeugt, das weitere Diskussionen zu diesem Thema nichts bringen.
Informationen und Warnungen sind genug ausgetauscht.

Deshalb schließe ich.
Gruß
Paul
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