Steuerflucht als Rentner

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Weitreisender
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Re: Steuerflucht als Rentner

#41

Beitrag von Weitreisender »

Also, wenn man in Deutschland keine Familie, soziale Kontakte oder Freunde mehr hat, dazu noch den Wunsch hegt, der dunklen Jahreszeit und dem feucht kalten Klima zu entkommen und sich deshalb Richtung Süden orientiert - ja das könnte ich voll verstehen.
Das Ganze aber nur zu tun, um Steuern zu sparen - die Idee halte ich für recht absurd, zumal ein neues Land ja auch seine eigene Problematik mitbringen würde. Wenn man doch genug Geld hat, was man eh nicht wrklich sinnvoll ausgeben kann, dann kann man doch einen Teil für das Gemeinwohl opfern, schließlich hat man davon ja auch Jahrzehnte profitiert. Dieses Land bietet viel zu viel Positives, als das ich dem leichtfertig den Rücken zukehren würde. Nur wenn eine bestimmte pol. Gruppe mal in Regierungsverantwortung käme, dann und nur dann würde ich mir das ggf. überlegen.

Aber auch das muß jeder für sich gründlich überlegen.

Gruß
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Bert
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Re: Steuerflucht als Rentner

#42

Beitrag von Bert »

Weitreisender hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 12:45
Dieses Land bietet viel zu viel Positives, als das ich dem leichtfertig den Rücken zukehren würde. Nur wenn eine bestimmte pol. Gruppe mal in Regierungsverantwortung käme, dann und nur dann würde ich mir das ggf. überlegen.
Das habe ich lange Zeit auch so gesehen.... Dem politischen Rechtsruck kann man aber in ganz Europa nicht entkommen, den gibt es leider überall.
Und nein es sind nicht nur die Steuern, die haben aber den letzten Ausschlag gegeben die Möglichkeit des Auswanderns in Betracht zu ziehen. (einige Gründe sind persönlicher Natur, andere auch politischer und die tun hier nun mal nichts zu Sache und gehen niemanden was an)
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jagstcamp-widdern
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Re: Steuerflucht als Rentner

#43

Beitrag von jagstcamp-widdern »

kurz vor dem jahresendfest rennen die leute in die kirchen und hören dort:
"der herr gibt und der herr nimmt"

ich gebe gern, nur halt nicht soviel! *2THUMBS UP*
um eine angemeszene steuergestaltung musz man sich halt kümmern....
So weit, so gut!

Hartmut vom Jagstcamp, DEM Reisemobiltreff im unteren Jagsttal :!:
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Re: Steuerflucht als Rentner

#44

Beitrag von Bert »

Bodo48 hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 12:43
Bert hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 07:00
Das Thema Krankenversicherung darf man natürlich auch nicht ausser Acht lassen, gerade wenn es ums Älter werden geht.
Wichtiger wäre mir noch das Thema Gesundheitssystem. Bei aller Kritik als GKV-Versicherter am deutschen 2-Klassen-Gesundheitssystem bin ich sehr dankbar, nicht in Griechenland, Albanien oder sonstwo zu leben. Und die gesundheitlichen Probleme kommen im Rentenalter, das ist sicher.
Ja, aber unser Gesundheitssystem geht nun mal den Bach runter, ich war, trotz anderer Möglichkeiten, immer gesetzlich versichert, aus Überzeugung. Wenn ich ein halbes Jahr oder länger auf einen Facharzttermin warten muss, egal welcher dringender Natur das Problem ist, dann aber einen Termin übermorgen bekomme, wenn ich das alles privat bezahle, das kann ich dann auch im Ausland haben.
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fernweh007
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Re: Steuerflucht als Rentner

#45

Beitrag von fernweh007 »

Wernher hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 11:44
Der TE wollte Tipps, wo man als Rentner gut und billiger leben kann als in DE, aber die muss ich überlesen haben.
Er hat schon Tip bekommen ... das hat meinem Freund eine 6-stellige Summe an KV-Beiträgen gespart.
fernweh007 hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 09:00
.... aber dann doch noch einen Tip bzw Erfahrungen eines Freundes
Es hat sich vor der Auszahlung staatenlos gemacht und sich das Geld (dann ohne Abgaben) nach Südafrika überweisen lassen. Mittlerweile ist er wieder hier ... eingebettet in unserem Pflegesystem.
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Hans 7151
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Re: Steuerflucht als Rentner

#46

Beitrag von Hans 7151 »

Bert hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 12:23
Austragler hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 11:43
Meine materiellen Habseligkeiten habe ich großeils beizeiten an meine Söhne weitergegeben, bissl Geld, bissl Immobilien, bissl landwirtschaftlichen Grund der wenig Pachtertrag einbringt.
Das ist doch auch eine Art Steuerflucht.... Erbschaftssteuer und eben auch vor Sozialkassen falls du mal ins Altenheim musst oder ähnliches.
Wenn er es als Erbe hinterlassen hätte wäre eine schöne Summe Erbschaftssteuer angefallen. Hätte der Staat gut gebrauchen können.
Aber jeder will da möglichst billig abschneiden.
Jetzt entrichtet endlich eure Steuern so wie es sich für Geldsäue gehört dann hätte der Staat keine neuen Schulden machen müssen. Ihr seid wieder schuld.
:Ironie:
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Re: Steuerflucht als Rentner

#47

Beitrag von jagstcamp-widdern »

also, ich finde 400t € als freibetrag pro kind nicht wenig....
So weit, so gut!

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Re: Steuerflucht als Rentner

#48

Beitrag von Wernher »

fernweh007 hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 13:20
Er hat schon Tip bekommen ... das hat meinem Freund eine 6-stellige Summe an KV-Beiträgen gespart.
fernweh007 hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 09:00
.... aber dann doch noch einen Tip bzw Erfahrungen eines Freundes
Es hat sich vor der Auszahlung staatenlos gemacht und sich das Geld (dann ohne Abgaben) nach Südafrika überweisen lassen. Mittlerweile ist er wieder hier ... eingebettet in unserem Pflegesystem.
Wie gesagt, habe ich überlesen. Ist aber eine sehr drastische Form des Geld sparens.
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Re: Steuerflucht als Rentner

#49

Beitrag von Bert »

jagstcamp-widdern hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 13:40
also, ich finde 400t € als freibetrag pro kind nicht wenig....
Hier kommt wohl eher zum Tragen, das Vater Staat später für das eventuelle Pflegeheim aufkommen muss und der ehemalige Eigentum so nicht mehr dafür herangezogen werden kann, wenn die Schenkung mehr als 10 Jahre zurückliegt.
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Re: Steuerflucht als Rentner

#50

Beitrag von Bert »

Hans 7151 hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 13:36
Jetzt entrichtet endlich eure Steuern so wie es sich für Geldsäue gehört dann hätte der Staat keine neue machen müssen. Ihr seid wieder schuld.
Ich weiß, du meinst das ironisch, bei mir ist einfach das Fass voll. Ich hab mindestens 30 Jahre von meiner Lebensarbeitszeit den Spitzensteuersatz gezahlt und das nie in Frage gestellt. Man lebt hier und will zum System beitragen. Aber jetzt ist das Maß definitiv voll!
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raidy
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Re: Steuerflucht als Rentner

#51

Beitrag von raidy »

Du wirst es sehr schwer haben um eine Versteuerung deines Einkommen durch Wegzug in ein anderes Land Europas Steuern zu sparen, weil Deutschland mit (fast) jedem Land eine Doppelbesteuerungsabkommen hat. Der Spareffekt ist dann so minimal, dass sich deshalb auswandern nicht lohnt.
Weitere Problematik: Deine Krankenversicherung. Ist die GKV hast bist du im Ausland nicht dauerhaft bis gar nicht versichert, ist sie PKV hast du wohl das Problem, dass dich im Ausland keine PKV wegen deines Alters mehr nimmt.

Auf die Frage: Lohnt es sich als Rentner steuern nur im Ausland zu zahlen? antwortet die KI:

"Ob es sich lohnt, als Rentner Steuern nur im Ausland zu zahlen, hängt stark vom Einzelfall ab und kann
finanzielle Vorteile bieten, birgt aber auch steuerliche Komplexität und potenzielle Nachteile. Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht, da es von individuellen Faktoren wie der Höhe der Rente, der Art der Einkünfte und dem gewählten Wohnsitzland abhängt.
Vorteile und Chancen

Niedrigere Steuersätze: Einige Länder, wie zum Beispiel Italien, Spanien oder Griechenland, bieten Rentnern teils erhebliche Steuervorteile, wie sehr niedrige Pauschalsteuern (z.B. 7 % auf Renteneinkünfte) oder sogar eine vollständige Steuerbefreiung für bestimmte Zeiträume.
Doppelte Nichtbesteuerung: In bestimmten Konstellationen kann es durch unterschiedliche Auslegungen von Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zu einer sogenannten doppelten Nichtbesteuerung kommen, bei der die Rente weder in Deutschland noch im Wohnsitzland besteuert wird (dies ist jedoch oft ein Graubereich, der von den Finanzämtern zunehmend geprüft wird).
Niedrigere Lebenshaltungskosten: Unabhängig von den Steuern kann sich der Umzug in ein Land mit geringeren Lebenshaltungskosten finanziell lohnen.

Nachteile und Risiken

Unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland: Deutschland behält bei der Sozialversicherungsrente grundsätzlich das Besteuerungsrecht. Wer seinen steuerlichen Wohnsitz (Lebensmittelpunkt) ins Ausland verlegt, wird in der Regel in Deutschland "beschränkt steuerpflichtig", muss die deutsche Rente aber weiterhin beim Finanzamt Neubrandenburg versteuern, welches zentral für Auslandsrentner zuständig ist.
Doppelbesteuerung: Ohne ein passendes und wirksames DBA kann es zur Doppelbesteuerung kommen, bei der sowohl Deutschland als auch das Wohnsitzland Steuern auf dieselben Einkünfte erheben.
Verlust von steuerlichen Vergünstigungen: Auslandsrentner können bestimmte inländische Steuervergünstigungen verlieren.
Komplexität und Nachzahlungen: Die steuerliche Situation ist komplex und es kann zu unerwarteten Steuernachzahlungen kommen, wenn das deutsche Finanzamt die Besteuerungsgrundlagen schätzt oder Nachforderungen stellt.
Anpassungen der DBA: Doppelbesteuerungsabkommen werden regelmäßig nachverhandelt, wodurch sich die steuerliche Situation im Laufe der Zeit ändern kann.

Fazit
Ein Umzug ins Ausland mit dem Ziel, Steuern zu sparen, kann sich lohnen, erfordert jedoch eine detaillierte und individuelle Prüfung durch einen auf internationales Steuerrecht spezialisierten Steuerberater.

Es muss geklärt werden, ob mit dem Zielland ein Doppelbesteuerungsabkommen existiert und wie dieses die Besteuerung der spezifischen Renten- und sonstigen Einkünfte regelt.
Auch die Regelungen zu Krankenversicherung und Sozialversicherungen müssen berücksichtigt werden.

Rechtlich ist es nicht möglich, sich der deutschen Steuerpflicht einfach zu entziehen, indem man ins Ausland zieht. Die deutsche Rente bleibt grundsätzlich in Deutschland steuerpflichtig, der Wohnsitzstaat bestimmt dann, ob und wie er diese Rente besteuert und ob Deutschland das alleinige Besteuerungsrecht hat.
"

Es wird viel schwerer sein als du denkst, dich vom deutschen Steuersystem zu befreien.
Wie du siehst kann dir keiner hier die Frage so pauschal beantworten, da es zu viele Abhängigkeiten gibt, die nicht bekannt sind.
Gruß Georg
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raidy
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Re: Steuerflucht als Rentner

#52

Beitrag von raidy »

Portugal:
Rentenbesteuerung: Für Rentner mit Wohnsitz in Portugal, die eine deutsche Rente beziehen, gab es in der Vergangenheit Unklarheiten bezüglich des portugiesischen Steuerstatus für "Nicht-Gewohnheitsansässige" (NHR). Ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) hat jedoch klargestellt, dass Deutschland das Recht hat, deutsche Renten zu besteuern, auch wenn sie in Portugal nach der NHR-Regelung steuerfrei gestellt wurden. Die Renten unterliegen in Deutschland der nachgelagerten Besteuerung.

Fazit: Nach neuer Rechtsprechung nichts gespart.

Griechenland:
Für Renten gelten spezifische Regelungen.
Öffentliche Kassen: Ruhegehälter und Renten aus öffentlichen Kassen (z.B. staatliche Pensionen) können grundsätzlich nur im auszahlenden Staat besteuert werden (Deutschland bei deutschen Pensionen).
Private Renten: Private Renten können in der Regel nur im Wohnsitzstaat besteuert werden.


Fazit: Die staatliche Rente wird in Deutschland versteuert, andere "Einkommen/Renten" in Griechenland.
Lohnt sich also auch nur, wenn die privaten Einnahmen erheblich gegenüber der staatlichen Rente sind.

Albanien:
Für Rentner, die in Albanien ansässig sind und eine Rente aus Deutschland beziehen, gelten folgende Regelungen:

Besteuerungsrecht: Das Abkommen legt fest, welchem Staat das Recht zusteht, die Rente zu besteuern. Bei Renten aus der deutschen Sozialversicherung (gesetzliche Rente) hat grundsätzlich der Wohnsitzstaat – in diesem Fall Albanien – das Besteuerungsrecht.
Keine Doppelbesteuerung: Da das Besteuerungsrecht Albanien zugewiesen wird, vermeidet das DBA die Doppelbesteuerung, indem Deutschland diese Einkünfte von der deutschen Steuer freistellt, gegebenenfalls mit Progressionsvorbehalt.
Steuerpraxis in Albanien: Albanien ist für ausländische Rentner attraktiv, da ausländische Renten dort oft von der nationalen Besteuerung freigestellt sind oder nur sehr gering besteuert werden, abhängig von den spezifischen nationalen Steuergesetzen Albaniens.


Fazit: Kann sich finanziell sehr lohnen.

Es ist also so kompliziert, dass dir hier wohl keiner eine juristisch Wasserfeste Antwort geben kann.
Aber für solche Fälle gibt es Steuerberater, die sich darauf spezialisiert haben.
Ich würde niemals einen so entscheidenden Entschluss ohne Prüfung durch Profis treffen.

Wie willst du das mit der Krankenkasse und evtl. Pflege regeln?
Gruß Georg
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LT35
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Re: Steuerflucht als Rentner

#53

Beitrag von LT35 »

Moin

raidy hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 14:01

Portugal:
Rentenbesteuerung: Für Rentner mit Wohnsitz in Portugal, die eine deutsche Rente beziehen, gab es in der Vergangenheit Unklarheiten bezüglich des portugiesischen Steuerstatus für "Nicht-Gewohnheitsansässige" (NHR). Ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) hat jedoch klargestellt, dass Deutschland das Recht hat, deutsche Renten zu besteuern, auch wenn sie in Portugal nach der NHR-Regelung steuerfrei gestellt wurden. Die Renten unterliegen in Deutschland der nachgelagerten Besteuerung.

Fazit: Nach neuer Rechtsprechung nichts gespart.
Zum Urteil:

https://www.bundesfinanzhof.de/de/entscheidung/entscheidungen-online/detail/STRE202520319/

Den dort beschriebenen Status (10jährige Steuerfreistellung) kann man in Portugal aber m.E. seit dem 1.4.2020 nicht mehr erreichen. Danach galt eine 10% Flat-Tax, seit Anfang 2024 hat sich da wieder etwas geändert (den Status RNH gibt es noch, knüpft aber m.E. an eine ggf auch vormalige Berufstätigkeit in Portugal an.

Gruß
K.R.
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Re: Steuerflucht als Rentner

#54

Beitrag von raidy »

Wobei Portugal aktuell neue, fest ansässige Rentner und sonstige Einnahmen bis zu 48% besteuert, bei nur ~4800€ jährlichem Freibetrag.
Gruß Georg
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Re: Steuerflucht als Rentner

#55

Beitrag von Bert »

Danke an alle die hier ernsthaft antworten 😃,

Ich warte mal ab was mein Steuerberater sagt. Am Ende wirds noch Monaco wegen der Kapitalerträge 😂😆.
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Re: Steuerflucht als Rentner

#56

Beitrag von biauwe »

Hakuna hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 09:35
'Erwerbs'-Biographie, die in der 'DDR' begonnen hatte. Wenn das so sein sollte, dann hättest du erst recht keinen Grund dich zu beschweren, denn du hättest viele Beitragsjahre geschenkt bekommen.
Wieviel Rentenpunkte sind das pro Arbeitsjahr in der DDR gewesen.
Hast Du zahlen?
Gruß Uwe
Aktuelle Reise: https://ski-web24.de/reisen/2025-26_winterreise/frame.htm
Eura Terrestra 710 HB fast völlig autark, winterfest, 442 Ah Li-Akkus und 850 Wp Solar
https://unki2010.de/
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Re: Steuerflucht als Rentner

#57

Beitrag von Agent_no6 »

Ein wesentlicher Punkt sind noch Kapitalerträge, z.B. aus Aktiengewinnen, die sind ja in den meisten Fällen in EU steuerpflichtig.
Da kann man dann, wenn sich ein erheblicher Gewinn angehäuft hat, in dem Land realisieren in dem keine Kapitalertragssteuer anfällt. Ich weiß nicht wie es damit z.B. in GR aussieht.
Thema Gesundheitssystem: Ich bin jetzt in Zypern gesetzlich versichert, (hatte das schon mal geschrieben). Wenn ich sehe wie perfekt das dort organisiert ist, da könnte sich das Deutsche System mal ne Scheibe abschneiden und zwar eine ganz, ganz fette.
Wer in D immer das ach so tolle Gesundheitssystem lobt, der war noch in keinem anderen Land.
Griechenland mal außen vor gelassen, dort scheint es nicht so toll zu sein.
Und schaut euch einfach mal die Lebenserwartung in der EU an, wo D mit dem aberwitzig teuren System rangiert, unter ferner liefen. Weit hinter Zypern z.B.
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Re: Steuerflucht als Rentner

#58

Beitrag von ivalo »

Guten Abend

Wer bezüglich Aktien ein interessantes Land sucht, kann die CH in Betracht ziehen.
Hier sind Gewinne aus dem Aktienhandel steuerfrei.

Vorsicht bei hohem Bewegungsprofil des Portfolios.
Die Einstufung als gewerbsmässiger Handel führt schnell zur Steuerpflicht.

Dividenden hingegen müssen als Einkommen versteuert werden.
Der Wert des Depots wird Ende Jahr als Vermögen deklariert und besteuert.

Gruss Urs
Adler fliegen alleine, Schafe gehen in Herden. Alte Adler fliegen langsam, aber sie sehen mehr.
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Re: Steuerflucht als Rentner

#59

Beitrag von Bert »

ivalo hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 15:58
Dividenden hingegen müssen versteuert werden.
Der Wert des Depots wird Ende Jahr als Vermögen deklariert und besteuert.
Wie hoch werden Dividenden besteuert? Wird zwischen Aktien und ETFs unterschieden?

Die Schweiz hat eine Vermögenssteuer, oder wie ist der letzte Satz zu verstehen?
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Re: Steuerflucht als Rentner

#60

Beitrag von Bert »

LT35 hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 14:16
Moin

raidy hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 14:01

Portugal:
Rentenbesteuerung: Für Rentner mit Wohnsitz in Portugal, die eine deutsche Rente beziehen, gab es in der Vergangenheit Unklarheiten bezüglich des portugiesischen Steuerstatus für "Nicht-Gewohnheitsansässige" (NHR). Ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) hat jedoch klargestellt, dass Deutschland das Recht hat, deutsche Renten zu besteuern, auch wenn sie in Portugal nach der NHR-Regelung steuerfrei gestellt wurden. Die Renten unterliegen in Deutschland der nachgelagerten Besteuerung.

Fazit: Nach neuer Rechtsprechung nichts gespart.
Zum Urteil:

https://www.bundesfinanzhof.de/de/entscheidung/entscheidungen-online/detail/STRE202520319/

Den dort beschriebenen Status (10jährige Steuerfreistellung) kann man in Portugal aber m.E. seit dem 1.4.2020 nicht mehr erreichen. Danach galt eine 10% Flat-Tax, seit Anfang 2024 hat sich da wieder etwas geändert (den Status RNH gibt es noch, knüpft aber m.E. an eine ggf auch vormalige Berufstätigkeit in Portugal an.

Gruß
K.R.
https://anwalt-portugal.de/2024/01/02/der-portugiesische-steuerliche-sonderstatus-residente-nao-habitual-ab-2024/

Das ist wohl die aktuelle Rechtslage
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