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Wie Fit sind Eure LiFe(Y)PO4-Akkus?
Verfasst: Mo 19. Jan 2026, 16:41
von biauwe
Gestern hatte der erste Akku (Winston LiFeYPO4 60 Ah) 3000 Nutzungstage und 486 Zyklen hinter sich.
Die Anderen 4 sind genau so Fit.
Ob die Anzeige vom BMS richtig anzeigt? Das ist der Jüngste, mit nur 1678 Nutzungstagen.
Re: Wie Fit sind Eure LiFe(Y)PO4-Akkus?
Verfasst: Mo 19. Jan 2026, 17:09
von walter7149
Wie rechnest du die Nutzungstage ?
- Eure Womonutzungstage wenn ihr unterwegs seid ?
- oder wenn die Batterie das erste mal an +/- angeschlossen ist ?
Re: Wie Fit sind Eure LiFe(Y)PO4-Akkus?
Verfasst: Mo 19. Jan 2026, 17:11
von biauwe
walter7149 hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 17:09
Eure Womonutzungstage wenn ihr unterwegs seid ?
Nur wen wir unterwegs sind.
Das Andere sind Ruhetage

Re: Wie Fit sind Eure LiFe(Y)PO4-Akkus?
Verfasst: Mo 19. Jan 2026, 17:18
von walter7149
biauwe hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 17:11
Nur wen wir unterwegs sind.
Das Andere sind Ruhetage
Sehe ich anders. Das sind zwar für euch "Ruhetage" , doch aber nicht für die Batterien, außer du schraubst jedesmal wenn ihr Ruhetage macht die +/-Kabel von den Batteriepolen ab.
Was sagt KI oder andere Fachleute/Experten dazu ?
Re: Wie Fit sind Eure LiFe(Y)PO4-Akkus?
Verfasst: Mo 19. Jan 2026, 19:14
von Agent_no6
Was soll denn der Akku machen, außer ruhen.
Die minimale Selbstentladung und ggfs. Erhaltungsladung kannst du in der Pfeife rauchen, das ist nichts. Hast da nach einem Jahr vielleicht nen kompletten Zyklus.
Es sei denn du lässt Kühlschrank und Heizung 7/24 an.
Re: Wie Fit sind Eure LiFe(Y)PO4-Akkus?
Verfasst: Mo 19. Jan 2026, 19:34
von robbie-tobbie
walter7149 hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 17:18
Was sagt KI oder andere Fachleute/Experten dazu ?
Bin weder künstliche Intelligenz, noch habe ich einen besonders hohen IQ, und als Experte würde ich mich auch nicht bezeichnen
Hab zwar Elektrotechnik gelernt, aber ist schon paar Donnerstage her. Grundsätzlich würde ich aber sagen, die Technologie ist um ein Vielfaches besser als alles, was es in der Vergangenheit gab. Ob das nun Blei-Batterien egal welcher Coleur sind (AGM, Gel, Blei-Säure) oder die Klassiker in der Unterhaltungselektronik, sprich in kleinerem Maßstab (NiCad, NiMh, ...). In vielen Threads wurde da ja schon drüber diskutiert. Die LiFePo Dinger sind einfach total problemlos zu handhaben. Man kann die Lebensdauer zwar durch bestimmte Maßnahmen NOCHMAL deutlich verlängern, aber für unsere Zwecke ist das fast unnötig.
Meiner Meinung nach sagen die tatsächlichen Nutzungstage auch nicht wirklich viel aus, eher die Zyklen. Die werden durch die meisten BMS zwar relativ ungenau erfasst, ist aber immer noch die beste Methode. Übrigens Messungen mit Batterie-Computern und Mess-Shunts unterliegen auch Schwankungen. Nur so nebenbei erwähnt. Wirklich genaue Messungen sind nur unter Laborbedingungen möglich, mit schweineteuren Messgeräten. Aber auf Grund der Unkompliziertheit der Technologie im wahren Leben absolut unnötig.
Fakt ist: die Selbstentladung von LiFePo ist vernachlässigbar. Kommt halt drauf an, was entnommen wird. Und das ist je nach Fahrzeug und Einstellungen / persönlichen Präferenzen sehr unterschiedlich. Ich z.B. schalte das EBL nie aus, es sei denn ich habe das Wasser abgelassen und die Wasserhähne geöffnet. Sonst bleibt die 12V-Versorgung immer an.
Re: Wie Fit sind Eure LiFe(Y)PO4-Akkus?
Verfasst: Mo 19. Jan 2026, 21:21
von walter7149
Hallo, ich schalte das EBL und die gesamte 12 V Installation auch nicht aus und habe jahrezeitlich bedingt im Carver einen Standby-Verbrauch zwischen 3 - 5 A, also ist in der Garage auch der Landstromstecker dran und das Ladegerät ca. auf diesen Standby.Verbauch eingestellt, also "arbeiten" auch die Batterien. Im Winter wird dann mit der Alde mit Landstrom alles frostfrei gehalten.
Nach meiner Meinung kommt eine Batterie nur in den Ruhezustand und hat nur Selbstentladung, wenn nichts an den Batteriepolen angeschlossen ist oder zu 100%ig durch einen Batterietrennschalter von der E-Installation getrennt ist.
Selbst ein eingebautes Bluetooth-Modul ist ein kleiner Verbraucher und wenn es sich nicht ausschalten läßt addiert es sich zur Selbstentladung !
Wenn ich da die "Nutzungstage pro Jahr" ansetze, dann kann ich mit 365 Nutzungstagen rechnen.
Da haben meine 2 x 100 Ah ESY-LiFeYPO4-Batterien dann seit Sept.2016 schon ca. 3380 Nutzungstage mit 310 Zyklen
........... meine 2 x 300 Ah Skanbat-LiFePO4-Batterien seit... Okt. 2021 schon ca. 1520 Nutzungstage mit 121 Zyklen
und meine 1 x 100 Ah Supervolt-LiFePO4-Starterbatterie seit Dez.2024 schon ca. 400 Nutzungstage mit 15 Zyklen,
und das bei allen Batterien bisher vollkommen problemlos und versorgungssicher.
Re: Wie Fit sind Eure LiFe(Y)PO4-Akkus?
Verfasst: Mo 19. Jan 2026, 22:21
von Doraemon
Ich habe keine Ahnung wieviele Nutzungstage meine Akkus haben, bis auf den neuen DIY, aber spielt das eine Rolle? Ich halte mich nur an die Zyklen der einzelnen Akkus und da bin ich noch ganz weit von dem Lebensende des jeweiligen Akkus, wahrscheinlich erlebe ich es auch nicht mehr.
Und ehrlich es interssiert mich auch nicht wieviel Nutzungstage oder Zyklen meine Akkus haben, Hauptsache ich habe genug Strom.

Re: Wie Fit sind Eure LiFe(Y)PO4-Akkus?
Verfasst: Mo 19. Jan 2026, 22:34
von Weitreisender
Doraemon hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 22:21
Ich habe keine Ahnung wieviele Nutzungstage meine Akkus haben, bis auf den neuen DIY, ......... Hauptsache ich habe genug Strom.
100% Zustimmung, mein Winston ist nun im 6. Jahr, mein DiY geht ins 2. Jahr, beide sind bei bester Gesundheit und wenn wir unterwegs sind, kriegen sie jeden Tag, wo die Sonne adäquat scheint, die Aufgabe, mehrere Stunden am Tag mein Bier oder Wein zu kühlen. Beide streiten nur immer darum, wer bei der Spannungsgleichheit in der 3. Nachkommastelle etwas besser ist -

- am Ende keiner von beiden.
So geht sorgenfreier Strom
Gruß
Re: Wie Fit sind Eure LiFe(Y)PO4-Akkus?
Verfasst: Mo 19. Jan 2026, 22:35
von walter7149
Ich denke auch, das die Anzahl der Batteriezyklen die beste Zahl zum Vergleichen ist.
Und um die Fittnes, bzw. die Gesundheit unserer Akkus zu prüfen, brauchtes weitere Messungen mit Spezialgerätschaften, wie bei den Tests von den Akku von E-Autos.
Re: Wie Fit sind Eure LiFe(Y)PO4-Akkus?
Verfasst: Mo 19. Jan 2026, 22:48
von Agent_no6
walter7149 hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 22:35
Ich denke auch, das die Anzahl der Batteriezyklen die beste Zahl zum Vergleichen ist.
Wie willst du denn den Zyklus genau bestimmen? Du hast doch nie bestimmte Entladewerte? Du kannst deine genauen Zyklen nicht exakt festlegen, wenn du von 90% auf 75% entlädst, ist das ja kein kompletter Zyklus. Sondern ein Bruchteil dessen. Beim nächsten Mal von 90 auf 80 usw.
Re: Wie Fit sind Eure LiFe(Y)PO4-Akkus?
Verfasst: Mo 19. Jan 2026, 22:48
von Weitreisender
walter7149 hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 22:35
Ich denke auch, das die Anzahl der Batteriezyklen die beste Zahl zum Vergleichen ist.
Jein, meine machen selten mal einen Zyklus, da sie eigentlich immer wenn wir unterwegs sind, zwischen 65 und 90% SoC liegen, da kommt halt nie ein ganzer Zyklus zustande und damit sagt das zumindest bei mir nicht viel aus.
Gruß
Re: Wie Fit sind Eure LiFe(Y)PO4-Akkus?
Verfasst: Mo 19. Jan 2026, 22:55
von Doraemon
Das BMS rechnet die Zyklenzahl anhand der Entladungdauer und mit welchen Ampere entladen wird.
Re: Wie Fit sind Eure LiFe(Y)PO4-Akkus?
Verfasst: Mo 19. Jan 2026, 22:58
von raidy
walter7149 hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 22:35
Ich denke auch, das die Anzahl der Batteriezyklen die beste Zahl zum Vergleichen ist.
Leider ist es viel komplizierter und kaum in wenigen Sätzen exakt erklärbar, aber ja: die Anzahl Zyklen sind schon mal eine gute Hausnummer. Ich versuche es mal so vereinfacht, dass man es versteht und es trotzdem nicht falsch ist.
Was macht eine Batterie "alt" und schlechter:
1) Das Alter:
Egal wie sehr man seine Batterie pflegt, im Lauf der Jahre lässt die Wirkung der Chemie in ihr nach und sie wird alleine deshalb "älter", die Kapazität und maximale Lastgrenze sinkt.
2) Umwelt:
Eine Batterie, welche ständig stark wechselnden Umwelteinflüssen (Temperatur, Vibrationen,...) ausgesetzt ist hat eine kürzere Lebensdauer als eine fest stationierte PV-Batterie unter gleichen Lade- und Entladebedingungen.
3) Qualität der Batterie selbst, also z.B. Reinheit der Komponenten in der Herstellung, Wertigkeit der BMS,...
4) Zyklen:
Die Anzahl Zyklen, wie jeder weiß. Doch ist eine Vollentladung, also ein Vollzyklus wesentlich belastender als 2 halbe Entladungen oder 4 25% Entladungen. Man kann also nicht einfach sagen "Ich habe sie 4 mal nur 25% entladen, also habe ich erst einen Zyklus."
Schon deshalb ist die Definition Zyklus zwar eine wichtige und gute Angabe, aber doch zumindest interpretierbar.
5) Belastung:
Eine Batterie welche ständig Kaffeemaschinen, Haarföns oder gar Klimageräte antreibt hat ein deutlich kürzeres Leben als bei "Stromsparender" Nutzung. Nicht der der Anzahl Zyklen wegen, einfach nur der Belastung (thermische Last, chemische Last,...)
Nutzungstage ist meines Wissen kein klar definierter Begriff. Ich sehe darin die Anzahl Tage, in der ich die Batterie für mich genutzt habe. Nicht die Tage wo sie ruht oder auf Erhaltungsladung gehalten wird, wenngleich dies auch auf die Lebensdauer der Batterie geht, wenn auch in der Auswirkung minimal.
Trotzdem finde ich die Angabe "Ich habe das Womo 200 Tage genutzt" schon sehr aussagekräftig.
So nun meine Meinung und keine Fakten:
Wir wissen alle, dass LiFe(Y)PO4-Akkus deutlichst länger halten als Blei und fürs Wohnmobil bestens geeignet sind. Doch sind sie für mich doch nur Mittel zum Zweck. Ich finde sie werden völlig überbewertet. Baut sie ein, freut euch daran. Warum man derart viel darüber misst und berichtet verstehe ich nicht wirklich, so wenig wie die täglichen "Balanacer-Shows" und deren Bewertung. Eine gute Life... Batterie mit guter BMS lebt auch dann lange, wenn man keine Ahnung davon hat, denn man kann sie weder leerfahren, noch überladen, die BMS schützt sie.
Re: Wie Fit sind Eure LiFe(Y)PO4-Akkus?
Verfasst: Mo 19. Jan 2026, 23:01
von walter7149
Weitreisender hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 22:48
Jein, meine machen selten mal einen Zyklus, da sie eigentlich immer wenn wir unterwegs sind ......
Doch, zwei halbe Zyklen sind auch ein ganzer Zyklus.
Vier viertel Zyklen sind auch ein ganzer Zyklus, usw. ...........
Re: Wie Fit sind Eure LiFe(Y)PO4-Akkus?
Verfasst: Mo 19. Jan 2026, 23:09
von Weitreisender
Weitreisender hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 22:48
Jein, meine machen selten mal einen Zyklus, da sie eigentlich immer wenn wir unterwegs sind ......
walter7149 hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 23:01
Doch, zwei halbe Zyklen sind auch ein ganzer Zyklus.
Vier viertel Zyklen sind auch ein ganzer Zyklus, usw. ...........
Mag sein, mein Winston weiß das aber gar nicht, der hat gar kein klassisches BMS, bei meinem DiY Akku muß ich mal schauen, was das JBD in einem Jahr so gespeichert hat - ist aber gerade 3.000km weit weg. Am Ende ist aber auch das fast egal, solange die Zellen alle schön beieinander sind ist alles gut

, ob es dann 3% weniger sind, als vor 1 / 5 Jahren - wen interessiert es wirklich?
Gruß
Re: Wie Fit sind Eure LiFe(Y)PO4-Akkus?
Verfasst: Mo 19. Jan 2026, 23:41
von walter7149
raidy hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 22:58
Wir wissen alle, dass LiFe(Y)PO4-Akkus deutlichst länger halten als Blei und fürs Wohnmobil bestens geeignet sind.
Hallo Georg, hast du eigentlich schon umgerüstet, oder leben deine AGM noch ?
Re: Wie Fit sind Eure LiFe(Y)PO4-Akkus?
Verfasst: Mo 19. Jan 2026, 23:45
von raidy
Noch nicht umgerüstet. Allerdings nutzten wir das WoMo länger kaum, was sich dieses Jahr mal wieder ändern sollte.
Re: Wie Fit sind Eure LiFe(Y)PO4-Akkus?
Verfasst: Di 20. Jan 2026, 13:01
von klasi
Hallo,
meine 4 Winston 100Ah-Zellen mit Balancer, aber ohne BMS sind von 2013 und das Womo hat 180 000 km gelaufen.
Am 02.01.26 hat der EBL bei 11,5V abgeschaltet, obwohl der Batteriemonitor noch 80% anzeigte. Wieder zuhause von 100% aus den Akku belastet und erneute Abschaltung bei 80%. Ergebnis: Eine Zelle hatte noch 1,9 V, war also defekt. Ich hatte noch eine ebenfalls gebrauchte Zelle im Keller, also die defekte ausgetauscht und den Akku bis 14,4V geladen.
Ein neuer Belastungstest ergab bei 60% Kapazitätsanzeige eine gleichmäßige Spannung der 4 Zellen von 3,1V . Ich gehe daher davon aus, daß die Kapazität des Akkus nach über 10 Jahren deutlich abgenommen hat. Im Sommerhalbjahr mit Solar und kaum Heizung wird es wohl noch reichen.
Schöne Grüße, klasi
Re: Wie Fit sind Eure LiFe(Y)PO4-Akkus?
Verfasst: Di 20. Jan 2026, 16:53
von biauwe
klasi hat geschrieben: Di 20. Jan 2026, 13:01
4 Winston 100Ah-Zellen mit Balancer, aber ohne BMS sind von 2013 und das Womo hat 180 000 km gelaufen.
Ich habe erst 2014 einen 60 Ah Winston zusammen gebaut.
Damals noch mit einer wilden Absicherung:
4 x 60 Ah LiFeYPO4 Zellen
4 x Balancer CM60
1 x CellLog 8S
USB Kabel für Logdaten vom CellLog 8S
1 x mini Vorschaltrelais 1x Relais 160A
1 x Masseschalter
1 x Sicherung 150 A und Kabel und Ösen
Der Junsi CellLog 8S trennte per Relais bei > 14,7 V bzw. < 12,0 V Packspannung oder dV 200mV oder > 4,0 V bzw < 3,0 V einer Zelle die LiFeYPO4 Akkus von den Gel-Akkus oder man trennte manuell über den Masseschalter.
Eine Leistungsverlust konnte ich bis heute aber nicht messen. (190000 km gelaufen)