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Und dann wurde alles anders...Hund aus dem Tierschutz

Verfasst: Mi 18. Feb 2026, 15:15
von Sellabah
Ich hab es bewußt in den Stammtisch gepackt und jeder, der sich einen Hund aus dem Tierschutz holen möchte, sollte es eigentlich lesen.

Teil 1

Der 23.September 2024, ein Montag. Kurz bevor ich in der Firma starten musste, meine kranke Mutter zur Behandlung ins Klinikum zu fahren, kam der befürchtete Anruf meiner Frau.
Muffin ist nicht mehr. Es ging sehr schnell.
Die Zeit davor war schwierig geworden und erst im Nachhinein überlegt man, ob es nicht hätte früher enden sollen. Meine Frau wollte nun, nachdem sie Mickey, den Hund meiner Mutter und Muffin gehen lassen musste, keinen neuen Hund mehr.
Ich war von dem Tag an gelähmt, in Trance, habe mechanisch funktioniert. Hab das Wohnmobil gepackt und am 27.09 sind wir los Richtung Spanien. Außer zu meinem besten alten Freund hab ich alle Brücken abgebrochen. Kinder, Enkel, Bekannte, Firma, Freunde haben nichts mehr von mir persönlich gehört. Jeden Tag, wirklich jeden Tag hab ich mich irgendwo zurückgezogen und geweint. Bis heute ist das ganz schwierig für mich weil es so eine verdammte Affenliebe war. 17,5 Jahre.
Ich habe nur noch nach Hunden geguggelt. Auf einem Rastplatz in Frankreich lief uns ein Hund zu. Ich war kurz davor und auch meine Frau überlegte. Wir sind dann gefahren.
Die Platzkatze von Roquetes wurde eine gute Freundin auf Zeit. Auch einige andere Hunde auf Plätzen profitierten von meiner Trauer und den übrig gebliebenen Leckerli.

Im Frühjahr ging es nach Hause und es war kein angenehmer Sommer. Nur noch Aufgaben und Ansprüche an mich. Und ich sah nur noch Leere. Zog mich in der wenigen freien Zeit zurück und eines Tages sagte meine Frau das sie mir eine Anschaffung ja nicht verbieten könnte, ich aber völlig alleine mich zu kümmern hätte.

„Klick!“ Schau mal, das ist Gioele. 29cm, 6 Kg und 2,5 Jahre alt. Kommt aus Sardinien.
Seniorenfreundlich, Umgänglich mit Kindern. Extra im Filter so eingestellt. (Der Leser sollte das unbedingt im Gedächtnis halten).
Meine Holde zog die Augenbrauen hoch, aber so bin ich nunmal.

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Der Kontakt mit dem Verein lief sehr gut. Telefonate, Gespräche und ein persönlicher Besuch der Vorsitzenden in unserer Wohnung. Da erfuhr ich, das Gioele noch auf Sardinien ist und auch kastriert werden muss. Ein Status dieses Vereins. Ich bekam Bilder und Videos. Die Gesundheitsberichte wurden mir gesendet. Etwa einen Monat später sollte er von Sardinien kommen.
Während der Zeit starb meine Mutter, was mich nochmal mit Wohnungsauflösung, Rückbau und Renovierung beschäftigte.
Am 6.07 kam der kleine Kerl gegen Mitternacht auf einem Park&Ride Parkplatz mit etwa 40 anderen Hunden und Katzen in einem klimatisierten Kofferlaster an. Während des Transports lief ein WhatsApp Faden mit, das wir immer informiert waren.
Meine Frau und die Vorsitzende des Vereins nahmen ihn auf den Arm und legten ihm ein Sicherheitsgeschirr an. Die Autofahrt fand er spannend und zuhause angekommen machte er erstmal alle Geschäfte, die ein Hund so machen muss. Er akzeptierte nach Erkundung der Wohnung seinen Schlafplatz und bis neun Uhr am nächsten Morgen ratzten wir alle.

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Morgens begrüßte er uns überschwänglich, ging vorbildlich an der Leine und unsere Kinder und Enkel wurden neugierig gemustert. Ich spielte mit meinem Enkel ein wenig Videospiele und Gioele lag neugierig zwischen uns. Weil er natürlich etwas roch haben wir ihn dann gebadet, abgetrocknet. Er hat es sichtbar genossen.

Und dann kam der zweite Abend….

Ende Teil 1 ich pack das mal in mehrere Kapitel, vor allem weil das Drama noch lange nicht zu Ende ist.
Auch die Fotos kommen immer ein wenig zeitversetzt, weil ich mit dem Macbook schreibe und die Bilder auf dem iPhone habe. Die Synchronisation der iCloud hakt etwas mit mobilen Daten.

Liebe Grüße
Sven

Re: Und dann wurde alles anders...Hund aus dem Tierschutz

Verfasst: Mi 18. Feb 2026, 15:39
von MiaR
Danke schon mal für den ersten Bericht Sven. Ich kann mir auch nicht erklären, warum so eine große Liebe zu einem Hund entstehen kann, bei mir ist es auch immer so aber es ist doch gut so und die Trauer ist dann natürlich groß.
Wir haben jetzt 3 Wochen eine 10jährige Hündin aus Ungarn über einen Verein vermittelt, bei uns und auch ich habe wochenlang im Internet geschaut, nach dem unsere Hündin im Juli erlöst werden musste. Deshalb bin ich auf eure Erlebnisse sehr gespannt.
Nach den Bildern die du zeigst kann man sich in den kleinen Kerl nur verlieben, aber da kommt wohl noch was.

Re: Und dann wurde alles anders...Hund aus dem Tierschutz

Verfasst: Mi 18. Feb 2026, 17:50
von Sellabah
Teil 2

da möchte ich vorausschicken, das man zwar tief im Inneren weiß, dass man die vorherigen Hunde niemals miteinander vergleichen kann, aber immer irgendwie davon überzeugt ist in den Jahren genug Erfahrung gesammelt zu haben. Dazu habe ich mit Muffin keinen „Arbeitshund“ gehabt, sondern einen Familienhund. Die ersten beiden Jahre hyperaktiv aber nie aggro. Er hat ein einziges Mal aus seinem Fahrradhänger heraus nach einer Hand geschnappt, die er nicht kannte.
Als Jugendlicher hatten wir einen Langhaardackel, an das Verhalten habe ich auch noch Erinnerung. Gioele wird eine Mischung von Dackel, Pinscher und Terrier sein. Und sein Bild und eure Reaktion wie lieb er doch ausschaut, ja das habe ich genauso bewertet.
Gioele entdeckte die Wohnung. Couch, Stühle, Bett. Muffin durfte alles. Wir haben Gioele in einen Schrank eine Kuschelhöhle gebaut, die er verweigerte. Das Körbchen dagegen war akzeptiert. Aufs Bett sollte er am Abend nicht, was er auch von selbst bis heute nicht will. Das er auf Stühlen sitzt, das hatten wir auf Bildern von Sardinien gesehen. Der Geschichte nach wurde er mit seinem Bruder auf der Straße gefunden, der Bauer behielt den Bruder. Aus dem Tierheim in eine Familie mit Kind, die dann überfordert war, danach in eine Familie mit Kind und Opa, was wieder nix gab. Im Tierheim dann nur große Hunde, so kam er tagsüber in den Käfig und zweimal täglich eine Viertelstunde raus. Er hat sichtbare Bisswunden an der Schnauze und am Augenlid. Kastriert, kerngesund, keine Mittelmeerkrankheit. Auf keinem Video bellte er. Einmal ein Fiepen.

…der zweite Abend und er frass, ging spazieren. Wir haben ihm Ruhe gelassen, damit er ankommen kann. Abends setzte er sich auf den Stuhl, wo meine Frau eigentlich hockt.
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Knurren. Wir haben uns nichts gedacht. Er hat wieder die Nacht im Körbchen gepennt, morgens Schwanzsgewedel, sogar Freudenpippi, Gassi gehen, Stofftier schmeissen ging auch…..
Dann kommt mein Sohn. Der Große. Er ist groß. Trägt Käppi. Immer meistens.
Wir haben gedacht, wir haben einen Rottweiler aus schlechter Haltung. Mein Enkel, am Tag vorher geschmust, er stand zum Glück hinter seinem Vater. Die Kleine, am Tag vorher schnüffelte er an der Windel und leckte ihre Hand. Sie war zum Glück nicht mit. Immer Abends, bis heute wird Gioele knurrig bis ungenießbar. Er suchte sich dann in den folgenden Tagen selbst Schlafplätze und wenn der Fuß meiner Frau in der Nähe war, schnappte er.
Konsequent habe ich versucht Rituale und Regeln aufzubauen. Gleiche Zeit, gleicher Schlafplatz, gelobt und bestimmend Fehlverhalten getadelt. Aber machte auch viel Spaß. Wir konnten im sein Geschirr an und ausziehen, ihn tragen. Ich musste früh um 5:30 im Büro sein, da hab ich ihn geweckt, wir sind Gassi gegangen. Dann ist er auf die Couch gerast und hat sich den Bauch kraulen lassen und wir haben geräubert. Anschließend hat er geschlafen bis meine Frau dann fertig war und mit ihm gegangen ist. Kam ich Mittags oder Abends ist er zu hin gerast und auf den Schoß gesprungen. Es durfte keiner außer uns in der Wohnung sein. Draußen waren fremde Menschen und Tiere ebenfalls völlig Tabu wenn sie überleben wollten.

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Ich hatte das Leihgeschirr und nachdem wir im Tierhandel mit ihm eines gekauft haben, fuhr ich mit ihm zur Vereinsvorsitzenden das Leihgeschirr wiedergeben. Sie hatte etwa vier Hunde frei in der Wohnung und bat mich ihn loszumachen. Komischerweise klappte das hervorragend. Er benahm sich. Am nächsten Tag nahm ich ihn mit ins Büro. Autofahren für ihn das Größte. Ein Fahrer von mir nahm mir direkt die Leine aus der Hand und ging mit Gioele spazieren und es ging super. Im Büro dann meinte mein Kollege auch, dass ich ihn doch von der Leine nehmen soll. Gioele saß mit mir am Konferenztisch, wir sprachen lange, als mein Kollege sich mit dem Handy in meine Richtung aufrichtete, um mir eine Mail zu zeigen. Wie aus dem Nichts sprang Gioele etwa 1,7m hoch und riss ihm ein Stück T-Shirt mit Haut aus der Brust. Zum Glück nahm es mein Kollege mit Humor und Fassung.

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Wir aber waren jetzt spätestens gewarnt, das da was nicht mit der Beschreibung passte. Und das es nicht ungefährlich ist. Da auch Abends immer wieder Konflikte kamen durfte ich mir natürlich auch die Kommentare meiner Frau anhören, warum sie keinen Hund mehr wollte, sich in ihrem Leben beschnitten fühlt und so weiter. Ich guggelte nach Hundetrainern. Es war August. Die Abfahrt nach Spanien nahte. Wir waren noch täglich zum Haus meiner Mutter gefahren, es für uns zu renovieren. Auch hier war Gioele eigentlich immer gern mit und kam mit der täglichen Veränderung und den teilweise vielen aufgestapelten Sachen gut klar.
Eines Tages pieselte er in den Flur. Ganz bewusst. Und in den nächsten Tagen wurde ich bei unserem morgendlichen Räubern in die Hand und ins Gesicht geschnappt.

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Trotzdem haben wir in der Zeit zwei Wochenenden mit dem Wohnmobil am Niederrhein verbracht, um zu sehen, wir er das annimmt. Er hatte das Wohnmobil nach einem Werkstattbesuch schon gesehen, direkt rein und alles erkundet. Die beiden Wochenenden in Goch und bei den Bunkern in Kevelaer waren Bombe. In Kevelaer haben wir ihm den Fahrradanhänger präsentiert und er nimmt ihn bis heute wie sein Körbchen. Beim Spazieren gehen, schnappte er hinterhältig nach allem was sich bewegte. Bis zum heutigen Tag müssen wir immer noch sehr aufmerksam sein.

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Ein paar Tage später bekam er Durchfall. Zeitgleich traf ich früh am Morgen, wie er mal wieder raus musste einen Hundetrainer für verhaltensauffällige Tiere. Er versprach mir sofort nach dem Wochenende zu kommen und einen Trainingsplan aufzubauen, damit wir sicher im Wohnmobil zusammenleben können.

Der Durchfall wurde blutig.

…das pack ich mal in den dritten Teil.

Re: Und dann wurde alles anders...Hund aus dem Tierschutz

Verfasst: Mi 18. Feb 2026, 18:04
von MiaR
Ich bin sprachlos, da ist viel passiert. Ich glaube wir können hier einiges lernen. Bin auf die Fortsetzung gespannt.

Re: Und dann wurde alles anders...Hund aus dem Tierschutz

Verfasst: Do 19. Feb 2026, 12:54
von Sprinterteufel
In der Tat, man darf gespannt :duw: sein auf den Fortgang.

Frage; Würde der Verein im Zweifelsfall den Hund zurück nehmen?

Re: Und dann wurde alles anders...Hund aus dem Tierschutz

Verfasst: Do 19. Feb 2026, 14:19
von Andalusienfan
Sprinterteufel hat geschrieben: Do 19. Feb 2026, 12:54
Würde der Verein im Zweifelsfall den Hund zurück nehmen?
Sven hat ihn seit dem 06.07. 25 und ca. dann 6500 Reisemobilkilometer. Er wird ihn nicht zurückgeben können und wollen.( Denke ich)

vg Ralf

Re: Und dann wurde alles anders...Hund aus dem Tierschutz

Verfasst: Do 19. Feb 2026, 21:04
von Sellabah
Gioele gehört dem Verein Niemandshunde e.V. in Erkrath. Ich habe einen Überlassungsvertrag und darf ohne Absprache alles für Gioele tun. Wenn ich aber nicht mehr bin oder kann, hat er so einen Rettungsanker.
Das ist bei Auslandstierschutzhunden so üblich und gut so.
Ich war an meinen Grenzen. Der Verein ist mit mir im Austausch und hat mir mehrfach die Rücknahme angeboten. Außerdem haben sie sich mit einem Drittel an den wirklich heftigen Tierarztkosten beteiligt.

Aber. Ich habe mich damals dafür entschieden Gioele haben zu wollen und er kann nichts dafür wie er ist und was er hat. Geb ich ihn ab, geht für ihn das Drama weiter und es wird immer schlimmer.
Nein. Das Krokodil bleibt bei uns. Hat viel Kohle, Desinfektionsmittel, Pflaster und Nerven gekostet. Notfalls lass ich ihn ausstopfen. Aber er bleibt. Und er will uns auch. Er ist halt ein Strassenköter. Ein Asozialer. *LOL*

Morgen kommt Teil 3. Nichts für schwache Nerven und empfindliche Mägen.

Liebe Grüße
Sven

Re: Und dann wurde alles anders...Hund aus dem Tierschutz

Verfasst: Do 19. Feb 2026, 21:15
von MiaR
Sven der kleine Kerl beschäftigt mich gedanklich. Ich bin ja interessiert warum er blutigen Durchfall bekam. Aufgefallen ist mir, dass er kastriert wurde bevor er zu euch kam. Auch das könnte sein Verhalten verändert haben.
Ich hoffe du erzählst noch weiterhin von ihm.
Ich möchte jetzt nicht viel von unserer Hündin erzählen, es ist die Geschichte von Gioele.

Re: Und dann wurde alles anders...Hund aus dem Tierschutz

Verfasst: Do 19. Feb 2026, 21:28
von Sellabah
Ok. Ich häng dann morgen den Rest dran und hau ein paar Ekelbilder drunter.

Teil 3

Samstags hatte ich den Hundetrainer getroffen. Sonntags dann blutiger Durchfall und Gioele wurde reizbarer. Montags kündigte sich der Hundetrainer an. Ich schilderte ihm den Zustand, er wollte ihn trotzdem in unserer Wohnung kennenlernen. Zum Glück hatte er eine Sicherheitshose und festes Schuhwerk an. Es wurde so laut, dass wir alle vor die Tür gehen mussten, damit wir sprechen konnten. Noch am Abend sollte ich mit Gioele zum Trainingsgelände kommen. Der Trainer, groß und dunkel gekleidet war und blieb Feindbild. Seine Auszubildende bekam recht gut Zugang und fing an zu klickern. Gioele reagierte auf sie.
Aber der Durchfall. Ich ging mit ihm zu der Tierärztin, die auch Muffin betreut hat. Eine geübte Helferin fixierte ihn und er bekam eine Spritze und ich eine Tüte Medikamente, die ich ins Futter packen sollte. Es wurde schlimmer. Am Wochenende, er zitterte was ich von Muffin kannte. Ich fuhr in die Tierklinik Neandertal und die nahmen sich Gioele vor, bewerteten den blutigen Durchfall als normal und ich müsste damit rechnen, das es noch schlimmer würde. Medikamente, Rechnung und raus. Nochmal zur anderen Tierärztin und der Zustand wurde schlimmer. Blutige Klumpen auf unseren Teppichen, auch pieselte er in die Wohnung. Er zeigte Zähne wenn ich ihn anleinen wollte. Ich fuhr trotzdem nochmal zum Hundetrainer.
Er schaute Gioele an und meinte das der Hund schlimme Schmerzen hat und dringend Hilfe braucht. Er rief seine Tierärztin an, ich bekam sofort einen Termin und sie gab ihm Spritzen, Medikamente und meinte das man ihn sezieren und genau untersuchen müsste, wenn sich sein Zustand nicht bessert. Ich sollte am nächsten Tag wiederkommen.
Dies tat ich, aber nur Kollegen von ihr hatten Dienst und wollten Gioele nicht spritzen, weil er so aggro war. Maulkorb streifte er sofort selber ab.
Daheim war meine Frau wegen der Sauerei in der Bude am Ende. Ich hatte keinen Schlaf mehr gehabt seit Tagen und der Hund litt. Ich rief die Tierklinik in Duisburg an, schilderte alles und bat, koste es was es wolle, Gioele stationär aufzunehmen. Wir behandeln ihn nicht und das Gespräch wurde abgebrochen. Ich fuhr also wieder in meiner Verzweiflung wieder in die Tierklinik Neandertal. Dort wurde Gioele mit der Priorität 4 (nicht dringend) aufgenommen und ich wartete mittlerweile vier Stunden. In der Zeit kontaktierte mich mein Hundetrainer und erkundigte sich wie es bei seiner Tierärztin gelaufen wäre. Er bildet dort das Praxisteam im Umgang mit Problemhunden aus. Nach meiner Schilderung bat er um Geduld und kurze Zeit später bat er mich mit Gioele zur Tierarztpraxis nach Wuppertal zu kommen. Ich von der Klinik in Haan wieder nach Wuppertal, wo er mit seiner Auszubildenden, der Tierärztin und zwei Helferinnen wartete.

So behutsam es nur ging, fixierten sie Gioele, zogen ihm wieder ein Geschirr an und da er in diesem Moment so alles von sich gab, was er hatte, war auch eine Stuhlprobe da. Wobei die Tests auf Giardien alle negativ waren davor. Sie erkannten, wie ernst die Lage war.
Am nächsten Morgen Gioele in die Box und er wurde in der Box sediert und alles wurde durchgecheckt.

Das Ergebnis war ein Darmkeim. Noch zwei, drei Tage und ich hätte wieder einen Hund beerdigt.
Wie ich trotz Motorradhandschuhen und Handtüchern aussah, könnt ihr euch denken.
Was in der Seele des Hundes vorging, konnte man eventuell erahnen.

Fortsetzung folgt…

Liebe Grüße
Sven

Re: Und dann wurde alles anders...Hund aus dem Tierschutz

Verfasst: Do 19. Feb 2026, 21:40
von robbie-tobbie
Oh je. Was für eine Horrorgeschichte... mal abgesehen von dem Leiden, die der kleine Kerl durchmachen muss / musste: sowas kann durchaus in Beziehungsstress resultieren. Ist halt eine außergewöhnliche Belastungsprobe. Bin zwar nur ein Hobby-Psychologe, aber was Du / Ihr in der letzten Zeit alles durchmachen musstest, das ist sicher auch noch nicht komplett verarbeitet. Da kommt dann schnell eins zum Anderen. Und man ist nicht unendlich belastbar, auch wenn man schon einen erklecklichen Anteil im Ruhestand verbringt.

Bin gespannt, wie es weiter geht.

P.s. auf dem Platz bei den Bunkern (Twisteden) stehe ich auch öfter, wenn ich mal eine schnelle Auszeit brauche - wenn ich mal ein Buch schreiben wollen würde, da könnte ich es vermutlich ;-)

Re: Und dann wurde alles anders...Hund aus dem Tierschutz

Verfasst: Do 19. Feb 2026, 21:57
von ivalo
Guten Abend

Danke Sven für den ausführlichen Bericht. Da fehlen einem die Worte ...
Selbst weiss ich nicht, wie ich eine so schwierige Situation bewältigen könnte - wenn überhaupt.
Du hast wirklich alles gegeben für Deinen Hund und hast eine riesen Geduld. Chapeau.
Ich wünsche Dir und dem Hund alles Gute. Hoffentlich wird es langfristig besser und stabil.

Beste Grüsse
Urs

Re: Und dann wurde alles anders...Hund aus dem Tierschutz

Verfasst: Do 19. Feb 2026, 22:14
von MiaR
Für alle lagen da die Nerven blank, so etwas muss man erst mal überstehen. Der arme Kerl musste schlimmes aushalten. Dass ihr mit den Nerven fertig wart ist nachzuvollziehen. Phantastisch eure Einstellung, dass der Hund bleiben sollte.
Es gab ja kein vor oder zurück. Er wäre verloren, wenn er nochmals wechseln müsste. Sven du hättest ihn in deinem Leben nicht mehr vergessen können und hättest dich immer gefragt was aus ihm geworden ist. So könnt ihr die Hoffnung haben, dass sein Verhalten sich mit wachsendem Vertrauen bessert.
Toll, alle Achtung, eure Hilfe war toll. Da nicht aufzugeben bedarf einen guten Charakter und viel Gefühl und Stärke.
Ich habe weiter Interesse an euren gemeinsamen Erlebnissen. Herzliche Grüße an deine Frau, die alles mit dir durchgestanden hat.

Re: Und dann wurde alles anders...Hund aus dem Tierschutz

Verfasst: Fr 20. Feb 2026, 07:13
von Denkerle
Hallo Sven,
das ist wirklich eine sehr tragische Geschichte für den armen Hund und nicht zuletzt für euch.
Ich zolle großen Respekt für euer Engagement und Durchhaltevermögen.
Da ich früher selbst einen Hund mit chronischer Darmentzündung hatte, weiß ich was ihr da geleistet habt.
Ich wünsche euch noch viel Freude mit dem kleinen Kerl und natürlich noch eine schöne Zeit in Spanien.

Re: Und dann wurde alles anders...Hund aus dem Tierschutz

Verfasst: Fr 20. Feb 2026, 10:38
von Variokawa
Es sind oft kleine Ursache die große wirken.
Nur muss man sie schnell finden.
Wir hatten auch mit unser kleine zwei harte Wochen, vom TA zum Klinik, wieder zum TA, Tabletten die nicht wirkten, schlaflose Nächte fur unser kleine. Bis endlich meine Frau zu unsere Tierärztin sagte das es wie ein Hexenschuss aussah.
Spritze und Bingo!
seitdem toi toi toi alles paletti.
Wir haben von anfang an eine Krankenversicherung für Ihn abgeschlossen. Er hatte schon mit Giardien, empfindlichem Magen eccetera zu tun.
Zumindestens die Kosten sollen ein kleiner problem werden.

Re: Und dann wurde alles anders...Hund aus dem Tierschutz

Verfasst: Fr 20. Feb 2026, 13:39
von Sellabah
Teil 4


Vom 29.08 bis Anfang Oktober bin ich dann fast täglich bei dem Team der Tierärztin gewesen. Sie fand eine Antibiotikatherapie, die gut anschlug. Eine Woche, von Montag bis Samstag fuhr ich täglich mit ihm zum Spritzen. Zuhause, wir wollten eh in das Haus meiner Mutter ziehen, habe ich alle Teppiche entfernt und die in die Reinigung gebracht, die ins neue Domizil sollten.
Das Renovieren vom Haus meiner Mutter umorganisiert und in der ersten Etage das ehemalige Bastelzimmer zu einem wohnlichen und reinigungsfreundlichen Hundezimmer umrestauriert. Den Flur und das Schlafzimmer komplett renoviert und eingerichtet und dann mit Gioele dort hingezogen. Die Firma wieder im Home Office betreut und ab Nachmittag renoviert. So hatte meine Frau ein wenig Abstand, Gioele Struktur und Ruhe. Jeden Morgen musste ich eigentlich den „Käfig“ reinigen. In der Nacht konnte er nicht halten und auch Pippi ging in sein Zimmer.
Saß er dann zitternd da, sah schlecht aus, sofort in der Praxis angerufen und hoch nach Wuppertal. Zum Glück war in all dieser Zeit der Verkehr auf der A46 erträglich. Hatte er die Medis drin, frass er gegen Mittag, war fidel und spielte sogar. Die Tage, an denen er morgens fraß und so die Antibiotika und Schmerzmittel aufnahm wurden immer häufiger. Wenn er sich schlecht fühlte, steuerte er aus dem Haus schnurstracks zum Auto was hieß: Bring mich zum Tierarzt.
Aber dann kam vorne und hinten schleimige Haut. Die Antibiotika gingen auf die Magenschleimhaut und wir begannen eine zweite Therapie. Ab Oktober wurde es bis auf kleine Ausnahmen wieder stubenrein und sein Zustand normalisierte sich.

An der Stelle mal ein paar Bilder der oft wechselhaften Situationen. Ekelbilder nur sehr dosiert, aber wer sich mal einen Hund anschafft, sollte solche Anblicke erahnen können:

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Das war die Aktion bei der Tierärztin, besonders eilig, weil der Druckverband schon die Pfote schwellen ließ.

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Ein Hin und Her zwischen Vertrauen, Beißen und Angst.



Diese Aktion hat natürlich große Rückschritte in die Sozialisierung geschaffen. Er ist bis heute ein Angstbeisser. Kommen wir nass vom Spaziergang und ich hol ein Handtuch, bräuchte ich eine Rüstung. Das Geschirr was er bei den Arztbesuchen trug, wenn ich es nur anfasse, verkriecht er sich, knurrt und droht. Dazu kommen alle paar Tage Traumaphasen, wo er apathisch zitternd sitzt und plötzlich in Ecken und Vorgärten rennt und sich verkriecht. Gleichfalls aber lag ich eines Nachmittags auf der Couch, fest eingeschlafen und werde wach, Gioele liegt auf meiner Brust und leckt mich ab.
Wir haben dann parallel zu seiner Krankheit immer eine Struktur für ihn aufgebaut. Feste Zeiten, feste Plätze und niemals Gewalt. Nur mit erhobenem Ton und kurzzeitig Abstand schaffen signalisieren wir ihm wenn er Mist macht. Das Hundetraining haben wir mit seiner Krankheit abgebrochen. Im April werde ich aber weitermachen. Wir müssen ihm sein territoriales Verhalten abtrainieren und einige andere Misstände die wir einfach nicht in den Griff kriegen erfordert professionelle Unterstützung.

Es war Mitte Oktober, eigentlich wollten wir schon weg sein. In Teil 5 erzähle ich dann mal, wie man mit einem depressiven Schnappalligator im Wohnmobil nach und durch Spanien reist.


Fortsetzung folgt….

Liebe Grüße
Sven

Re: Und dann wurde alles anders...Hund aus dem Tierschutz

Verfasst: Fr 20. Feb 2026, 14:19
von MiaR
Bei allem was ich sehe und lese, wundern mich die Reaktionen des Hundes nicht mehr. Der erlebte Horror in seinem Leben. Man kann nur dankbar dafür sein, dass er bei euch ist und ihr euch so fürsorglich um ihn kümmert, ohne Gewalt, trotz aller Abwehrhaltung die er oftmals zeigt. Alles wird gut werden, denn ihr macht es so gut.
Meine verstorbene Hündin, war von einem guten Züchter aus Deutschland, wir hatten sie übernommen nachdem sie ihr Zuhause verloren hatte und ein neues Heim suchte. Sie war eine Allergikerin, hatte immer wieder schwere Ohrenentzündungen. Die Rechnungen habe ich die Tage weggeworfen, ich wollte nicht wissen was sie gekostet hat. Sie war es wert und ich war immer froh bei dem Gedanken, dass sie bei uns ist und sie nicht irgendwo gelandet ist, wo man sich nicht so sehr um sie hätte kümmern können. So hat alles seinen Sinn gehabt.

Re: Und dann wurde alles anders...Hund aus dem Tierschutz

Verfasst: So 22. Feb 2026, 15:09
von Sellabah
Teil 5 Die erste Reise

Nun war schon Mitte Oktober. Das Wetter wurde unerträglicher und Gioele schon die dritte Woche ohne Tierarztbesuch. Auch die Medikamente konnte ich bis auf die natürlichen Helfer für Darm und Magenflora runterfahren. Mittlerweile wohnten wir alle zusammen im geerbten Haus meiner Mutter und ich konnte Gioele auch mal bei meiner Frau lassen und kurze Zeit auch mal ganz alleine. In das Haus durfte keiner. Sofort Bellattacken und Theater. Aber wir hatten ja das Zimmer für ihn. Ich baute Rituale und Struktur auf. Feste Rausgehzeiten, Uhrzeiten für Futter und Abends ging es zum Schlafen in sein Zimmer wo dann ein Gitter vor war. Auch Schummerbeleuchtung die ganze Nacht. Bis er schlief, bin ich wie bei einem kleinen Kind noch eine Weile im Zimmer geblieben. Häufig morgens seine Angstattacken. Er zitterte, musste raus, verkroch sich in Vorgärten und ließ sich dann nur sehr schwer zur Rückkehr bewegen. Ab und an musste ich ihn einfach hochheben, damit er aus Gefahrensituationen kam. Das kostete Pflaster, Mut und Nerven.
Dazwischen aber immer normale Phasen.
Ja. Ich hätte ihn dann im Wohnmobil in eine Box stecken können und er wäre am Zielort wieder rausgeholt worden.
Wie bei Muffin, seinem Vorgänger haben wir vorne zwischen den Sitzen eine Kuschelecke gebaut und ihn immer vor der Fahrt an eine kürzere Leine, die wir nur während der Fahrt verwenden angeleint. Es ging von Langenfeld nach Trier. Die ersten Kilometer saß er auf dem Schoß meiner Frau. In der Abfahrtsituation gestresst und hektisch, dann ruhiger. Er schlief zwischendurch und ging sogar zur Dusche trinken.
Am nächsten Tag weiter nach Baumes les Dames. War ihm zu lang, zwischendurch musste er mehrmals dringlich raus, hat aber nie ins Wohnmobil gemacht. Bis heute nicht.

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Das Reisen schien ihm zu gefallen, am Abend kam sein territoriales Verhalten durch. Er versuchte sich eigene Schlafplätze zu suchen, legte sich nah an uns dran, obwohl er das gar nicht vertrug. Mit Leckerli bekam man ihn letztendlich dahin, wo er hin sollte.
Chusclon war dann furchtbar. Ich wollte eh nach Donzere, meine Holde fühlt sich da nicht sicher. Lyon war Stau, mehr noch als wir kannten und Guggel hat mich dann zum Platz nach Chusclon natürlich mal wieder mitten durch den engen Ort gezirkelt. Hat ein wenig an den Nerven genagt.
In der Nacht wurde der Hund unruhig und panisch. Als ich ihn beruhigen wollte, hatte ich ein blutiges Gesicht und blutige Hände. Draußen dann kam während des Spaziergangs die Müllabfuhr. Gioele verkroch sich zitternd in die Büsche.
Man muss überlegen, in Wuppertal ist er die ersten Tage schon mit mir ohne mit der Wimper zu zucken an einer sechsspurigen Strasse gegangen, unter uns das Autobahnkreuz Sonnborn. Kamen wir zum Bayer Sportpark und es wurde Ball gespielt versteinerte er förmlich.
Zurück durch die belebte Stadt…für ihn kein Problem.

Von Chusclon nach Roses merkte er wohl irgendwie, das wir südliches Wetter bekommen, er fraß wieder und war als wenn nichts gewesen wäre. In Roses blieben wir zwei Tage auf einem großen Freistehplatz und er entdeckte die Rückenlehnen und die hintere Fensterbank als Sonnenliege. Am Strand war er außer sich, entdeckte das Meerwasser, erst verunsichert, dann mutig.

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Muss man zur Erklärung wissen, das ich in Solingen mit ihm am Lochbach war, er schaute in den Bach, erschrak und ging wieder drauf zu. Er hat sich damals verhalten, wie ein Neandertaler dem man ein Taxi zeigt. Ins Wasser war es nicht zu kriegen, aber Strand war von dem Tag seins. Vor Geschäften wurde er immer ruhiger und legte sich wartend ab. Kam einer von uns wieder, wenigstens schwanzwedeln.

Einen Tag hielten wir noch in Peniscola.
Da war er ganz unkompliziert.

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Weiter ging es nach El Campello. Dort hatten wir den gesamten November gebucht. Eine geschützte Parzelle ganz hinten in der Ecke. Und da ich eine Rundsitzgruppe habe konnte ich auch „verkehrtrum“ einparken. Schon beim Einchecken trafen wir Robi mit seinem Hund Billy aus dem letzten Jahr. Wir warnten ihn vor Gioele wegen Beißen. Und dann….

Wir trauten unseren Augen nicht. Gioele begrüßte Billy sprang an Robi hoch und ließ sich streicheln. Fortan hielt Gioele jeden Tag beim Wohnmobil der beiden und saß Robi draußen holte er sich Leckerli, Kauknochen und Streicheleinheiten ab. Er ließ sich die Spielsachen von Billy wegnehmen und ich konnte mit Robi sitzen und Schach spielen ohne irgendwelche Vorfälle.

Die meisten Sonnenaufgänge machte Gioele mit mir riesige Runden zum Strand. Aber zwei, dreimal die Woche war er morgens wieder mit Zitterattacken, Schaum kotzen und Ecken suchen geplagt. Gegen Mittag wurde es besser und er fraß wieder. Abends war er zeitweise ungenießbar. Knurrte, schnappte und versuchte da zu schlafen, wo er wollte. Morgens draußen blieb er zitternd einfach sitzen, ging Leute an, die ihm zu nah kamen. Man bekam dann immer wieder wunderbare Tipps. „Dreh das Vieh doch mal auf den Rücken. Schüttel den mal im Nacken. Zieh ihn rein….Ich habe 30 Jahre Hunde gehabt….“
Ja.Ja. Jeder hat seine Methoden und seinen Weg. Meiner ist halt anders.
Wir fuhren ab Richtung Alfas del Pi vor Altea. Gioele weinte Rotz und Wasser, wie wir uns von Robi und verabschiedeten. Bis zur Autopista war er nicht zu beruhigen. So hab ich ihn noch nie erlebt. Robi konnte alles mit ihm machen. Alles wo er uns ganz klar Grenzen zeigte.
Wir sehen Robi und Billy in diesem Jahr wieder. Wir sind gespannt.

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Fortsetzung folgt…

Re: Und dann wurde alles anders...Hund aus dem Tierschutz

Verfasst: So 22. Feb 2026, 16:25
von Denkerle
Hallo Sven,

Vielleicht sollte man bei Symptome wie Aggressivität und Erbrechen mit Zittern
bei Gioele auch an eine neurologische Erkrankung denken.

Re: Und dann wurde alles anders...Hund aus dem Tierschutz

Verfasst: So 22. Feb 2026, 18:26
von MiaR
Irgendwelche Erlebnisse arbeiten noch sehr in ihm.
Nur gut dass ihr keine fremden Erziehungsmethoden ausprobiert.
Bei euch hat er seine Chance anzukommen.

Re: Und dann wurde alles anders...Hund aus dem Tierschutz

Verfasst: So 22. Feb 2026, 19:14
von WoMoFahrer
Ich bewundere Eure Geduld, ich glaube die hätten wir nicht gehabt. Wir haben unseren Kalle jetzt fast 13 Jahre, er kommt aus Budapest und wir haben Ihn mit ca. 4,5 Monaten bekommen. Er hat auch seine Ecken und Kanten, wie wir auch. Er ist aber ein ganz toller Hund, der nicht beißt, sehr kinderlieb ist und ein vollwertiges Familienmitglied ist. Mit seinen 13,5 Kg hat er für uns auch die richtige Größe. Er hat nur zwei Eigenarten, er kann sich nur sehr laut freuen, d.h. wenn er sich freut und der Schwanz dreht sich wie in Propeller, dann bellt er. Was er aber gar nicht leiden kann, sind Männer in dunkler Kleidung mit einem dunklen Hut oder Schirmmütze. Da rastet er einfach aus. Entweder waren die Hundefänger so gekleidet, oder die Mitarbeiter in der Tötungsstation aus der er kommt waren so angezogen. Wir sind froh, dass wir ihn haben. Hoffentlich bleibt er uns noch ein paar Jahre erhalten. Unser erster Hund war ein West Highland White Terrier, das war auch ein toller Hund, der hat uns nach 16 Jahren verlassen.