Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

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max mara
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Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von max mara »

Wieder ist es DER SPIEGEL, der im Finanzmagazinbeiblatt seiner neuen Ausgabe, 6.03.2021 eine Frage stellt, die alle Wohnmobilisten interessieren dürfte. Unter dem viel versprechenden Titel „Geld“ eruieren Redakteure Möglichkeiten einer sinnvollen Kapitalanlage. Unter anderem werden Investition in Krytowährungen oder Vor-und Nachteile des Kaufs von Urlaubsimmobilien diskutiert. Im Beitrag „Ferien mobil“ geht es um unsere Reisemobile. Ernsthaft prüft die SPIEGELmitarbeiterin, Lena Frommeyer, ob die Anschaffungeines Campers über den reinen Freizeitspaß hinaus noch einen finanziellen Ertrag bringen kann. In der Coronazeit hat die Suche nach Alternativen zum „all inclusive urlaub“ Konjunktur und eine Verwendung des Sparkapitals zum Kauf eines Reisemobils kann zur logischen Konsequenz werden. Wenn das Delta zwischen Pauschalurlaub und Campingreisen größer ist als der Wertverlust des Reisemobiles, stimmt die Rechnung!

Die folgende Angaben habe ich Autoscout 24 und Promobil entnommen. Es ist der Wertverlust von wenigen Reisemobilen exemplarisch für einen Zeitraum von 20 Jahren aufgezeigt:

Bürstner A747-2, TI 8,12m Neupreis 2001 ( 112.000DM) 56.000€
Fragpreis 2021, 101000km, 128PS 31.000€ Wertverlust 25.000€

Chausson Allegro 69 TI Neupreis 2001 (93.000DM) 46.500€
Fragpreis 2021, 150000km, 128PS 24.999€ Werverlust 21.501€

Weinsberg 545 M VI 5,54m Neupreis 2001 (93000DM) 46.500€
Fragpreis 2021, 199000km, 90PS 19.900€ Wertverlust 26.600€

Pössl 4 family Peugeot Neupreis 2001 (58.500DM) 29.500€
Fragpreis 2021, 191000km 16.990€ Wertverlust 12.510€

Noch geringeren Wertverlust haben T4 California. Bei Fahrzeuge mit zum Teil sehr hohen Fahrleistungen liegt der jährliche Wertverlust unter 500€, zumindest was den Fragpreis betrifft. Die Reihe von Beispielen lässt sich mit immer ähnlichen Ergebnissen beliebig fortsetzen. Extrapoliert ein Käufer eines Reisemobiles die Ergebnisse, so erhält er demnach häufig mehr als 50% seiner Investition im Jahr 2041 zurück.
Beste Grüße Max
unterwegs und daheim mit einem Yosemite, 110kw, 4t auf 3,5t abgelastet
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akany
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von akany »

Gegenfrage: Kauft man ein Reisemobil um eine Investition im Sinne der Geldvermehrung zu machen?

Wohl kaum. Wer das will, kauft ein Studio irgendwo in einer Urlaubsgegend, nutzt es privat 4-5 Wochen und vermietet den Rest. Diejenigen die vor 20 Jahren gekauft haben, haben heute ihr Geld mindestens verdoppelt.

Also, Antwort zu Reisemobil: Es kostet. Ist eben wie eine Frau. Die kostet auch. Die Modelle wo das Geld bringt, will ich nicht *LOL*
Grüsse, Andreas
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vorerst
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von vorerst »

Wenn du die "Freude am Wohnmobil" als Maßstab nimmst, rechnet es sich ab dem ersten Tag.
Wenn du "Kosten und Werterhalt" als Maßstab nimmst, rechnet sich ein Wohnmobil nicht.
Nur wenn du 365 Tage im Jahr darin lebst, könnte es sich mathematisch rechnen.
Gruß Volkmar
Das Pferd wäre auch dann vom Traktor ersetzt worden, wenn es versprochen hätte weniger zu fressen und zu saufen.
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MobilLoewe
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von MobilLoewe »

Ich will gar nicht wissen, wieviel Geld ich verbrenne, ich will genießen. 8-)
Gruß Bernd

Hymer ML-T 580 4x4, zu sehen auf www.mobilloewe.de

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
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Kurt
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Kurt »

Spaß kostet
Viele Grüße

Kurt
Unterwegs im Adria 574 SP aus 2008 auf Ducato 250 Basis
Wer einen Schreibfehler findet darf ihn behalten. ]:->
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DerTobi1978
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von DerTobi1978 »

Sinn oder Unsinn.... mir egal.... wir können uns das WoMo in unserer Version gut leisten und wollen einfach Spaß haben und genießen....
Beste Grüße vom Niederrhein

Der Tobi

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Bevaube
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Bevaube »

Die Aussage mag Heute stimmen.
Aber wie das in ein paar Jahren aussieht, da habe ich echte Zweifel. Es sind da einfach zuviele Unwägbarkeiten im Spiel.
In Nach - Coronazeiten werden nicht wenige Neueinsteiger merken, dass das Reisen mit dem Wohnmobil doch nicht so das richtige für sie ist. Ich weiss nicht, wieviele Fahrzeuge dadurch zusätzlich auf den Gebrauchtfahrzeugmarkt kommen. Aber es dürften einige sein, was die Preise bewegen wird.
Ein Faktor wird mMn in Zukunft mehr Gewicht erhalten: Für jüngere Käufer ist die Limite von 3,5 to. eine grössere Limite als die ältere Generation (zumindest in Deutschland). Und das wird die Preise der gebrauchten Wohnmobile über 3,5 to. in ein paar Jahren unter Druck setzen. Wenn wir uns dannzumal aus welchen Gründen auch von unsern Mobilen trennen (müssen) wer weiss, was das geliebte Kleinod dann noch wert ist.
Also sind derartige Aussagen für die Zukunft doch ziemliche Spekulation.
Schönen Abend, Beat.
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Doraemon
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Doraemon »

Wenn ich drei Wochen in ein Hotel fahre und dort den Urlaub verbringe rentiert sich das auch nicht, ich brauche 3000€ oder mehr und habe außer eine schöne Zeit nichts mehr. Keiner fragt da nach Rentabilität, ist schon komisch wenn es ums Womo geht werden immer solche Rechnungen angestellt.

Andere kaufen sich einen Ferrari oder eine Zweitwohnung irgendwo, wir haben unser Womo und genießen es so oft wir nur können, das Lebensgefühl ist unbezahlbar.
saludos Christian

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Trailwild
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Trailwild »

Also an eine Investition haben wir beim Kauf unseres Wohnmobils sicher nicht gedacht, und ich glaube auch nicht, dass es das ist!

Es hat halt einfach entscheidende Vorteile für uns: Wir können Yari und Koda immer mitnehmen, müssen nicht mühsam eine Unterkunft suchen in der zwei (!) Hund erlaubt sind.

Die Flexibilität, mal eben so ein Wochenende weg, wenn ich jedes Mal in ein Hotel einchecken muss mache ich das nicht.... (das hat allerdings schon Kostengründe, ein Stellplatz oder Campingplatz ist eben doch günstiger)

Ich wollte auf Trials (seit dem wir unser Wohnmobil haben gab es keinen mehr, DANKE Corona) nicht mehr im Caddy schlafen, das ist im April bei eventuellen -5 Grad kein Spaß und geht nur mit Keramikheizlüfter.

Das ganze hat für uns, dadurch dass es einfach passt eher einen ideelen Wert, der so nicht in Zahlen zu fassen ist. Der Erholungswert, wenn man jenseits von Corona mal ebenso alle 14 Tage ein Wochenende da verbringt wo man wandern kann, in die Natur kann und einfach mal abschalten kann ist das für uns nicht bezahlbar!

Und 4 Wochen am Stück im Hotel? Never, nie, nein! Im Wohnmobil in den eigenen 4 Wänden, was mittlerweile halt doch auch ein zuhause ist schon! Am fremden Ort nach Hause kommen? UNBEZAHLBAR

Also genau genommen schon eine Investition, aber keine finanzielle... Finanziell sehe ich das eher als einen Totalschaden an *JOKINGLY*
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ivalo
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von ivalo »

Guten Morgen

Wir pflegen dieses Hobby seit Jahrzehnten und es hat uns viele Erlebnisse in Unabhängigkeit ermöglicht.
Investitionen sind für uns etwas anderes und daher nicht vergleichbar. Damit verdienen wir das Geld für ein ReiMo.

Unser jetziges Fahrzeug ist bereits 16 Jahre alt. Ein allfälliger Restwert ist bloss noch für die Erben interessant.
Es wird uns hoffentlich noch ein paar Jahre begleiten und vor oder nach Ostern werden wir damit wieder unterwegs sein.

Gruss Urs
Du lebst bedeutend ruhiger, wenn du nicht alles sagst, was du weisst und nicht alles glaubst, was du hörst.
Und über den Rest einfach nur lächelst.
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DerTobi1978
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von DerTobi1978 »

Trailwild hat geschrieben: Mo 8. Mär 2021, 06:40 Also an eine Investition haben wir beim Kauf unseres Wohnmobils sicher nicht gedacht, und ich glaube auch nicht, dass es das ist!

Es hat halt einfach entscheidende Vorteile für uns: Wir können Yari und Koda immer mitnehmen, müssen nicht mühsam eine Unterkunft suchen in der zwei (!) Hund erlaubt sind.

Die Flexibilität, mal eben so ein Wochenende weg, wenn ich jedes Mal in ein Hotel einchecken muss mache ich das nicht.... (das hat allerdings schon Kostengründe, ein Stellplatz oder Campingplatz ist eben doch günstiger)

Ich wollte auf Trials (seit dem wir unser Wohnmobil haben gab es keinen mehr, DANKE Corona) nicht mehr im Caddy schlafen, das ist im April bei eventuellen -5 Grad kein Spaß und geht nur mit Keramikheizlüfter.

Das ganze hat für uns, dadurch dass es einfach passt eher einen ideelen Wert, der so nicht in Zahlen zu fassen ist. Der Erholungswert, wenn man jenseits von Corona mal ebenso alle 14 Tage ein Wochenende da verbringt wo man wandern kann, in die Natur kann und einfach mal abschalten kann ist das für uns nicht bezahlbar!

Und 4 Wochen am Stück im Hotel? Never, nie, nein! Im Wohnmobil in den eigenen 4 Wänden, was mittlerweile halt doch auch ein zuhause ist schon! Am fremden Ort nach Hause kommen? UNBEZAHLBAR

Also genau genommen schon eine Investition, aber keine finanzielle... Finanziell sehe ich das eher als einen Totalschaden an *JOKINGLY*
Ich mache einfach von Annes schönem, treffenden Beitrag copy/paste. Streiche bei Hunden zwei und setze vier. :-)
Beste Grüße vom Niederrhein

Der Tobi

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Chief_U
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Chief_U »

DerTobi1978 hat geschrieben: Mo 8. Mär 2021, 07:53
Ich mache einfach von Annes schönem, treffenden Beitrag copy/paste. Streiche bei Hunden zwei und setze vier. :-)
Boah, vier Hunde im Wohnmobil ist schon sportlich! Da ist Konsequenz angesagt.
Bei uns ist es ähnlich. Mit unserem 80kg Ungeheuer, ähh doch nur 8,0kg, ist es einfach unkomplizierter mit dem Mobil, als immer geeignete Pensionen/Hotels zu suchen. Der Hund war nicht entscheidend, als wir uns 2009 das erste eigene Mobil zulegten, aber ein Pluspunkt pro Wohnmobil!
Mittlerweile fahren wir seit fünf Jahren die dritte Pappschachtel. Eine „Investionsrechnung“ machte ich noch nie auf. Ein Hobby rechnet sich finanziell selten. Dafür sind die Erlebnisse unbezahlbar!
;-)
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Viele Grüsse
Chief_U / Uwe
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Nikolena
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Nikolena »

Es wurde ja der Frage nachgegangen
ob die Anschaffungeines Campers über den reinen Freizeitspaß hinaus noch einen finanziellen Ertrag bringen kann.
Also einen Ertrag schon mal überhaupt nicht.

..... jedoch sieht die Bilanz des Werterhaltes ziemlich gut aus. Auch dann noch, wenn MaxMara die Umrechnung korrekt angewendet hätte.
Jedenfalls wenn man im Jahr Jahr 2001 angeschafft und in diesem Jahr abschaffen möchte. Also eigentlich eine Momentaufnahme zum bestmöglichen Zeitpunkt. Wie lang der Zeitpunkt „hält“ darüber lässt sich trefflich streiten. Persönlich sagt mein Bauchgefühl dass der Zenith in 2-3 Jahren überschritten ist und in Richtung Normalität (was immer das war oder ist) wandert. Der wesentliche Verlust wird mit der Unterhaltung produziert, was durch durch den Freizeitwert jedoch imaginär und für jeden subjektiv betrachtet kompensiert wird.

Als Wertanlage würde ich ein Womo deshalb nicht betrachten, und schon gar nicht kaufen, da gibts andere ohne den Grad der Unterhaltungskosten und Betriebsrisiken. Die Chance weniger Wertverlust „einzufahren“ als bei nahezu allen anderen Fahrzeugen allerdings hat ja schon einen angenehmen Randeffekt.

Wie Beat sehe ich es allerdings auch so, dass Womos über 3,5 t inbesondere mit den aktuellen Jahren ansteigend weniger nachgefragt werden und deshalb einen realtiven höheren Wertverlust haben werden, weil schlicht nicht genügend Kaufinteressenten „nachwachsen“.
Deshalb aber heute nicht das Womo zu kaufen, was am besten zu einem passt wäre wohl die größte Fehlinvestition, weil sie ab dem ersten Tag am meisten von dem kostet, um was es überhaupt geht: Freizeitwert!
Es grüßt der Wolfgang :-)

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max mara
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von max mara »

Ökonomische Überlegungen können bei Freizeitaktivitäten schnell zur Spaßbremse werden. Den finanziellen Aspekt ganz außer Acht lassen, gelingt langfristig kaum und da kann es durchaus beruhigend sein, was bei Promobil nachzulesen ist.

"Wer jedoch einen nach dem Fiat-Facelift 2003 gebauten (Knaus Sun Ti 650 Nachfolgemodell) Traveller sucht, um die Chancen auf eine grüne Umweltplakette zu verbessern, muss meist über 20.000 Euro ausgeben" (2016)
Trailwild hat geschrieben: Mo 8. Mär 2021, 06:40 Also genau genommen schon eine Investition, aber keine finanzielle... Finanziell sehe ich das eher als einen Totalschaden an
Beste Grüße Max
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nicehome
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von nicehome »

Vielleicht steckt hinter der Frage nach Rentabilität aber auch die Frage des Vergleichs mit anderen Urlaubsarten.

In unserem Fall rechnet sich unser Mobil im Vergleich mit einigen, nicht allen, anderen Urlaubsarten durchaus.

Für das Geld, das wir pro Jahr für unser Womo, den Betrieb und die darin verlebten Urlaubstage (zwischen 110 und 120 p/a) insgesamt ausgeben, könnten wir weder, auch nur annähernd so lange, ein ansprechendes Hotel buchen, ein Ferienhaus mieten, eine Kreuzfahrt machen, etc. etc. D.h. in diesem Vergleich ist das Womo für uns rentabel... *THUMBS UP*

Früher hatten wir etliche Jahre ein Ferienhaus in Ostfriesland. Das war natürlich, obwohl es nie vermietet wurde und nur für uns war, deutlich "rentabler", weil es eine "positive Wertentwicklung" hatte, wir also beim Verkauf deutlich mehr erzielt haben, als Jahre vorher beim Kauf. Rausgestellt hat sich das aber eben nur am Ende beim Verkauf, in den Jahren der Nutzung waren die Urlaubskosten und damit der Aufwand auch in etwa auf der Höhe der Womo-Jahreskosten. Das Ferienhaus war halt eine zusätzliche Spardose.

Tom
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akany
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von akany »

Interessant könnte auch eine andere Perspektive in der Anschauung der Eingangsfrage werden:

Bei welchem bzw. Welcher Art von Reisemobil wird das meiste Geld verbrannt? Also mal auf den reinen Wertverlust zwischen Kaufdatum und 20 Jahre später gerechnet?
Die Abschreibung mag zwar linear sein, aber der Wertverlust sicherlich nicht.

Da gibt es Mobile, die sind schon bei der Ausfahrt aus dem Hof des Verkäufers 20% weniger Wert... und Sone-Solche da ist das Gegenteil der Fall.

Es gab hier auch schon eine spannende Diskussion wo spekuliert wurde, dass nach 20 Jahren die Büchse nichts mehr wert sei.

Das interessante Resultat im Sinne des Eingangssatzes zum prozentualen Wertverlust wäre doch sicherlich auch, bei wie viel % liegt denn nun der Wert der jeweiligen Wohnklos nach 20 Jahren?

Die Niessmanns oder Varios erzielen sicherlich einen höheren prozentualen Wert als die Suns & Co?
Zuletzt waren wir ja bei einem Durchschnitt von mindestens 30% des ursprünglichen Kaufpreises angekommen, wenn ich mich recht erinnere?
Grüsse, Andreas
Henhamb
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Henhamb »

Hallo, meine persönliche Meinung zum Thema,
es wird sich niemals rechnen… !

- Ein Wohnmobil mit einer Lebendauer von vielleicht durchschnittlich 15 Jahren, das rechnet sich nie, es sei denn es wird ausreichend und intensiv genutzt, es dient als Wohnungsersatz.
- Man kann dabei eine Milchmädchenrechnung mit der Erfassung aller Kosten aufmachen und dem Kauf eine Anmietung gegenüberstellen, wird selbst dabei keine finale Antwort für sich finden!
- Sehr viele Wohnmobile stehen jedoch nur rum, verlieren dabei einfach nutzlos an Wert.
- Dem gegenüber darf man nicht die derzeit hohen Gebrauchtwagenpreise in Ansatz bringen, denn hierbei handelt es sich um eine künstlich aufgeblähte Blase, die Illusionen über das ultimative Abenteuer weckt momentan Begehrlichkeiten bei einer Käuferschicht, wobei hier der Corona-Effekt eine nicht unwesentliche Rolle spielt.
- Zu diesem jetzt herrschenden Hype kommt, dass die Infrastruktur nicht in gleichem Maße wächst und immer mehr gesetzliche Einschränkungen, sei es bei der Wahl des Übernachtungsplatzes, durch Einschränkungen wegen der Umwelt oder durch einen Wandel bei der möglichen Käuferschicht, die langfristig immer mehr mit dem kleinen Führerschein unterwegs sein wird, eintreten wird.
Dazu kommt, dass durch immerwährende Modernisierung bei Neufahrzeugen durch die Hersteller alte Fahrzeuge, Oldtimer irgendwann den Ansprüchen nicht mehr genügen.
- Mein persönliches Fazit: Große, schwere und eigentlich werthaltige Wohnmobile werden langfristig immer weniger Käufer finden, hier wird ein verstärkter Preisverfall durch ein Überangebot am Markt eintreten, wobei die kleineren Wohnmobile und die Kastenwägen bis 3,5 to dann die Masse bilden und sich vielleicht preislich noch einigermaßen behaupten können
- Auch hier wird jedoch eine mögliche Veränderung am Markt zu beachten sein, da solch kleine Reisemobile meist nicht familiengeeignet sind, auch dieses Segment an der Käuferschicht damit zunehmend kleiner werden wird.
- Es werden bei mobile.de derzeit noch rd. 2500 Neufahrzeuge mit Bj. 2020 und älter, Produktion/Modelljahr also max. Sommer 2020, angeboten, das ist 1/10 des Gesamtangebots, das für die Halde produziert wurde, spontan keinen Käufer gefunden hat. Darunter sind auch einige großkalibrige Reisemobile, Dickschiffe für über 500.000 €, für die es keine Stellplätze gibt, die sicherlich auch noch einem Käufer schmackhaft gemacht werden müssen.

Man kann bei einem Privatkauf eines Wohn- oder Reisemobils getrost von der Investition in ein Hobby ausgehen, ähnlich wie bei Segelbooten, die ein Großteil der Zeit nutzlos an einem Steg dümpeln, bis der stolze Eigner an einem schönen Wochenende wieder mal Zeit hat, um auf Deck zum Kaffeterinken einzuladen.…

Es grüßt Henhamb
Nikolena
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Nikolena »

akany hat geschrieben: Mo 8. Mär 2021, 12:00 Interessant könnte auch eine andere Perspektive in der Anschauung der Eingangsfrage werden:

Bei welchem bzw. Welcher Art von Reisemobil wird das meiste Geld verbrannt? Also mal auf den reinen Wertverlust zwischen Kaufdatum und 20 Jahre später gerechnet?
Die Abschreibung mag zwar linear sein, aber der Wertverlust sicherlich nicht.
Wenn abgeschrieben werden kann, brauchts ja keine 20 Jahre dazu. Fiskalisch betrachtet wird das Womo vielleicht schon nach 12 Jahren einen Wert von Euro 1,- erreichen können. Währenddessen zeigt sich ja der Werteverzehr bei einem unterstellten positiven Ertrag steuermindernd, anschließend schlägt die Steuer zu. Kann man dann mal rechnen.
Da gibt es Mobile, die sind schon bei der Ausfahrt aus dem Hof des Verkäufers 20% weniger Wert... und Sone-Solche da ist das Gegenteil der Fall.
Uninteressant, weil um diesen Verkaufszeitpunkt gehts ja gar nicht. Wenn der 20%ige Wertverlust 10 Jahre gehalten werden kann ist das egal.
Demzufolge sollte man den richtigen Zeitpunkt der Veräußerung kennen, wenn man das als Wertanlage betrachtet, was es problematisch macht. Wichtig dabei halte ich auch die Frage ob eine Neuanschaffung ansteht oder nicht. Die Fahrzeuge sind in den vergangen 20 Jahren inflationsbereinigt und durch Preiserhöhungen geschätzt um 50% teurer geworden.
...
Die Niessmanns oder Varios erzielen sicherlich einen höheren prozentualen Wert als die Suns & Co?
...
Hier glaube ich eher an das Gegenteil. Je höher der Kaufpreis, desto geringer die Nachfrage/der prozentual erzielbare Preis.
Es grüßt der Wolfgang :-)

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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Nikolena »

Henhamb hat geschrieben: Mo 8. Mär 2021, 12:13 Hallo, meine persönliche Meinung zum Thema,
es wird sich niemals rechnen… !
Wie definierst Du denn "sich rechnen" ? Ich hoffe nicht als kostenneutral oder gar rentabel.
- Ein Wohnmobil mit einer Lebendauer von vielleicht durchschnittlich 15 Jahren, das rechnet sich nie, es sei denn es wird ausreichend und intensiv genutzt, es dient als Wohnungsersatz.
Ok, das wird gemeint sein. Könnte rechnerisch passen.
- Man kann dabei eine Milchmädchenrechnung mit der Erfassung aller Kosten aufmachen und dem Kauf eine Anmietung gegenüberstellen, wird selbst dabei keine finale Antwort für sich finden!
Das wäre keine Milchmädchenrechnung, sondern die einzig korrekte, sofern man mit wechselnden Womos leben kann.
-Sehr viele Wohnmobile stehen jedoch nur rum, verlieren dabei einfach nutzlos an Wert.
Das Thema ist ja gerade die Größenordnung des Wertverlustes. Der Nutzen liegt in der permanenten Spontanverfügbarkeit.
- Dem gegenüber darf man nicht die derzeit hohen Gebrauchtwagenpreise in Ansatz bringen, denn hierbei handelt es sich um eine künstlich aufgeblähte Blase, die Illusionen über das ultimative Abenteuer weckt momentan Begehrlichkeiten bei einer Käuferschicht, wobei hier der Corona-Effekt eine nicht unwesentliche Rolle spielt.
Hier ist überhaupt nichts "künstlich" aufgebläht, vielmehr befinden wir uns in der Realität. Die Gründe für einen Werterhalt, der offenkundig herrscht, sind dabei irrelevant. Eine sogenannte Blase kannst Du auch bei Gold oder Silber haben. Interessant ist doch nur wie dick die Wandung ist. Die scheint mir bei Womos gerade sehr stabil zu sein.
- Zu diesem jetzt herrschenden Hype kommt, dass die Infrastruktur nicht in gleichem Maße wächst und immer mehr gesetzliche Einschränkungen, sei es bei der Wahl des Übernachtungsplatzes, durch Einschränkungen wegen der Umwelt oder durch einen Wandel bei der möglichen Käuferschicht, die langfristig immer mehr mit dem kleinen Führerschein unterwegs sein wird, eintreten wird.
Überdrüssigkeiten infolge mangelnder Stellplatzmöglichkeiten sind vorhersehbar, müssen sich für den Einzelnen aber erst einmal als störend genug und unlösbar erweisen. Auch hier tut bisher niemand präventiv sein Womo verkaufen, weil er jetzt schon gesichert weiß, dass er keinen Platz mehr dafür findet. Das Phänomen wird sich also -wenn überhaupt- über die kommenden Jahre zeigen.
Ältere Abgasstufen können durch Nachrüstung durch einen Partikelfilter auf einen genügend neueren Stand gebracht werden. Was das ZGG angeht stimme ich zu. Ist ja auch gerade bei Dir ein Thema, welches Dich wahrscheinlich in den von Dir beschriebenen Veräußerungsnachteil treiben wird.
Dazu kommt, dass durch immerwährende Modernisierung bei Neufahrzeugen durch die Hersteller alte Fahrzeuge, Oldtimer irgendwann den Ansprüchen nicht mehr genügen.
Das gilt ja immer. Ob Ansprüche genügen oder nicht zeigt die Nachfrage und das Angebot. Hier stehen gerade Autos mit 20 jahre alter Technik und Ausstattung in Rede, die ihren Wert mehr als passabel halten.
...
- Es werden bei mobile.de derzeit noch rd. 2500 Neufahrzeuge mit Bj. 2020 und älter, Produktion/Modelljahr also max. Sommer 2020, angeboten, das ist 1/10 des Gesamtangebots, das für die Halde produziert wurde, spontan keinen Käufer gefunden hat. Darunter sind auch einige großkalibrige Reisemobile, Dickschiffe für über 500.000 €, für die es keine Stellplätze gibt, die sicherlich auch noch einem Käufer schmackhaft gemacht werden müssen.
Wenn ich den Markt nicht ganz falsch einschätze, dann wird aktuelle überhaupt kein Womo auf Halde gebaut, dafür aber jede Menge Händlerbestellungen, die die Nachfrage nicht so schnell bedienen, wie sie geliefert werden können.
Man kann bei einem Privatkauf eines Wohn- oder Reisemobils getrost von der Investition in ein Hobby ausgehen, ähnlich wie bei Segelbooten, die ein Großteil der Zeit nutzlos an einem Steg dümpeln, bis der stolze Eigner an einem schönen Wochenende wieder mal Zeit hat, um auf Deck zum Kaffeterinken einzuladen.…
Ein Boot ist ein Groschengrab, bei diesem Vergleich ist das Womo dann eher eine Wertanlage.
Es grüßt der Wolfgang :-)

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akany
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von akany »

Nikolena hat geschrieben: Mo 8. Mär 2021, 12:56
akany hat geschrieben: Mo 8. Mär 2021, 12:00 ...Da gibt es Mobile, die sind schon bei der Ausfahrt aus dem Hof des Verkäufers 20% weniger Wert... und Sone-Solche da ist das Gegenteil der Fall.
Uninteressant, weil um diesen Verkaufszeitpunkt gehts ja gar nicht. Wenn der 20%ige Wertverlust 10 Jahre gehalten werden kann ist das egal.
Demzufolge sollte man den richtigen Zeitpunkt der Veräußerung kennen, wenn man das als Wertanlage betrachtet, was es problematisch macht. Wichtig dabei halte ich auch die Frage ob eine Neuanschaffung ansteht oder nicht. Die Fahrzeuge sind in den vergangen 20 Jahren inflationsbereinigt und durch Preiserhöhungen geschätzt um 50% teurer geworden.
...
Die Niessmanns oder Varios erzielen sicherlich einen höheren prozentualen Wert als die Suns & Co?
...
Hier glaube ich eher an das Gegenteil. Je höher der Kaufpreis, desto geringer die Nachfrage/der prozentual erzielbare Preis.

Was Du für "uninteressant" hältst, interessiert mich wenig bis gar nicht, wenn ich hier einen gedachten Chart über 20 Jahre mit mehren Kurven beschreibe, auf dem eine (buchhalterische, theoretische!!!) lineare Wertverlust-Line ist und dann eine, die Monat für Monat über 20 Jahre den realen Wertverlust zeigen kann.

Und das zählt auch für Deinen "Glauben" zu Kaufpreisen. Das kann dann eine dritte Linie sein.

Schreib doch einfach Deine Meinung ohne Zitat welches Du glaubst, in der Aussage korrigieren zu müssen.

Ich frage mich manchmal, was Deine Kommentare erst werden, wenn Du mal mehr als die aktuellen Null Komma Null Tage Erfahrung MIT Wohnmobil hast... ^^
Grüsse, Andreas
Nikolena
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Nikolena »

Schade dass du sehr schnell unsachlich und aggressiv reagierst. Ich wollte Dich gar nicht korrigieren oder angreifen, habe nur meine Einschätzung zu dem -20%-ab Hof-Beispiel erläutert. Und diese Bewertung ist eben nicht von Relevanz, wenn über den Erlös nach 20 Jahren diskutiert wird.

Meine mangelnde und Deine überragende Campererfahrung bringt in dieser Diskussion auch keinen Vorteil/Nachteil. Dieses Thema eignet sich deshalb auch nicht mich zu despektieren.

Aber zu der Frage, mit welchem Womo das meiste Geld verbrannt wird, würde ich sagen dass es die Exoten oder die kleinerer Hersteller sind.
Es grüßt der Wolfgang :-)

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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von max mara »

Eine Wohnmobilblase sehe ich auch nicht, wohl aber eine Hype bei bei den Freizeitfahrzeugen. Von einer Blase wäre zu sprechen, wenn gebrauchte Camper nach ein oder zwei Jahren über dem Neupreis angeboten würden.
Nikolena hat geschrieben: Mo 8. Mär 2021, 13:35 aktuelle überhaupt kein Womo auf Halde gebaut, dafür aber jede Menge Händlerbestellungen, die die Nachfrage nicht so schnell bedienen, wie sie geliefert werden können.
Kein namhafter Hersteller oder Ausbauer fertigt heute noch auf Vorrat. Schon seit Jahren sind alle noch am Markt befindlichen Firmen zu einer auftragsbezogenen Produktion übergegangen.

Im übrigen gilt das heute auch für den Bootsbau in Serienfertigung. Das Werftensterben der 90ziger Jahre wurde durch den Umstand ausgelöst, dass die Kapazitätsauslastung höchste Priorität hatte, die Boote aber noch nicht verkauft waren. Vorangegangen war ein gigantischen Boom und das Reservoir der Freizeitskipper schien unerschöpflich. Yachten wurden nach Jahren der Nutzung oft über Neupreis angeboten.

Eine ähnliche Entwicklung ist bei Reisemobilen -aus genanntem Grund- in absehbarer Zeit nicht zu erwarten.
Beste Grüße Max
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gerwulf
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von gerwulf »

Wir investieren in unsere Reiselust. In den Spaß Neues zu entdecken und uns vor Ort wohl zu fühlen.

Preis? - Geld ? - geht mir am A.. vorbei.

Das letzte Hemd hat keine Taschen !!!!!!!!!!!!!!!!


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DerTobi1978
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von DerTobi1978 »

Chief_U hat geschrieben: Mo 8. Mär 2021, 08:22
DerTobi1978 hat geschrieben: Mo 8. Mär 2021, 07:53
Ich mache einfach von Annes schönem, treffenden Beitrag copy/paste. Streiche bei Hunden zwei und setze vier. :-)
Boah, vier Hunde im Wohnmobil ist schon sportlich! Da ist Konsequenz angesagt.

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Wir haben vier Labbis und dafür unter dem Längsbett von innen bis in die Garage eine 200 x 70 cm Box.

Da wir aufgrund des fortschreitenden Alters unserer Kids selten komplett unterwegs sind und dann min. ein Hund daheim bleibt, passt das echt gut. Aber auch mit alle Mann an Board klappt das gut. Sind dann halt viel draußen.

Aber nen 80kg Hund ist auch nicht ohne... *SCRATCH*
Beste Grüße vom Niederrhein

Der Tobi

unterwegs mit Knaus LiveWave 700MEG 2020, 4400kg, 160 PS und Sack und Pack. :-)
rhino65
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von rhino65 »

Ich rechne anderst:

Kosten der ersten Uebernachtung mit dem neuen Wohnmobil = Kaufspreis des Wohnmobils + Uebernachtungskosten
DANN IST DAS WOHNMOBIL BEREITS AMORTISIERT.

So musst Du anschliessend nur noch die jährlichen Betriebs- und Unterhaltskosten rechnen und kannst Dein Wohnmobil ohne schlechtes Gewissen geniessen.

Beste Grüsse Martin
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von max mara »

Tobi, mag ja sein, dass Dich der Theard nicht interessiert, aber die Reminiszenzen zu Deinen "Kids" (Hunden) passen nicht zum Thema.
Beste Grüße Max
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Trailwild
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Trailwild »

rhino65 hat geschrieben: Di 9. Mär 2021, 08:17 Ich rechne anderst:

Kosten der ersten Uebernachtung mit dem neuen Wohnmobil = Kaufspreis des Wohnmobils + Uebernachtungskosten
DANN IST DAS WOHNMOBIL BEREITS AMORTISIERT.

So musst Du anschliessend nur noch die jährlichen Betriebs- und Unterhaltskosten rechnen und kannst Dein Wohnmobil ohne schlechtes Gewissen geniessen.

Beste Grüsse Martin
Auch ne Möglichkeit *2THUMBS UP*

Ich will gar nicht wissen wie hoch die Kosten im Jahr so alles in allem inklusive der Anschaffung sind. Wir haben uns da ein Stück Luxus und Freiheit gegönnt, wenn auch viele sagen das mit der Freiheit ist so nicht mehr. Ich weiß nicht wies früher war, aber bisher konnten wir nicht klagen, sind aber eh nicht so die, welche die Hotspots aufsuchen.

Man muss es wollen, Urlaub ist nun mal immer ein Minusgeschäft.... wenn ich 10000 Ocken für eine Kreuzfahrt auf den Tisch lege sind die 16 TAge auch irgendwann rum und das Geld ist weg. So what? 8 Kreuzfahrten sind ein Wohnmobil....
Man kann und sollte bei Urlaub einfach nicht von finanzieller Investition reden, dann ist es kein Urlaub mehr.
max mara
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von max mara »

Klar, dass sich die Anschaffung eines Reisemobils kaum finanziell rechnen kann. Muss sie auch nicht, wenn durch den Kauf eines Campers der Weg zur individuellen Feriengestaltungsmöglichkeit frei wird. Die Unabhängigkeit von restriktiven Reiseterminplänen steigert den Erholungswert der Freizeit um Klassen. Bei Berufstätigen trägt die Nutzung des eigenen Reisemobils zur WORK-LIFE-Belance bei.
Trailwild hat geschrieben: Di 9. Mär 2021, 08:52 Man kann und sollte bei Urlaub einfach nicht von finanzieller Investition reden
Im SPIEGEL-Beitag geht es um eine Antwort auf die Frage nach dem Schnittpunkt, ab dem die Ausgaben für Reisen mit dem eigenen Camper die günstigste Urlaubsalternative ist. Hervorzuheben bleibt, dass sich die Autorin bemüht nur Vergleichbares gegenüber zu stellen. Das Resultat der Gegenüberstellungen ist eindeutig. Für Viel- und Langzeitreisende, die ihr Fahrzeug mehr als 50 Tage in Jahr nutzen, rechnet sich die Investition in ein eigenes Reisemobil.
Beste Grüße Max
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Felisor
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Felisor »

max mara hat geschrieben: Di 9. Mär 2021, 14:57 Für Viel- und Langzeitreisende, die ihr Fahrzeug mehr als 50 Tage in Jahr nutzen, rechnet sich die Investition in ein eigenes Reisemobil.
Man muss auch noch sehen, dass man durch das eigene Mobil auch flexibler wird und daher ohnehin schon öfter als mit dem Mietmobil verreist oder in eine Ferienwohnung zieht. Das eigene Mobil steht ja fertig "aufmunitioniert" im Hof (oder in der Scheune oder sonstwo) und kann in kurzer Zeit einsatzbereit gemacht werden. Beim Mietmobil muss ich erst mal zum Vermieter fahren, das Fahrzeug holen, daheim dann von der Gabel bis zur Bettdecke alles einräumen. Vorausgesetzt, ich hab rechtzeitig gebucht. Erst dann kann man losfahren. Und am Ende dann alles wieder rückwärts inkl. Endreinigung und dem Hoffen, dass der Vermieter nicht die Macken findet, die man irgendwo ins Mobiliar gehauen hat. Das eigene Mobil saugt man mal schnell durch, leert die Tanks und stellt es wieder ins Carport. Diese Freiheit ist auch was wert und bietet sicher deutlich mehr Erholungswert, der sich aber nur schlecht finanziell beziffern lässt.
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Frank1965
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Frank1965 »

Das kann man sich auch passend rechnen.
Wenn ich mir 3 Monate ein Ferienhaus miete, oder 12 Wochen "all in" in einem Luxushotel außerhalb der Hauptsaison buche, hinken die 50 Tage im Mobil nach.

Ich finde schon dass man von einer Investition reden kann. Man muss es nur wollen und so sehen.
Ich bin jahrzehnte fast täglich im Gebrauchtsektor unterwegs, dehalb lese ich u.a. oft von privat vermieten. Sowohl als ob von beiden Parteien.
Die Suchenden und die Anbieter. Man macht auch keinen halt, seinen Caddy mit Holzbritsche für 40 €/Tag anzubieten......

Das Ziel wird sein, seine Kosten und vermutlich einen Gewinn zu erzielen. Das steuerliche lassen wir mal außen vor.

Auch die Suche nach billigen Mobilen ist unerschöpflich. Man möchte reisen, und dann das Teil wieder fürs gleiche Geld danach verkaufen.

Ob das 2041 noch so sein wird, kann und will ich nicht einschätzen. Vermutlich nicht, weil die Masse der Menschen dass nicht mehr zahlen kann.
Meine persl. Bilanz aller meiner Campinfahrzeuge in 30 Jahren ist im Plus.
Mit freundlichen Grüßen Frank
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von max mara »

Der Reisemobilmarkt expandiert. Probleme der PKW-Händler, die beim Verkauf von Neuwagens oft hochwertige, auf dem Markt nur schwer absetzbare, gerauchte in Zahlung nehmen müssen, sind in der Camperbranche kein Thema. Gepflegte Fahrzeuge mit nicht allzu hoher Kilometerleistung werden den Reisemobilhändler zur Zeit aus der Hand gerissen. Kaum einen Verkäufer drückt der Schuh, weil bei ihm zu viele Gebrauchtmobile auf dem Hof stehen.
Frank1965 hat geschrieben: Di 9. Mär 2021, 16:45 Das Ziel wird sein, seine Kosten und vermutlich einen Gewinn zu erzielen. Das steuerliche lassen wir mal außen vor.
Auch die Suche nach billigen Mobilen ist unerschöpflich. Man möchte reisen, und dann das Teil wieder fürs gleiche Geld danach verkaufen.
Auch wenn der klassiche Arbitragehandel, d.h. Ausnutzung von Preisunterschieden an verschiedenen Orten, durch das Internet erschwert wird, stimme ich Frank zu. Im boomenden Reisemobilsektor lassen sich durch etwas Verhandlungsgeschick Verluste in Grenzen halten. Vielleicht werden Anno 2041 die zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts, als das "Goldene Jahrzehnt der Reisemobile" bezeichnet werden.
Beste Grüße Max
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Henhamb »

Hallo,

zu der Frage, ob sich die Investition in ein Wohnmobil "rechnet" ein Beitrag zum Marktgeschehen von Jürgen Rode Womo.blog



Gruß
Henhamb
Nikolena
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Nikolena »

Jürgen ist ja als User Omniro auch Forist im RMT.

Ich habe seinen YouTube Kanal abonniert und schaue mir seine Videos mit Interesse an. Die meisten zumindest.

Wenn auch für meinen Geschmack teils etwas zu aufgeregt stellenweise fast „hysterisch“ rübergebracht stecken interessante Ansätze in seiner Betrachtung.

Man wird sehen.....
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max mara
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von max mara »

Auch wenn man der Markteinschätzung von Henhamb nicht in allen Punkten zustimmt, so denke ich Nikolena hat mit der Aussage recht.
Nikolena hat geschrieben: Mo 15. Mär 2021, 07:58 stecken interessante Ansätze in seiner Betrachtung.
Eine Verstetigung der Nachfrage ist auch vom Ausbau der Infrastruktur abhängig. Angebotsorientiert betrachtet bedeutet es, dass mehr Stell- und Campingplätze mit einer verbesserten Ausstattung, ein erweitertes, kundenfreundliches Händlernetz und weniger gesetzgeberische Reglementierung, zu einer weiteren Expansion bei den Zulassungen der Reisemobile führen dürfte.

Einen Wendepunkt zur Marktsättigung sehe ich zur Zeit nicht. Unter anderem aus folgenden Gründen, wie ich glaube:

1. Reise- und Urlaubsverhaltensänderungen hin zum Camping sind seit Jahren erkennbar, Corona verstärkt den Trend.
2. Die geburtsstarken Jahrgänge (55-65?) sind rentennah und es treten viel mehr AN pro Jahr in den Ruhestand.
3. Günstige Finanzierungsmöglichkeiten für ein breites Angebot an ausgereifen, komfortablen Reisemobilen bietet der Markt.
4. Reiseziele in ganz Europa und darüber hinaus, sind mit den Reisemobilen mittlerweile erreichbar.
5. Flexibilität einer alternden Gesellschaft und der Wunsch nach naturnahem Aufenthalt.

Die Aussage zur Produktion von Reisemobilen für die Händlerhöfe stimmt nicht. Alle namhalten Hersteller fertigen fast ausschließlich auftragsabhängig. Das führt zu Lieferfristen und macht im ungüstigen Fall Preisanhebungen möglich. Von inflationären Tendenzen bei den Reisemobilpreise sind wir aber noch entfernt, denke ich. Ein preistreibender Boom mit den vielen negativen Begleiterscheinungen kann aber für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden.
Beste Grüße Max
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Nikolena »

An eine strikt Endkunden-auftragsbezogene Fertigung glaube ich nicht, wenn dieser nicht die deutlich längere Lieferzeit duldet. Vielmehr werden die Händler, der ja der Kunde des Herstellers ist, schon den Großteil der Reimos ohne Kunden vorbestellen und dabei die relevanten Pakete und spezifische, aber gängige Einzeloptionen konfigurieren um die Lieferzeit kürzer zu halten.

Im frühen Zeitpunkt der Vermarktung können dann subjektive Kundenwünsche noch berücksichtigt werden. Viel später natürlich noch beim Aufbau, beim Basisfahrzeug durch den Vorlauf seltener.

War bei uns genau so.
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von max mara »

Eine strikt Endkunden-auftragsbezogene Fertigung bringt nicht zumutbare Lieferzeiten für den Reimokäufer. Die würden dann unter Umständen zur Konkurrenz abwandern. Im Gegensatz zur Einzelfertigung gehen Händler bei in Serie gefertigten Reimos von einer bestimmten Anzahl absetzbarer Fahrzeuge in den einzelnen Kategorien aus.
Nikolena hat geschrieben: Mo 15. Mär 2021, 12:52 Vielmehr werden die Händler, der ja der Kunde des Herstellers ist, schon den Großteil der Reimos ohne Kunden vorbestellen und dabei die relevanten Pakete und spezifische, aber gängige Einzeloptionen konfigurieren um die Lieferzeit kürzer zu halten.
Ein anderes Verfahren ist kaum praktikabel. Die Ausbauer müssen die Basisfahrzeuge und alle Einbauteile ja auch bei den Herstellern disponieren.
Nikolena hat geschrieben: Mo 15. Mär 2021, 12:52 Im frühen Zeitpunkt der Vermarktung können dann subjektive Kundenwünsche noch berücksichtigt werden
Die gewünschte Anzahl Ducato hatte Hymer bereits bei Fiat bestellt, bevor wir den Kaufvertrag für unseren Yosemite unterschrieben hatten. Die Information der Wahl einer Auslieferung mit 4t-Fahrwerk konnte dann später erfolgen. Stark arbeitsteilige Produktionen, wie sie bei Reimos üblich sind, können nur verzahnt terminiert funktionieren. Eingespielte Verfahren helfen Durchlaufzeiten zu minimieren.
Beste Grüße Max
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Frank1965
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Frank1965 »

Auf jeden Fall versuchen viele sich eine Scheibe der Nachfrage abzuschneiden.
Ein Oppel und Fiathändler bei uns hier, ist jetzt Dethleffs Händler geworden. Und schwups stehen da 15 Wohnwägen und Mobile.

Das hatte der schon einmal vor einigen Jahren gestartet.
Mit freundlichen Grüßen Frank
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Nikolena »

Hoppmann ? Habe ich auch am Samstag beim Vorbeifahren gesehen, Detlefs habe ich zwar nicht identifizieren können. Interessant. Den hatte ich auch schon für mich als Ducato-Service ausgewählt. Dann kann er wmgl. sogar noch weitere Dienstleistungen am Aufbau erbringen.

Man sieht, dass die Hersteller ihre Vetriebskanäle erweitern, weil die aktuellen Händler auch im Service oft nicht nachkommen. Fiat Professional-Händler gehören dann zur ersten Anlaufstelle, nachdem weiße Flecken auf der Gebietskarte ausgemacht wurden.

Insgesamt ja eine logische und gute Konsequenz.
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von max mara »

Konkurrenz belebt das Geschäft. Fiat Wolters, der niederrheinische Professional-Riese ist mit dem Vertrieb von Laika Reisemobilen in den expandierenden Markt eingestiegen. Damit hat Gelderland-Mobile einen erst zu nehmenden Konkurrenten bekommen, zumindest was die zur Hymer-Gruppe gehörende Marke betrifft. Damit ist zwischen Kleve und M.-Gladbach eine Reisemobilverkauf- und Vermietungsmonopolbildung für Laikamobile verhindert.
Nikolena hat geschrieben: Mo 15. Mär 2021, 16:19 Detlefs habe ich zwar nicht identifizieren können. Interessant. Den hatte ich auch schon für mich als Ducato-Service ausgewähl
Eine Entwicklung ist hier zu beobachten, die nicht singulär am linken Niederrhein stattfindet. Was spricht gegen Verkauf, Service, Wartung und Inspektionen aus einer Hand?
Beste Grüße Max
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Nikolena »

Da spricht erst mal nix gegen. Es bleibt abzuwarten wie ernst man den Kunden über den Verkauf hinaus nimmt und welche Qualität die Dienstleistung auf Dauer hat. Also letztlich wieder eine Frage des Personals.

Ich nehme an, dass die Margen gegenüber dem angestammten PKW/LKWgeschäft deutlich attraktiver sind. Nur am Rande wird man das Womogeschäft aber nicht betreiben können. Das werden auch die begehrten Verträge mit dem Markengeber, die man erst mal bekommen muss, vorsehen.

Ich finde es auf jeden Fall gut.
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von max mara »

Das sehe ich auch so. Es gibt für mich keinen Grund nach Ablauf der 2jährigen Garantie bei meinen Verkäufer aufzukreuzen. Fiat Wolters ist aber sehr interessiert mich als Kunde zu gewinnen. Haben wir hier eine Entwicklung, in der ein neuer Trend, zu "alles aus einer Hand" erkennbar ist?
Beste Grüße Max
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Nikolena »

Wird OT.....anderes Thema
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Frank1965
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Frank1965 »

Nikolena hat geschrieben: Mo 15. Mär 2021, 18:32 Wird OT.....anderes Thema
Möchte trotzdem kurz antworten.
Ein Händler der in dem Wohnmobilsektor mal mehr,... mal weniger/nicht aktiv ist, hat nicht mein Vertrauen.
Ich möchte als normaler Kunde (nicht ich, mit eigener Werkstatt) auch wissen, werde ich dort die nächsten Jahre noch bei Aufbau Problemen bedient werden. Ist dort überhaupt Jemand der dass richtig gelernt hat?
Soweit denkt aber vermutlich keiner.

Wir haben hier im Siegerland vermtl. nicht die Nachfrage. Wie oft ist der Blume schon "umgezogen"? Oder damals Allradcenter Siegerland. Wohnmobile Meier Weidefeld und Olpe. Von Null auf 300 Mobile und 2 rießige Verkaufsopjekte..... = Pleite.

Dann hat kurzfristig Verkaufanhänger Hoffmann( 3 x Insolvenz in den letzten Jahren) Hymer vertrieben. Dort habe ich damals aus der Konkursmasse einen S 520 gekauft. Der stand 3 Jahre im Regen.....

Damals der Fiathändler in Kaan MArienborn. Konnte an meinem B 644 keine inspektion machen. Die Hallentore waren nicht hoch genug. Ein damalige Fiatniederlassung neu gebaut!!!! Kurz darauf Pleite.
Mit freundlichen Grüßen Frank
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Nikolena »

Frank1965 hat geschrieben: Di 16. Mär 2021, 11:13 ...
Ein Händler der in dem Wohnmobilsektor mal mehr,... mal weniger/nicht aktiv ist, hat nicht mein Vertrauen.
...
Ich kenne die Historie von Hoppmann in der Womobranche nicht. Deine Skepsis ist sicher berechtigt, aber man muss halt sehen wie sich das entwickelt. Eine Chance hat er sicher verdient, das ist ja keine Pommesbude. Da legt ja ein Fiat-Professional Händler erst mal einen soliden und vielversprechenden Start hin. Die Hersteller müssen auch reagieren, auf Lieferzeiten und auch auf Service-Wartezeiten.

Ganz grundsätzlich sind wir hier im Siegerland aber wirklich ein weißer Fleck, was die Dichte an Womoangebot- oder auch Service angeht. In N´fischbach gibts noch Laika und Sunlight.
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AndiEh
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von AndiEh »

Hier mal ein Beitrag von BR24 zum Thema Mieten oder Kaufen, oder beides.... "Ob kaufen oder mieten: Wohnmobil-Branche boomt dank Corona"

Gruß
Andi
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Frank1965
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Frank1965 »

Moin,

ja man möchte sogar sein 27 JAhre altes "Schätzchen" für 57 €/Tag vermieten. Im TV kam gestern auch eine Reportage. Junge Familie mit WW kaufen, aufarbeiten und die erste Urlaube....

Im Kleinanzeiger häufen sich die Annoncen mit dem Zusatz" bitte nur solvente Käufer melden" o. " wir mussten wieder einstellen, weil der vermeindliche Käufer kein Geld hatte o.s.ähnl."!
Mit freundlichen Grüßen Frank
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Chief_U
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Chief_U »

Frank1965 hat geschrieben: Sa 20. Mär 2021, 08:58 Moin,


Im Kleinanzeiger häufen sich die Annoncen mit dem Zusatz" bitte nur solvente Käufer melden" o. " wir mussten wieder einstellen, weil der vermeindliche Käufer kein Geld hatte o.s.ähnl."!
Da werden auch genügend Fahrzeuge dabei sein, die sich bei der Abholung als komplette Vollrestaurierungsobjekte rausstellen.Wenn der vermeintliche Käufer die Aussichtslosigkeit für sich sieht und den Kauf abbricht, sucht der Verkäufer nach "dubiosen" Ausreden.
;-)
Viele Grüsse
Chief_U / Uwe
PhoeniX RSL 7100 auf Mercedes Sprinter 516 CDI, Länge: 7,70m, Höhe: 3,60m, zgG: 5,3to
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Frank1965 »

Jain, teils sind das Fahrzeuge die ich auch direkt gekauft hätte. Sicherlich auch ein 5000 € Schnäppchen, aber die so um die 30 t € liegen sind soweit top. I.d.R. sind die auch direkt wieder verkauft.
Mit freundlichen Grüßen Frank
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von heinz1 »

Der Trend geht zum Selbstausbau, auch und besonders, wenn man keine Ahnung hat :-)

Neulich war ein junges Pärchen im TV, das sich einen Kasten selbst ausgebaut hat. Mit Querbett und ohne Klo ! Für IHN war das Bett zu kurz, so dass er sich nicht ausstrecken konnte. Und IHR fehlte schon am ersten Morgen auf einem Parkplatz das Klo, und sie musste sich ihren Stuhlgang erstmal verkneifen.

Trotzdem waren beide guter Dinge und sogar fest entschlossen, das Campingleben noch weiter auszudehnen.
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Frank1965
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Re: Reisemobilkauf: Eine Investition, die sich (20 Jahre) rechnet?

Beitrag von Frank1965 »

heinz1 hat geschrieben: Sa 20. Mär 2021, 12:56 Der Trend geht zum Selbstausbau, auch und besonders, wenn man keine Ahnung hat :-)

Neulich war ein junges Pärchen im TV, das sich einen Kasten selbst ausgebaut hat. Mit Querbett und ohne Klo ! Für IHN war das Bett zu kurz, so dass er sich nicht ausstrecken konnte.
Moin Heinz,.....sorry ... diese Vorlage muss ich nehmen. :duw:

In jungen Jahren ist dass ausstrecken des ganzen Körpers zu vernachlässigen. Alles andere muss sich komplett ausfahren lassen........ *ROFL* *ROFL* :Ironie:
Mit freundlichen Grüßen Frank
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