Mit dem Reisemobil unterwegs in Afrika

Gulag
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Mit dem Reisemobil unterwegs in Afrika

#761

Beitrag von Gulag »

Ich war dutzende Male ohne Visum in Namibia. Mit dem Fernbus von Cape Town nach Windhoek über Nacht gefahren.
Die Namibier werden es an den schwindenden Touristemeinkünften merken, daß sie sich in's eigene Fleisch schneiden mit solchen unüberlegten Maßnahmen.

Diese Busse fahren in alle Richtungen:

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Die Einigung Europas gleicht dem Versuch, ein Omlett zu machen, ohne die Eier kaputt zu schlagen. [Paul Lacroix]
Beni
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Re: Mit dem Reisemobil unterwegs in Afrika

#762

Beitrag von Beni »

Sind Goldbarren hinten im Anhänger? *LOL*
Viele Grüße
Beni

Benimar Cocoon 468 Deluxe
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Billy1707
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Re: Mit dem Reisemobil unterwegs in Afrika

#763

Beitrag von Billy1707 »

Beni hat geschrieben: Do 13. Mär 2025, 22:32
Sind Goldbarren hinten im Anhänger? *LOL*
Nein Beni,
Goldbarren sicher nicht.

Die Jungs wissen aber schon warum sie den Gepäckanhänger
sichern wie Fort Knox.
In aller Regel wird bei Dunkelheit auch nicht an roten Ampeln angehalten.
Grüße Billy *HI*

YOLO ! Unterwegs mit dem Frankia A 680 +
Ebi
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Re: Mit dem Reisemobil unterwegs in Afrika

#764

Beitrag von Ebi »

Nach langer Zeit mal wieder ein paar Eindrücke, diesmal aus der Kalahari.

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Schöne Grüße
Ebi
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Lucky10
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Re: Mit dem Reisemobil unterwegs in Afrika

#765

Beitrag von Lucky10 »

Ebi hat geschrieben: Do 19. Feb 2026, 15:09
Nach langer Zeit mal wieder ein paar Eindrücke
Schön, von Dir wieder zu hören; war ja aber auch an der Zeit. *THUMBS UP*
*HI*
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Ebi
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Re: Mit dem Reisemobil unterwegs in Afrika

#766

Beitrag von Ebi »

Und noch ein kleines Video:

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Schöne Grüße
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Re: Mit dem Reisemobil unterwegs in Afrika

#767

Beitrag von Ebi »

Super aktuell: Standort ist gerade Yzerfontein, nördlich von Kapstadt.

Schönes Camp, direkt am tollen Strand.


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Andere Länder, andere Sportarten. Beim Rolbalklub ist allabendlich ordentlich was los. Die Kugeln sind recht groß und eigentlich keine Kugeln, weil sie nicht rund sind.


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Es gibt niemanden, der / die nicht gerade am Spiel teilnimmt, ohne Bier oder Wein in der Hand. Geraucht wird auch, Tabak ist da aber nicht nur drin.
Schöne Grüße
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Re: Mit dem Reisemobil unterwegs in Afrika

#768

Beitrag von Ebi »

Nicht wundern, sind im Moment 1 Stunde voraus. Meine Frau ist 2 Wochen in Deutschland, ich warte am Kap und hab, weil es wenige Ortswechsel gibt, gerade Zeit.

Ich füge hier nach und nach ein paar Camps ein, die uns unterwegs ziemlich gefallen haben.

Ein Campingplatz im Weinland, Franschoek. Auf Farmen ist es immer nett, das war aber schon besonders.


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Um uns herum liefen allerlei Antilopen und eben Zebras. Sie kamen von sich aus bis auf 2 m heran, lassen sich aber nicht streicheln.


Kalahari Game Farm


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In einem Flussbett, jeder Platz vom nächsten 200 m weg, jeder Platz mit eigener Dusche / Toilette und, echter Luxus, Schatten. Kein Zaun, es springen unendlich viele Tiere um einen herum. Es wird jedoch auch eindringlich vor Schlangen und Skorpionen gewarnt. Skorpione lassen sich mit Schwarzlichttaschenlampe bestens sichtbar machen. Nachts natürlich nur, tagsüber muss man halt aufpassen.


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An einer Salzpfanne

Den Namen hab ich vergessen. Dazu musste die Pfanne überquert werden. Nachdem bei einem Freund der Boden nachgegeben hat und er erst nach Tagen von einem Bagger befreit werden konnte, war etwas Kitzel dabei. Sind halt existierenden Spuren nachgefahren.


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Glambing gibt es auch.


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Jeder Platz mit kompletter Küche etc. pp. Haben dort auf Freunde gewartet. Sie hätten sogar mit dem Helikopter einschweben können.


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In den Cederbergen, Jamaka Organic Farm.

Die Cederberge sind eine phantastische Region für Wanderer. Von möglicherweise beunruhigenden Schildern darf man sich nicht beeindrucken lassen, es passiert nichts.


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Ende dieses Themas.

Schöne Grüße
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Re: Mit dem Reisemobil unterwegs in Afrika

#769

Beitrag von Ebi »

Cederberge - noch ein paar bewegte Bilder

Da, wo man hin möchte, ist nur Piste, manchmal gut, manchmal grottenschlecht. „Normale“ europäische Touristen, die nur 2-3 Wochen im Land sind, kommen eher nicht hierher. Gardenroute / Krüger, das sind die Ziele.

Wir mussten leider etwas früher los, Regen war angesagt. Das Mietmobil unserer Freunde hätte da nicht mal hinfahren dürfen. Kein 4x4, Reifen ziemlich runter, wir haben lieber das Weite gesucht.

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Ich bitte die wiederkehrende Musik zu entschuldigen, hab nur wenig, was gemafrei ist.
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Re: Mit dem Reisemobil unterwegs in Afrika

#770

Beitrag von Ebi »

Zum Feierabend noch meine 2 Lieblingsbilder der bisherigen Reise.

Wenn es am Arm krabbelt, ist man versucht, reflexartig was auch immer wegzuwischen. Mach ich nicht mehr, gebissen oder gestochen hat noch nichts. Und so kommt man zu einem Foto einer kleinen Gottesanbeterin.


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Über den Weg und auf die Hand gelaufen. Wenn sie entspannt sind und nicht Tarnfarbe annehmen müssen, sind sie wunderwunderschön. Noch nie durften wir solch ein Tier in dieser Farbenpracht bewundern.


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Re: Mit dem Reisemobil unterwegs in Afrika

#771

Beitrag von Ebi »

—- Nur anschauen, wenn ihr über 18 seid —-

Das Weinland am Kap, Wein gibt es auch, es bietet jedoch wesentlich mehr. Der kleine Clip ist etwas alkohollastig geworden, es sind Besuche bei Herstellern von Wein, Whisky, Brandy und Gin. Alles ist von durchweg allerbester Qualität, den Böden, dem Klima und den Menschen ist es zu verdanken.

KWV: ein echtes optisches Highlight! Der Keller, in dem Wein und Brandy reifen, ist ungefähr 22 Hektar groß. Bilder vom Essen könnte man auch machen, so ziemlich jedes Weingut verfügt über eine vorzügliche Küche und, was für Deutsche wichtig ist, ab und zu über eine Bäckerei.

Wandern und in die Wanderung etwas Wein einbauen, das kann man ne Weile aushalten. Gereist wird in 10 Tagen wieder.

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Masure49
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Re: Mit dem Reisemobil unterwegs in Afrika

#772

Beitrag von Masure49 »

Danke Ebi für Deine schönen Clips, Bilder und Reiseberichte. *2THUMBS UP*
Ich schaue jeden von ihnen sehr gerne an, auch wenn ich ich es manchmal versäume, ein Danke Smiley drunter zu setzen, erinnern sie mich doch an unsere diversen Reisen nach Namibia und Südafrika, privat und beruflich.
Die Musik, mit der Du Deine Clips unterlegst, finde ich sehr angenehm.Machst Dir bestimmt sehr viel Arbeit und Mühe damit. *2THUMBS UP*
Wir haben uns damals diverse CDs aus Südafrika mitgebracht, sind allerdings völlig anderer Art, sie erinnern stark an Reaggae.
Bin schon gespannt und freue mich auf Deine weiteren Berichte.
Wolltest Du nicht demnächst übersetzen nach Südamerika?
Da werden bei mir bestimmt auch viele Erinnerungen geweckt werden, denn da haben wir mit 3 Reisen nach Peru, Chile und Argentinien von oben bis unten in den Anfang der 2000er Jahre auch vieles sehen dürfen. Brasilien nur die Iguazu Wasserfälle.
Leider haben wir keine digitalen Fotos, sondern nur lauter Dias von unseren damaligen Reisen, weshalb ich hier keine einstellen kann.Sie digitalisieren zu lassen ist mir zu teuer, es selber zu machen bin ich zu faul. Und schlussendlich landet eh alles früher oder später, wenn wir nicht mehr da sind, im Container, denn dann ist niemand mehr da, den es noch interessieren könnte.
Nimm Dir Zeit für Deine Freunde,
sonst nimmt die Zeit Dir Deine Freunde.

TI Dethleffs Advantage T 6701 All Inn, < 4,25 t, EZ.03.2014, 148 PS mit Comfortmatik, 120 l Dieseltank, ALDE Heizung.
LG
Peter
*BYE*
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Re: Mit dem Reisemobil unterwegs in Afrika

#773

Beitrag von Ebi »

Südamerika passt nicht so recht zu unseren Gewohnheiten. Testtrip war Ecuador mit Galapagos, Peru, Brasilien, Argentinien, Bolivien. Vor 1 1/2 Jahren haben wir noch Chile angeschaut. Ist besser für Langzeitreisende, die Distanzen sind für uns zu groß. Und die Hotspots, die wir besucht haben, waren grässlich überlaufen. Haben was gesehen, war schön, aber das war es dann.
Schöne Grüße
Ebi
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Weitreisender
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Re: Mit dem Reisemobil unterwegs in Afrika

#774

Beitrag von Weitreisender »

Wenn Du möchtest, stelle ich Dir gerne unseren Polarsteps Track von Südamerika zur Verfügung. Hotspots gibt es auch, aber recht wenige - Macchu Picchu gehört definitiv dazu, ist aber auch ein Muß.
Ansonsten nicht wirklich viele. Wir fanden Südamerika hochgradig gut.

Südafrika, Namibia Botswana, steht bei uns in 2 - 3 Jahren auf dem Zettel, wahrscheinlich muß da unser erprobter 2x4 Ducato noch mal ran *2THUMBS UP*

Gruß
Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.

Albert Einstein


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Re: Mit dem Reisemobil unterwegs in Afrika

#775

Beitrag von Ebi »

Danke, aber das ist für uns nun erledigt.

Waren in der magischen Stätte natürlich auch, das war wunderschön. Aber wenn ich in Einbahnstraße durchgeschoben werde, bekomme ich ne Vollmeise. Toilette gab es es auch keine, dazu musste man raus. Einmal draußen, kam man nicht mehr rein, also musste man strategisch trinken. Nix mehr für uns.
Schöne Grüße
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Re: Mit dem Reisemobil unterwegs in Afrika

#776

Beitrag von Ebi »

Highlight, das möchte ich kurz verkünden. Treffe am Donnerstag erstmalig jemanden aus dem Forum, ich freue mich drauf. 😁
Schöne Grüße
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Re: Mit dem Reisemobil unterwegs in Afrika

#777

Beitrag von Sprinterteufel »

Ebi hat geschrieben: So 22. Feb 2026, 16:30
Südamerika passt nicht so recht zu unseren Gewohnheiten. Testtrip war Ecuador mit Galapagos, Peru, Brasilien, Argentinien, Bolivien. Vor 1 1/2 Jahren haben wir noch Chile angeschaut. Ist besser für Langzeitreisende, die Distanzen sind für uns zu groß. Und die Hotspots, die wir besucht haben, waren grässlich überlaufen. Haben was gesehen, war schön, aber das war es dann.
Darf ich fragen um welche Gewohnheiten es geht?

Was sind sogenannte Testtrips?

Hotspots überlaufen... bitte ein paar Details... welche...

Ich frage deshalb weil wir 5 Jahre auf der Panamericana unterwegs waren und möchte verstehen warum diese negative Einstellung.

Hotspots in Afrika, z.B. Krüger Park, Victoria Fälle, Okavango Delta, Lüderitz usw. sind die nicht auch überlaufen?

Weltreisende lassen sich nicht von Wiedrigkeiten aufhalten. Wir haben Afrika und Südamerika gesehen... ganz ehrlich Südamerika hat weit mehr zu bieten :duw:
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Weitreisender
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Re: Mit dem Reisemobil unterwegs in Afrika

#778

Beitrag von Weitreisender »

Sprinterteufel hat geschrieben: So 22. Feb 2026, 19:52
Weltreisende lassen sich nicht von Wiedrigkeiten aufhalten. Wir haben Afrika und Südamerika gesehen... ganz ehrlich Südamerika hat weit mehr zu bieten :duw:
Südamerika war grandios, Mittelamerika bis rauf nach Mexico ebenso. Was Afrika zu bieten hat, wissen wir noch nicht, aber alle die wir kennen, oder kennengelernt haben, sagen: "Ihr ward
noch nicht in Afrika? :-O Da müsst Ihr unbedingt hin! - und genau so wird es kommen. Dann können wir auch vergleichen 8-) Wir freuen uns jetzt schon drauf, dauert aber noch 2 oder 3 Jahre

Gruß
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Re: Mit dem Reisemobil unterwegs in Afrika

#779

Beitrag von Ebi »

Sprinterteufel hat geschrieben: So 22. Feb 2026, 19:52
Ebi hat geschrieben: So 22. Feb 2026, 16:30
Südamerika passt nicht so recht zu unseren Gewohnheiten. Testtrip war Ecuador mit Galapagos, Peru, Brasilien, Argentinien, Bolivien. Vor 1 1/2 Jahren haben wir noch Chile angeschaut. Ist besser für Langzeitreisende, die Distanzen sind für uns zu groß. Und die Hotspots, die wir besucht haben, waren grässlich überlaufen. Haben was gesehen, war schön, aber das war es dann.
Darf ich fragen um welche Gewohnheiten es geht?

Was sind sogenannte Testtrips?

Hotspots überlaufen... bitte ein paar Details... welche...

Ich frage deshalb weil wir 5 Jahre auf der Panamericana unterwegs waren und möchte verstehen warum diese negative Einstellung.

Hotspots in Afrika, z.B. Krüger Park, Victoria Fälle, Okavango Delta, Lüderitz usw. sind die nicht auch überlaufen?

Weltreisende lassen sich nicht von Wiedrigkeiten aufhalten. Wir haben Afrika und Südamerika gesehen... ganz ehrlich Südamerika hat weit mehr zu bieten :duw:
Oh Gottchen, da hab ich was angefangen. Ist halt meine private Ansicht, und die hängt von unseren Reisegewohnheiten ab.

Testtrip: sind vor der Verschiffung hin, um zu sehen, ob wir das angehen sollen. Was voll war? Alles. Natürlich waren wir nur an den grandiosen Highlights, ich mag sie nicht aufzählen, aber das Beispiel Wasserfälle ist gut. In Südamerika wurde das auch im Einbahnverkehr geregelt. Und die Menschenmassen waren gewaltig. Man wurde teilweise durchgeschoben, permanent angerempelt. Das war Oktober / November. Bei den Wssserfällen in Afrika kann man von Simbabwe oder Sambia aus hinkommen. Natürlich gibt es da auch Leute, aber ich kann mich etwas abgelegen zu zweit hinsetzen, sehe niemanden, und kann die Optik / Akustik völlig ungestört auf mich wirken lassen. Und ich kann nach Belieben hin und her wandern.

Okavango: da verteilen sich die Leute grandios. Wir sitzen immer im Einbaum (3x schon, im Herbst wieder) und lassen uns durch die Wasserwege stochern. Gesehen haben wir da niemanden. Also Hippos und Elefanten schon. Beim Erstbesuch sind wir mit kleinen Kindern durchgefahren. Manchmal hat man am Tag ein anderes Fahrzeug gesehen, manchmal nicht.

Lüderitz (vermutlich ist Kolmannskuppe gemeint): 2 x dort gewesen, gleich früh, einmal haben wir in dem Cafe dort gefrühstückt. Erstes Mal waren außer uns ca. 10 Leute dort, beim zweiten Mal weniger.

Chile: hat gefehlt, also sind wir hin. Atacama, wunderschön, Sonnenuntergang Mondlandschaft war unerträglich voll, das war eigentlich schon Slapstick. Bin unterwegs, Zugriff auf die Bilder hab ich nicht, aber das war völlig irre. Patagonien dito. Der Knaller war, als wir zu einem schönen See wollten. Am Parkplatz fragte man uns nach Tickets. Die mussten wir online erwerben. Sonst hätten wir da nicht hin dürfen. Bei See 2 und 3 haben wir das vorher gemacht, da wurde uns ein Zeitfenster von 1 Stunde zugeteilt. Wir sind bei Dunkelheit los, um sicher dort zu sein. Am Parkplatz hat man unsere Ankunftszeit auf die Minute genau eingetragen und gesagt, dass wir in einer Stunde weg sein müssen. Sind dann hin gehastet, haben Bilder gemacht, danach flotter Marsch zurück zum Parkplatz, anders war das in 1 Stunde nicht machbar.

Geysire / Atacama: als ich Freunden, die dort früher waren, Bilder geschickt habe, kamen von ihnen welche zurück. Da war nix los, einer hatte sogar neben der Fontäne geparkt und gefrühstückt, Hund sitzt daneben. In unserem Zeitfenster waren locker 1.500 Menschen da, alles war mit Absperrungen versehen. Fotos ohne Menschen drauf waren schwierig. Ausnahmslos alle Freunde, die anderes erlebt haben, sagten, dass sie unter diesen Umständen nicht mehr hingehen würden. Lustiger Weise haben sie alle ein Fahrzeug in Afrika stehen. Weil wir viel in Afrika unterwegs sind, kennen wir natürlich nur Leute näher, die ähnlich reisen.

5 Jahre, das kam und kommt für uns halt nicht in Frage. Früher gab es alte Herrschaften, um die wir uns kümmern mussten. Heute gibt es Enkelkinder, um die wir uns kümmern möchten. Deshalb ist meine Frau auch gerade 2 Wochen daheim.

Freunde sind nun nach Südamerika losgezogen, 6 Jahre wollen sie bleiben. Die Bilder sind grandios, ich sehe sie tagtäglich. Regelmäßig bewundere ich unser früheres Fahrzeug, das hat ein Deutscher, der in Brasilien lebt, gekauft. Momentan sind die Leute damit in Argentinien unterwegs.

Die Art der Reise möchten wir halt nicht machen. So wichtig, dass wir unsere Familie lange Zeit nicht sehen möchten, ist uns die Reiserei überhaupt nicht. Wir legen ab, wenn das Wetter blöd wird, sind Weihnachten daheim, ziehen dann wieder los. Als ich noch gearbeitet habe, sind wir manchmal für 2 Wochen geflogen, haben das eigene Mobil genutzt, und dann sind wir voller Erlebnisse wieder zurück geflogen. In Südamerika fange ich mit 2 Wochen wenig an. Vom bequemen Nachtflug mal ganz zu schweigen.

Und im deutschen Sommer sind wir daheim und pflegen einige langjährige Freundschaften, auf die wir nie und nimmer verzichten wollen. Und etwas gereist wird auch, im Mai z.B. 2 Wochen nach Süditalien. Flug Neapel, Mietwagen, feste Unterkünfte.

Wir haben nicht alles von der Welt gesehen, aber viel. Wir möchten da sein, wo unser Herz ist, und da haben wir unser kleines rollendes Zuhause. Und falls es irgendwann nimmer geht, und das kann sehr plötzlich sein, verkauft einer unserer Freunde, die wir inzwischen gewonnen haben, das Mobil, und gut ist.

Ein guter Freund, der 8 Jahre um die Welt gereist ist, hat danach dahin verschifft, wo er am liebsten war. 7 Jahre stand sein Mobil in Afrika. Wir hatten gute Zeiten zusammen. Er war, wie wir, ne Schwalbe, und ist mit dem Wetter gezogen.

Nachvollziehbar? Vermutlich. Wenn nicht, haben wir halt unterschiedliche Ansichten, das hält die Welt aus.

Von Widrigkeiten lassen wir uns auch nicht abhalten, die Liste ist inzwischen lang. Es ist auch keine Widrigkeit, wenn einem Ansammlungen von Menschen auf den Zeiger gehen. Nächstes Wochenende ist mein jetziges Camp voll gebucht. Ich entfliehe der Hölle und stell mich mutterseelenallein wieder für 4 Tage zu den Zebras. Ist kein offizieller Platz, die Chefin dort hat mein Flehen aber erhört.

Momentan sieht es hier so aus, absolut aushaltbar.

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Ich weiß nicht, was ein „Weltreisender“ ist, vermutlich sind wir keine, den Anspruch haben wir auch nicht. Die, die ich kenne und so bezeichnen würde, haben so ziemlich alle ein etwas anderes Umfeld. Viele haben keine Kinder. Hätten wir auch keine, würde ich nie und nimmer in Deutschland leben, womöglich würden wir dann auch dauerhaft reisen. Mit angenehmem Heimathafen aber, das möchten wir haben und der Kontostand gibt es zum Glück her.

Teilweise vermieten die Leute die kleine Wohnung, damit sie sich die Reiserei erlauben können. Haus verkauft, damit es mit dem Reisen klappt, kenne ich auch. Für uns ist es ein tolles Hobby, für viele ist es das Leben. Muss man halt entscheiden. Wir ziehen mit viel Vorfreude los, und wenn wir auf dem Heimweg sind, gibt es keinerlei lange Gesichter, weil wir ein echt schönes Zuhause haben, ne tolle Familie und viele Freunde, auf die wir uns freuen.

Jessas, mein längster Text aller Zeiten! Aber kurz und knapp ist mir nichts eingefallen, was nicht sofort viele Gegenfragen ausgelöst hätte.
Schöne Grüße
Ebi
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Austragler
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Re: Mit dem Reisemobil unterwegs in Afrika

#780

Beitrag von Austragler »

Ebi,
würdest du für deine Berichte Geld verlangen, ich würde es zahlen !
So was Interessantes kriegt man sonst nicht leicht zu lesen, von den Bildern ganz zu schweigen !

Ich habe früher von fremden Ländern geträumt, es ist bei Träumen geblieben. Ich will und kann mich jedoch nicht über den Verkauf meines Lebens beschweren.
Gruß aus Oberbayern
Franz
Vormals "Waldbauer"
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Schau ma amoi nacha sehng ma´s scho !
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