Das Schlimme ist: vom Kopf her bin ich irgendwie kaum über 25 Jahre hinaus gekommen. Aber wie war das mit den drei Ansichten: wie man sich selber sieht, wie einen andere sehen, und wie man meint, dass einen andere sehen. Da geht die Schere doch schon ganz schön auseinander
Spaß beiseite, ich merke tatsächlich häufig, dass ich in vielen Dingen verbohrter geworden bin als in jüngeren Jahren. Irgendwie erwarte ich, dass mein Alter einen gewissen Respekt erzeugen sollte. Ist aber total dumm, weil: was ist das für eine Leistung, alt zu werden? Ich hab im Gegensatz zu vielen anderen einfach nur Glück. Von meinen ehemaligen Klassenkameraden und Kameradinnen sind schon unglaublich viele verstorben. Nur ein einziger dabei, der seinem Leben mit einem "goldenen Schuss" mehr oder weniger absichtlich ein Ende gesetzt hatte. Die anderen sind an Krebs, Verkehrsunfällen, was auch immer, auf jeden Fall unverschuldet, aus dem Leben geschieden.
Um mal die Worte eines Philosophen zu verbiegen: ich schreibe noch, also bin ich noch
