Elektronische Patientenakte ePA und möglicher Einspruch zum 1.1.25

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Papi
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Re: Elektronische Patientenakte ePA und möglicher Einspruch zum 1.1.25

#341

Beitrag von Papi »

Das ist üblich.
Ohne Versicherungskarte kann der Träger des Rettungsdienstes keine Abrechnung für den Einsatz vornehmen und hat wochen– und monatelang Theater, um an sein Geld zu kommen.
Nicht selten sind die Außenstände 6-7stellig.
Gruß Michael
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WuG
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Re: Elektronische Patientenakte ePA und möglicher Einspruch zum 1.1.25

#342

Beitrag von WuG »

Das Ziel ist im Weg hat geschrieben: Sa 4. Okt 2025, 09:02
Zum Glück hatte ich nur einmal Kontakt mit dem Rettungsdienst. Und die drei Leutchen haben sich zuerst nach meinem Versicherungskärtchen erkundigt.
In meinem Fall von vor 2 Jahren lief es deutlich anders ... und so kannte ich es auch von Ereignissen bei meiner Mutter.

Auf einem CP, ganz früh morgens, hatte ich "brutale sinusförmige" Schmerzen. Meine Frau rief den Rettungsdienst. Die beiden Sanies untersuchten mich und forderten den Notarzt nach. Auch dieser kümmerte sich erst um mich!
Erst vor Abfahrt zur Klinik fragten sie nach der Vers.-Karte, was absolut legitim ist, denn es muss ja auch bezahlt werden.
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opka
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Re: Elektronische Patientenakte ePA und möglicher Einspruch zum 1.1.25

#343

Beitrag von opka »

Papi hat geschrieben: Sa 4. Okt 2025, 09:16
Ohne Versicherungskarte kann der Träger des Rettungsdienstes keine Abrechnung für den Einsatz vornehmen und hat wochen– und monatelang Theater, um an sein Geld zu kommen.
Kann ich so nicht bestätigen, bin jetzt 31 Jahre im Rettungsdienst. Wenn der Patient keine Versichertenkarte dabei hat oder gerade nicht findet wird halt eine Privatrechnung geschrieben und der Patient regelt das Ganze in Ruhe danach mit seiner GKV. In Bayern z.B. rechnet der Rettungsdienst sowieso nicht mit den einzelnen Krankenkassen egal ob privat oder gesetzlich versichert ab. Hierzu gibt es die zast.de ! Rettungsdienst meldet den Einsatz noch vom Rettungs-Krankenwagen direkt an die Zast und von dort aus erfolgt die Rechnungstellung an die einzelnen Kostenträger.
opka
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Re: Elektronische Patientenakte ePA und möglicher Einspruch zum 1.1.25

#344

Beitrag von opka »

WuG hat geschrieben: Sa 4. Okt 2025, 11:27
brutale sinusförmige" Schmerzen
Sachen gibt´s ..... :duw:
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Papi
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Re: Elektronische Patientenakte ePA und möglicher Einspruch zum 1.1.25

#345

Beitrag von Papi »

Rettungsdienst ist ja auch Ländersache.
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opka
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Re: Elektronische Patientenakte ePA und möglicher Einspruch zum 1.1.25

#346

Beitrag von opka »

Papi hat geschrieben: Sa 4. Okt 2025, 13:07
Rettungsdienst ist ja auch Ländersache
Stimmt, habe ich ja auch so geschrieben.

Die Zentrale Abrechnungsstelle für den Rettungsdienst Bayern GmbH (ZAST) ist der gesetzlich beauftragte Dienstleister für den Rettungsdienst in Bayern. Zu den Kernkompetenzen der ZAST zählt die Abrechnung sämtlicher Rettungsdiensteinsätze für die durchführenden Hilfsorganisationen des Rettungsdienstes in Bayern. Die Abrechnung beinhaltet die Rechnungsstellung gegenüber den Kostenträgern (beispielsweise Sozialversicherungsträgern, Krankenhäusern) oder Privatpersonen im Namen der Hilfsorganisationen, den daraus resultierenden Forderungseinzug, das Mahnwesen sowie die Reklamationsbearbeitung.
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Sprinterteufel
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Re: Elektronische Patientenakte ePA und möglicher Einspruch zum 1.1.25

#347

Beitrag von Sprinterteufel »

Das bisherige Ergebnis ist sicher keine gute Note aber es kann nur besser werden...

Vor einem Jahr wurde die elektronische Patientenakte eingeführt. Heute wollen Verbraucherschützer eine Bilanz ziehen. Die Hausärzte äußern Kritik an der Umsetzung und fordern Nachbesserungen.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/krankenkasse-patientenakte-hausaerzte-100.html?at_medium=tagesschau&at_campaign=DeviceSharing&at_content=SiteSharing
Wernher
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Re: Elektronische Patientenakte ePA und möglicher Einspruch zum 1.1.25

#348

Beitrag von Wernher »

Was bin ich froh die ePA abgelehnt zu haben. Letztes Jahr war ich bei einem Urologen, bei dem ich vor 3 Jahren schon mal war, aber zu dem gehe ich nie wieder. Kaum eine Frage, auch den Befund hat er nicht an meinen Hausarzt geschickt, obwohl er danach gefragt hat. Im Januar habe ich beim Hausarzt eine PSA-Bestimmung bezahlt und der Wert war im oberen kritischen Bereich. Also hat er mir eine Überweisung gegeben und ich bin damit zu einer urologischen Gemeinschaftspraxis. Habe auch unerwartet einen Termin 2 Wochen später bekommen. Den habe ich aber nur bekommen habe, nachdem ich mehrmals bestätigen musste noch nie bei einem anderen Urologen gewesen zu sein. Wenn ich eine ePA gehabt hätte, hätten die reingucken können und mich weggeschickt. Nun habe ich einen Folgetermin für den PSA-Wert. Dieser Arzt ist ganz anders als der von letzten Jahr, er interessiert sich nämlich für den Patienten.
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Wernher
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Re: Elektronische Patientenakte ePA und möglicher Einspruch zum 1.1.25

#349

Beitrag von Wernher »

Das kommt raus, wenn in Deutschland was Neues erfunden werden muss:
Derzeit sei die ePA vor allem "eine unsortierte PDF-Sammlung, mit der Praxen im Alltag nur wenig anfangen können", sagte Baier weiter. Mühsam müssten sich die Ärzte durch unzählige Dokumente arbeiten, es fehle eine Volltextsuche.

Ein Problem sei auch, dass es bei der Infrastruktur, mit der sie betrieben wird, immer wieder zu massiven Störungen und Ausfällen komme.
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raidy
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Re: Elektronische Patientenakte ePA und möglicher Einspruch zum 1.1.25

#350

Beitrag von raidy »

Die Qualität "staatlicher" Software verhält sich umgekehrt proportional zu den Kosten.
Die Entwicklung der elektronischen Patientenakte (ePA) in Deutschland hat Schätzungen zufolge bislang rund 2 Milliarden Euro gekostet. Das war schon Sch....e bei der Autobahnmaut, der Corona-Warn-App und jetzt scheint es hier auch eine Katastrophe zu werden.
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Re: Elektronische Patientenakte ePA und möglicher Einspruch zum 1.1.25

#351

Beitrag von Sprinterteufel »

raidy hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 11:29
Die Qualität "staatlicher" Software verhält sich umgekehrt proportional zu den Kosten.
Die Entwicklung der elektronischen Patientenakte (ePA) in Deutschland hat Schätzungen zufolge bislang rund 2 Milliarden Euro gekostet. Das war schon Sch....e bei der Autobahnmaut, der Corona-Warn-App und jetzt scheint es hier auch eine Katastrophe zu werden.
Bei Software stehen wir wohl in der Platzierung gaaaanz weit hinten! Meist muß es eben was ganz besonderes sein. Anstatt sich umzuschauen und was fertiges zu kaufen.
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Re: Elektronische Patientenakte ePA und möglicher Einspruch zum 1.1.25

#352

Beitrag von Das Ziel ist im Weg »

Aber warum funktioniert die EPA z.B. in Dänemark so einwandfrei ?
Klar, die haben sich 10 Jahre Zeit genommen und in aller Ruhe die Kinderkrankheiten ausgemerzt.
Aber auch da hat es sicher ein paar Wichtigtuer gegeben, die schon im ersten Jahr Zeder und Mordio geschrien haben.
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raidy
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Re: Elektronische Patientenakte ePA und möglicher Einspruch zum 1.1.25

#353

Beitrag von raidy »

Das Ziel ist im Weg hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 13:47
Aber warum funktioniert die EPA z.B. in Dänemark so einwandfrei ?
1) Grundsätzlich ist es immer auch so, dass kleinere Länder (meine die Einwohnerzahl) viel effektiver regiert werden können.Luxemburg, Lichtenstein, Dänemark, Estland, Norwegen..... sind typische Beispiele in Europa.
2) Kleinere Länder sind oft zentral regiert, während wir Bundespolitik mit allen 16 Bundesländern abstimmen müssen. Jedes will was mitzureden haben und somit soll das Ziel eine Eierlegende Wollmilchsau werden. Zu viele Köche verderben den Brei.
3) Das Hauptproblem aber ist, dass nicht wie bei jedem Kunden nach dem System Anforderung-->Pflichtenheft-->Datenmodell--> Umsetzung gearbeitet wird, sondern in der Umsetzung permanente Änderung in der Anforderung von der Politik kommen. Das zerstört jegliche Homogenität des Datenmodells und der Umsetzung. O.K. diese Zeilen dürften für Außenstehende schwer zu verstehen sein, deshalb in einfachen Worten: Wenn der "Bekochte" während des Kochens laufend die Beilagen und die Soßen ändert, dann kommt kein gutes Essen dabei raus.

4) Bei der ePA wurde von oben nach unten regiert. Dabei hätte man es umgekehrt machen müssen.
Was wäre wichtig für die Patienten, was für Ärzte und Fachärzte, für Kliniken und Krankenkassen,...
Wie viel Datenschutz erwarten die Patienten, was davon geht und was geht halt auch mal nicht.

Jeder normale Arzt hätte darauf hingewiesen, dass er eine intelligent Suchfunktion in den Anlagen braucht und sich nicht durch hunderte pdf durchwühlen will/wird.
Gruß Georg
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Wernher
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Re: Elektronische Patientenakte ePA und möglicher Einspruch zum 1.1.25

#354

Beitrag von Wernher »

Wenn ich lese, was die Fachleute an der ePA kritisieren, sind das keine Kinderkrankheiten, sondern das Ergebnis eines grausigen Pflichtenheftes und einer lausigen Umsetzung. Für erstes wäre man in der freien Wirtschaft an die frische Luft gesetzt und für zweites nicht bezahlt worden.
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