Steuerflucht als Rentner

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Das Ziel ist im Weg
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Re: Steuerflucht als Rentner

#161

Beitrag von Das Ziel ist im Weg »

Geld ist ein scheues Reh. Wenn man es erschreckt, ist es schnell woanders wo kein Klingbeil es mehr finden kann.
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Hans 7151
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Re: Steuerflucht als Rentner

#162

Beitrag von Hans 7151 »

Weitreisender hat geschrieben: Di 16. Dez 2025, 09:34
D liegt der Spitzensteuersatz, nach Abzug aller Freibeträge und Abzugsmöglichkeiten, bei 45% EkSt das sind als Single 277t€ und verheiratet 555t€ da verarmt man ja schon mal nicht mit.
Und genau deshalb will der Bert auswandern, der arme Kerl der arme.
Steuern sollen doch die Erben und die anderen Bezahlen.
Jeder dreht sich so hin daß die anderen die Reichen sind und man selber zu den armen Schweinen gehört. Kommt immer drauf an mit wem man sich messt.

Grüße Hans
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Weitreisender
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Re: Steuerflucht als Rentner

#163

Beitrag von Weitreisender »

Hans 7151 hat geschrieben: Di 16. Dez 2025, 10:12
Und genau deshalb will der Bert auswandern, der arme Kerl der arme.
Ich glaube nicht, dass seine Rente so hoch sei wird, es geht ihm wohl eher um die Versteuerung der Kapitalerträge...........und der Renteneinkünfte an sich.

Gruß
Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.

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Wernher
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Re: Steuerflucht als Rentner

#164

Beitrag von Wernher »

Hans 7151 hat geschrieben: Di 16. Dez 2025, 08:10
Bert hat geschrieben: Di 16. Dez 2025, 08:01
...
Fazit: Die Mittelschicht zahlt, wer Millionen hat, kann Strukturen nutzen, die dem Normalo verwehrt sind, der zahlt dann!
Genau deshalb gehört die Erbschaftssteuer komplett abgeschafft.
Wäre das vernünftigste, denn egal wie man es regelt, die Ärmeren bleiben die Dummen. Die Reicheren haben immer bessere Möglichkeiten ihr Erbe davor zu schützen. Die Abschaffung fordert aber nur eine Partei, die anderen fordern weiter daran rum zu murksen oder reden davon etwas zu ändern, tun es aber nicht.
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Oedi
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Re: Steuerflucht als Rentner

#165

Beitrag von Oedi »

Da habt ihr natürlich recht, Hans und Wolfgang, und habt mich auf dem falschen Fuss erwischt. Aber der Chef wurde mit bereits versteuertem Geld bezahlt.
Mir fehlt halt das Verständnis für das Nureinmalversteuern. Dieses "Argument" ist jedesmal absolut fehl am Platz. Bislang konnte mich da noch niemand aufklären.
Schönen Tag noch und allzeit gute Fahrt

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Re: Steuerflucht als Rentner

#166

Beitrag von jagstcamp-widdern »

für solorentner sind 12,5 t€ steuerfrei, für paare knappe 25.
soo schlecht finde ich das nicht...
So weit, so gut!

Hartmut vom Jagstcamp, DEM Reisemobiltreff im unteren Jagsttal :!:
https://www.jagstcamp-widdern.de
Diesel sparen, Jagsttal statt Gardasee!

Womos > 3,5t ? Nee Loide, das waren Jugendsünden!
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raidy
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Re: Steuerflucht als Rentner

#167

Beitrag von raidy »

Wird das jetzt eine arm/reich Diskussion?
Aus Sicht eines Bürgergeldempfängers sind wir Wohnmobil- bzw. Eigentumswohnungs/Haus- Besitzer alle REICHE die noch mehr Steuern zahlen sollten.
Aus der Sicht der meisten hier sind WIR nicht "reich", aber die Familie Quandt, und die sollte mehr zahlen.
Aus Sicht der Familie Quandt sind aber nur Musk, Zuckerberg und Bezos Superreiche, sie selbst nur wohlhabend.
Der BMW-Mitarbeiter der schlau war und sich gegen 1970 eine Wohnung oder kleines Haus in München gekauft hat, ist heute Millionär, auch wenn er sich als Rentner von den Backsteinen nicht ernähren kann.
Ich wüsste nicht, dass es jemals eine Gerechtigkeit im Einkommen gab, denn wer legt eigentlich fest, bis wann es "gerecht" ist und ab wann nicht.
Diese Diskussion ist also einfach nur sinnlos und hier auch völlig O.T.
Also setze ich eine Flagge:
:ot:
Gruß Georg
Gender nich aufhöre so über-Woke zu schwätze?
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Anon43

Re: Steuerflucht als Rentner

#168

Beitrag von Anon43 »

Bert hat geschrieben: Di 16. Dez 2025, 09:34
Hakuna hat geschrieben: Di 16. Dez 2025, 09:22
die 10% der Bevölkerung mit dem höchsten Einkommen, zahlen 55% der Einkommensteuer.
Wie viel % der gesamten Einkommenssteuer das ist, ist doch völlig unerheblich. Wie viel % von ihrem Einkommen haben diese denn gezahlt?
Ich habe diese schöne Tabelle (https://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Steuern/Lohnsteuer-Einkommensteuer/Tabellen/gde.html) einmal kurz für dich ausgewertet. Auf Wunsch zeige ich dir, wie man das in wenigen Minuten macht - gegen ordentliche Bezahlung:
Bild
Abszisse zeigt jährlich zu versteuerndes Einkommen (gruppiert), Ordinate die prozentualen Anteile an der jeweiligen Gesamtheit.
Wenn du so auf den prozentualen Anteilen herumreitest, dann bist wohl eher frustiert, dass du nicht in die oberen Kategorien gehörst und das rationalisieren kannst: ich will gar nicht so viel verdienen, dann wäre mir die prozentuale Belastung ja viel zu hoch.
Dass wir hier alle nicht ordentlich wirtschaften ist doch eh klar: sonst hätten wir kein Wohnmobil.
Kalle-OB
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Re: Steuerflucht als Rentner

#169

Beitrag von Kalle-OB »

Bert hat geschrieben: Di 16. Dez 2025, 08:51


Es geht nicht um Umverteilung, sondern um Gerechtigkeit.
Was ist daran ungerecht? Der Kapitalertragssteuersatz in Höhe von 26,375 % ist doch für alle gleich. Wenn jemand nichts investiert und sein Geld nur über Arbeitsleistung verdient, ist das doch sein ganz persönliches Problem.

Wir haben in D eher das Problem, das die meisten Leute ihr Geld nur in festverzinsliche Anlagen (Rendite unterhalb der Inflationsrate) und nicht in Aktien anlegen. Das über die unterschiedliche Rendite die "Schere" immer weiter auseinandergeht ist doch klar.
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Weitreisender
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Re: Steuerflucht als Rentner

#170

Beitrag von Weitreisender »

Kalle-OB hat geschrieben: Di 16. Dez 2025, 17:10
Was ist daran ungerecht? Der Kapitalertragssteuersatz in Höhe von 26,375 % ist doch für alle gleich.
Gerecht wäre, wenn jeder prozentual genau soviel Steuern zahlen würde, wie er als EkSt zahlt. So zahlt z.B. der "Kleine Mann" mit einem EkSt Satz von sagen wir mal 20% dann 25% auf Kapitalerträge, der "Reiche Mann" der 45% EkSt zahlt auf "nur!" 25%. Finde den Gerechtigkeitsfehler - von den Summen, die beim "Kleinen und Großen Mann" dahinter stehen, mal ganz abgesehen.

Gruß
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Wernher
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Re: Steuerflucht als Rentner

#171

Beitrag von Wernher »

Erwerbseinkommen und Kapitaleinkommen sollten gleich besteuert werden. Der Kleinsparer wird bestraft und der Großsparer belohnt. Sollte nicht sein.
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Re: Steuerflucht als Rentner

#172

Beitrag von Kalle-OB »

Wernher hat geschrieben: Di 16. Dez 2025, 18:56
Der Kleinsparer wird bestraft und der Großsparer belohnt.
Das erklär mal. Viele Kleinsparer zahlen überhaupt keine Kapitalertragssteuer, weil ihre Erträge durch den Sparerfreibetrag abgedeckt sind.

Wir haben es hier mit einer Neiddiskussion zu tun. Da kommen wir nicht auf einen Nenner.
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Re: Steuerflucht als Rentner

#173

Beitrag von Kumopen »

Kalle-OB hat geschrieben: Di 16. Dez 2025, 19:25
Wernher hat geschrieben: Di 16. Dez 2025, 18:56
Der Kleinsparer wird bestraft und der Großsparer belohnt.
Das erklär mal. Viele Kleinsparer zahlen überhaupt keine Kapitalertragssteuer, weil ihre Erträge durch den Sparerfreibetrag abgedeckt sind.

Wir haben es hier mit einer Neiddiskussion zu tun. Da kommen wir nicht auf einen Nenner.
Den Sparerfreibetrag hat aber der Großsparer auch.
Es ist aber doch nicht "gerecht", Einkommen aus Arbeit und Einkommen aus Kapital derart unterschiedlich zu besteuern.
Gruß
Jürgen

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Re: Steuerflucht als Rentner

#174

Beitrag von Wernher »

Das ist keine Neiddiskussion, sondern eine über gerechte Besteuerung. Geringverdiener zahlen, wenn sie Kapitalerträge über dem Freibetrag haben, mehr KAP als ESt und wenn sie keine Geringverdiener sind zahlen sie weniger KAP als ESt. Da wird es absurd, weil diese Art leistungsloses Einkommen geringer besteuert wird als Erwerbseinkommen.
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Re: Steuerflucht als Rentner

#175

Beitrag von kunibertk »

Bert hat geschrieben: Di 16. Dez 2025, 08:51
Mit welcher Begründung muss ein normaler Arbeitnehmer bis zu 42% seines Einkommens versteuern + Sozialabgaben ein "Reicher" aber nicht, wie viel Prozent zahlt er denn an Steuern (wir reden hier von den wirklich großen Vermögen 10 Millionen+)?
Nicht ganz richtig gerechnet. Der Grenzsteuersatz (also das, was ein zusätzlich verdienter Euro an Steuern kostet) ist bei 42%. Der Gesamtsteuersatz ist an der Grenze zur "Reichensteuer" etwas über 38%. An der Beitragsbemessungsgrenze sind es etwa 31% Steuer. Beim Medianeinkommen (das würde ich am ehesten als "normaler Arbeitnehmer" durchgehen lassen - die Hälfte der Arbeitnehmer verdient weniger, die Hälfte mehr) sind es 19,5%.

Und was die Reichen mit mehr als 10M Vermögen betrifft: die Früchte aus dem Vermögen werden ebenfalls versteuert, ob es Miete ist, Unternehmensgewinn, oder einfach Zinsen und Dividenden. Letztere werden vergünstigt versteuert und das ist diskussionswürdig. Wenn aber jemand keine Früchte aus dem Vermögen ziehen kann, z.B. eine selbstbewohnte Villa, Gemälde und den Familienschmuck besitzt, warum soll dann darauf Steuern gezahlt werden?
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Re: Steuerflucht als Rentner

#176

Beitrag von kunibertk »

Kalle-OB hat geschrieben: Di 16. Dez 2025, 17:10
Der Kapitalertragssteuersatz in Höhe von 26,375 % ist doch für alle gleich.
Nur wenn Dein Grenzsteuersatz entsprechend hoch ist. Die 25% Kapitalertragsteuer plus Solidaritätszuschlag sind eine Obergrenze. Du kannst aber Günstigerprüfung ankreuzen. Wenn insgesamt weniger Steuer herauskommt, wenn Kapitalerträge wie andere Einkünfte behandelt werden, dann werden die auch nur so versteuert.
Wernher
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Re: Steuerflucht als Rentner

#177

Beitrag von Wernher »

Die Günstigerprüfung hatte ich nicht auf dem Schirm. Die prüft, ob es günstiger wäre die Kapitalerträge extra pauschal zu versteuern oder mit dem sonstigen Einkommen zusammen. Das bedeutet, dass bei niedrigen Löhnen die Kapitalerträge bis zu einer gewissen Höhe wie der Lohn versteuert werden, aber beseitigt nicht den Umstand, dass bei höheren Löhnen die Kapitalerträge niedriger besteuert werden als der Lohn. Das halte ich für ungerecht, denn im Extrem würde einer, der nur von Kapitalerträgen lebt nur 25% Steuern zahlen.
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Anon43

Re: Steuerflucht als Rentner

#178

Beitrag von Anon43 »

Wernher hat geschrieben: Mi 17. Dez 2025, 09:59
Das halte ich für ungerecht, denn im Extrem würde einer, der nur von Kapitalerträgen lebt nur 25% Steuern zahlen.
Ist ja schrecklich. Nach der Info von statista (siehe meinen Beitrag weiter oben) beträfe das die Einkommenskategorie >250k Euro zu versteuernes jährliches Einkommen. Das sind ziemlich genau 1% der Steuerpflichtigen, die aber 25% der Steuerlast tragen, damit genauso viel zum Gemeinwohl beitragen, wie die unteren 80% der Bevölkerung und am Ende auch nur genau eine Stimme haben, wenn es um Festlegung der Richtung geht.
Alle mit <250k Einkommen, nehmen die Günstigerprüfung.
Bodo48
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Re: Steuerflucht als Rentner

#179

Beitrag von Bodo48 »

Hakuna hat geschrieben: Mi 17. Dez 2025, 11:55
Alle mit <250k Einkommen, nehmen die Günstigerprüfung.
Günstigerprüfung lohnt sich für Alleinstehende nur, wenn deren zu versteuerndes Einkommen + Kapitalerträge nicht mehr als ca. 20.000€ betragen, weil damit der Grenzsteuersatz von ca. 25% erreicht wird. Für Verheiratete gilt der doppelte Betrag.
Schöne Grüße
Bodo
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jagstcamp-widdern
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Re: Steuerflucht als Rentner

#180

Beitrag von jagstcamp-widdern »

hakuna,

das problem derer, die > 250k€ jahreseinkommen haben, aber trotzdem nur eine stimme, nennt man demokratie. :idea:
So weit, so gut!

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