Alkohol, Genuss oder Sucht?

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ivalo
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Re: Alkohol, Genuss oder Sucht?

#261

Beitrag von ivalo »

Guten Morgen

Während meiner Schulzeit hatte ich eine Freundin, welche im zarten Alter von 15 Jahren bereits viel Wermuth getrunken hat.
Beim Lesen hat sie jeweils problemlos ein grosses Glas davon getrunken, wie sie mir erzählte.

Nach vielen Jahren habe ich sie in Dänemark wieder gefunden und auch gesehen - als schwer alkoholkranke Frau seit vielen Jahren.
Die Frau war nicht nur wegen dem Alkohol ein menschliches Wrack.
Sie ist zudem wegen ihrer übermässig ehrgeizigen Mutter und permanenter Überforderung zur Borderlinerin geworden.
Einer schweren psychischen Erkrankung. Unter anderem ist Suchtverhalten typisch für diese Krankheit.

Von ihrem Mann - einem Arzt - ist sie seit vielen Jahren geschieden.
Auch ihre beiden Töchter sind Ärzte geworden. Und niemand konnte ihr helfen.
Für mich ein erschütterndes Schicksal.

Gruss Urs
Adler fliegen alleine, Schafe gehen in Herden. Alte Adler fliegen langsam, aber sie sehen mehr.
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Elgeba
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Re: Alkohol, Genuss oder Sucht?

#262

Beitrag von Elgeba »

Einem Alkoholiker oder einem Junkie kann man nur dann helfen,wenn der Wille sich helfen zu lassen auch wirklich da ist.Zwei meiner ehemaligen Klassenkameraden sind an ihrer Sucht bzw. deren Folgen gestorben.Einer ist an einer Alkoholvergiftung gestorben,der andere hat sich den " goldenen Schuß" gesetzt.


Gruß Arno
Und ist der Berg auch noch so steil,bisserl was geht alleweil.Bekennender Freisteh und Wackenverweigerer
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Billy1707
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Re: Alkohol, Genuss oder Sucht?

#263

Beitrag von Billy1707 »

Also jetzt muss ich mal eine Lanze brechen für ein gepflegtes Seidla Bier !
Kann man nennen wie man möchte. Halbe, Stutzen, Gläschen, Humpen oder Maß.
Hauptsache Bier ist drin.


Schauen wir mal ein paar Jahre zurück.
Meine Mama hatte mir mal aus den Nürnberger Nachrichten einen Artikel gezeigt,
in dem klar beschrieben stand, daß Klein- und Schulkinder sehr oft Schankbier (Leichtbier)
bekamen. Nach dem Krieg die beste Wahl an ein sauberes, keimarmes Getränk zu kommen.
Mein Dad erzählte mir von 20 Zigaretten -mit Spitz (!)- für 28 Pfennig.

So ging es weiter:

Bild


1965, 1970 wurde fast doppelt soviel Bier getrunken wie heute.
Die Leute gingen in die Eckkneipe, Wirtshaus oder ins Sportheim,
tranken 3 oder 4 Halbe, rauchten 8 Zigaretten und tauschten sich aus.
Wo ist die Gemütlichkeit hin ?

Brauer, Maurer, Metzger, viele Handwerker hatten damals nicht die geringste Chance
Nierensteine zu bekommen.
Offene Gespräche, lachen ohne Nickname im Internet.
Wo ist die Gemütlichkeit hin ?

Wir haben eine einzigartige Bierkultur in D.
Kein anderes Land hat so eine Vielfalt und Abwechslung zu bieten.
Wenn der Dorfbäcker zumachen muss, ist jeder traurig und muss dann den
Einheitsbrei im Supermarkt kaufen. Dito Metzgerei.
Wollen wir das auch beim Bier ?

Deshalb, kauft auch regionales Bier.
Kann mal in die Hose gehen, aber sehr oft macht das ausprobieren Spaß.
Viele Brauereien/Brauereigasthöfe haben Stellplätze oder man darf auf
dem Parkplatz übernachten.

Wenn wir am SP ankommen, gebe ich mir schon mal ein "Ankommen Bierchen"
wenn wir nichts weiteres vor haben.
Oft sieht man "Neuankömmlinge" die in unglaublicher Hektik auf die Keile fahren,
Stühle, Tisch, Markise, Abdeckungen jeglicher Art aufbauen.
Warum den Stresslevel hoch halten ? Wo ist die Gemütlichkeit hin ?

In Bayern ist Bier ein Nahrungsmittel, streng kontrolliert, mit einem 500 Jahre alten
Reinheitsgebot. Die ältesten Produktionsvorgaben für ein wohltuendes Getränk.

Aus diesen Gründen, stellt Euch am Wochenende mal 2, 3 Bierchen in den Hals.
Genießt die Gemütlichkeit und grinst Euch einen wenn der Nachbar über Nierensteine jammert !
(Natürlich nur wenn es die Gesundheit zulässt).

Viele Grüße, in 3 Stunden fahren wir zum Kloster Andechs
und ich werde keine Apfelschorle mit Velcorin trinken *DRINK*
Grüße Billy *HI*

YOLO ! Unterwegs mit dem Frankia A 680 +
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Heribert
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Re: Alkohol, Genuss oder Sucht?

#264

Beitrag von Heribert »

Billy, da ist viel wahres dran. So sind auch meine Gedanken.
Heribert
Grüß Gott aus München
Das Ziel ist im Weg
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Re: Alkohol, Genuss oder Sucht?

#265

Beitrag von Das Ziel ist im Weg »

Billy1707 hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 12:27

In Bayern ist Bier ein Nahrungsmittel,
Trotzdem gehören unbeaufsichtigte Bierautomaten abgeschafft. Sie verstoßen eindeutig gegen den Jugendschutz.
Do be do be do ( F. Sinatra )
*xmas_coo*
RaseRatzel
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Re: Alkohol, Genuss oder Sucht?

#266

Beitrag von RaseRatzel »

Ich war im Winterurlaub in der Nähe von Pirna.
Dort gab es einen Getränkeautomaten bei dem man sich mit dem PA
legitimieren muss.
Das entspricht doch mal dem Jugendschutz oder?
Habt alle einen schönen Tag
Gruß Volker
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Hans 7151
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Re: Alkohol, Genuss oder Sucht?

#267

Beitrag von Hans 7151 »

Warum wird Alkohol immer schön geredet. Alkohol hat schon soviel Leid verursacht aber immer wieder wird es so dargestellt als sei ein Leben ohne Bier und was weis ich nicht lebenswert.Hab ich Deppressionen, bin ich unglücklich oder sonstige Komplexe. Ich hab noch nie Alkohol getrunken und ich werde ihn auch in Zukunft nicht zum glücklich sein und zur Gemütlichkeit brauchen.

Grüße Hans
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Billy1707
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Re: Alkohol, Genuss oder Sucht?

#268

Beitrag von Billy1707 »

Richtig, geht doch auch beim Kippenautomat :-$
Grüße Billy *HI*

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Das Ziel ist im Weg
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Re: Alkohol, Genuss oder Sucht?

#269

Beitrag von Das Ziel ist im Weg »

In D ist die leichte und billige Verfügbarkeit von Alkoholika aller Art und zu jeder Tageszeit ein Problem. Da kommt Vater Staat seiner sonst so ausgiebigen Fürsorgepflicht leider kaum nach.
Ich wäre für das norwegische Modell. Alk gibts nur in speziellen Läden zu horrenden Preisen.
Do be do be do ( F. Sinatra )
*xmas_coo*
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Billy1707
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Re: Alkohol, Genuss oder Sucht?

#270

Beitrag von Billy1707 »

Hans 7151 hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 13:50
Warum wird Alkohol immer schön geredet. Alkohol hat schon soviel Leid verursacht aber immer wieder wird es so dargestellt als sei ein Leben ohne Bier und was weis ich nicht lebenswert.Hab ich Deppressionen, bin ich unglücklich oder sonstige Komplexe. Ich hab noch nie Alkohol getrunken und ich werde ihn auch in Zukunft nicht zum glücklich sein und zur Gemütlichkeit brauchen.

Grüße Hans
Hans,
das musst Du gar nicht.
Du musst es aber anderen auch nicht vermiesen.

Leid und Trauer entsteht oft dann, wenn man mit irgendwas nicht richtig umgehen kann.
Autofahren, Skifahren, zuviel Alkohol oder excessives Sonnenbaden.
Gibt da 100e Möglichkeiten.
Grüße Billy *HI*

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Billy1707
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Re: Alkohol, Genuss oder Sucht?

#271

Beitrag von Billy1707 »

Das Ziel ist im Weg hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 13:56
In D ist die leichte und billige Verfügbarkeit von Alkoholika aller Art und zu jeder Tageszeit ein Problem. Da kommt Vater Staat seiner sonst so ausgiebigen Fürsorgepflicht leider kaum nach.
Ich wäre für das norwegische Modell. Alk gibts nur in speziellen Läden zu horrenden Preisen.
Richtig !
Wir wollen mehr Gesetze und Regulierungen !
Bravo !
:mrgreen:
Grüße Billy *HI*

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Hope
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Re: Alkohol, Genuss oder Sucht?

#272

Beitrag von Hope »

Wie bei allem liegt es bei vielen am Mass des "Genusses".

Wenn ich mir dann schon meinen Genuss vorrechne und versuche zu steuern, bin ich schon fast da, wo sich Sucht und Genuss auf verschiedene Wegen begeben.

Ich sag keinem was er zu tun hat. Und wenn mal jemand Hilfe beim Ausstieg möchte, bin ich da.

Trockene Grüsse!
Gute Fahrt, Guido

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Doraemon
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Re: Alkohol, Genuss oder Sucht?

#273

Beitrag von Doraemon »

Hope hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 16:34
Wenn ich mir dann schon meinen Genuss vorrechne und versuche zu steuern, bin ich schon fast da, wo sich Sucht und Genuss auf verschiedene Wegen begeben.
Aber das ist doch der Punkt, man muss es selbst steuern, ich würde gerne mal am Abend ein zweites Glas Roten trinken, weil ich es einfach geniesse, aber genau das mache ich nicht, weil sonst wird es zur Gewohnheit und dann kommt man ins falsche Fahrwasser.
Anderes Beispiel wäre bei mir mit Schokolade, da könnte ich jeden Tag eine Tafel essen, aber dann wäre ich kugelrund, also nur ein bischen. *2THUMBS UP*

Alles mit Mass und Ziel und etwas Disziplin und deswegen bin ich 2 bis 3 mal die Woche auch Schwimmen, nicht immer habe ich Lust nach einem langen Tag, aber etwas Disziplin tut da gut und danach fühlt man sich auch wieder gut.
Saludos Christian

_________________________________________

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https://www.reisemobiltreff.de/viewtopic.php?t=3701
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Luppo
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Re: Alkohol, Genuss oder Sucht?

#274

Beitrag von Luppo »

Hans 7151 hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 13:50
Warum wird Alkohol immer schön geredet. Alkohol hat schon soviel Leid verursacht aber immer wieder wird es so dargestellt als sei ein Leben ohne Bier und was weis ich nicht lebenswert.Hab ich Deppressionen, bin ich unglücklich oder sonstige Komplexe. Ich hab noch nie Alkohol getrunken und ich werde ihn auch in Zukunft nicht zum glücklich sein und zur Gemütlichkeit brauchen.

Grüße Hans
Vielleicht, weil alkoholische Getränke dem ein oder anderen schmecken?
Ein süffiges Kellerbier, ein kalter Aperol Sprizz, ein fruchtiger Cocktail, ein Glas schwerer Rotwein?
Da geht es nicht unbedingt um die Gemütlichkeit, sondern einfach, weil es schmeckt.
Wie Gummibärchen, Schokolade, Schweinsbraten mit Klößen und Blaukraut oder Grünkohl mit Pinkel (igitt).
Alkohol verursacht ausschließlich Leid, wenn die Mengen unverhältnismäßig sind.
Nicht jeder, der zur Pizza ein Glas Rotwein trinkt, verprügelt seine Familie und zündet das Haus an.
Grüße
Michael
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WoMoFahrer
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Re: Alkohol, Genuss oder Sucht?

#275

Beitrag von WoMoFahrer »

Das Ziel ist im Weg hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 13:56
In D ist die leichte und billige Verfügbarkeit von Alkoholika aller Art und zu jeder Tageszeit ein Problem. Da kommt Vater Staat seiner sonst so ausgiebigen Fürsorgepflicht leider kaum nach.
Ich wäre für das norwegische Modell. Alk gibts nur in speziellen Läden zu horrenden Preisen.
Ich musste mal Anfang der 90iger Jahre wegen schlechtem Wetter mit 6 Hubschraubern ungeplant in Röros landen und dort Übernachten. Wir wollten dann noch ein Abschluss Bier trinken gehen. Bier kostete damals für ne Halbe in der Disco 10 DM. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viele Besoffene vor einer Disco gesehen, davon waren die meisten Frauen. Wir haben es dann sein lassen und sind ohne ins Bett gegangen. Naja, war tiefster Winter und die brauchten alle nur Wärme von innen.
Mit freundlichen Grüßen

Tommy
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Masure49
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Re: Alkohol, Genuss oder Sucht?

#276

Beitrag von Masure49 »

Unser Staat braucht jeden (Steuer)Euro, der norwegische Staat weiss garnicht mehr, wohin mit seinem vielen Geld, weshalb er astronomische Steuer-Summen auf Alkoholika aufschlagen kann, um sein Volk gesund zu erhalten.
So lange die Steuer-Einnahmen für die deutschen Alkoholika höher sind als die Behandlungskosten für die Alkoholkranken, nimmt der Staat die Alkoholsteuer mit.
Sieht man an der Tabaksteuer in D.
Erst wenn sich das Verhältnis umkehrt, wird der Alkohol richtig teuer werden.
Nicht vergessen darf man auch, dass jeder vorzeitig gestorbeme Alkoholiker und Raucher die Rentenkasse entlastet.
Nimm Dir Zeit für Deine Freunde,
sonst nimmt die Zeit Dir Deine Freunde.

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LG
Peter
*BYE*
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Elgeba
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Re: Alkohol, Genuss oder Sucht?

#277

Beitrag von Elgeba »

Trotzdem ist der Bierkonsum in Deutschland zurückgegangen, ebenso der Export von Bier.


Gruß Arno
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Hans 7151
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Re: Alkohol, Genuss oder Sucht?

#278

Beitrag von Hans 7151 »

Billy1707 hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 13:57
Hans,
das musst Du gar nicht.
Du musst es aber anderen auch nicht vermiesen.
Billy1707 hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 12:27
Wenn wir am SP ankommen, gebe ich mir schon mal ein "Ankommen Bierchen"
wenn wir nichts weiteres vor haben.
Oft sieht man "Neuankömmlinge" die in unglaublicher Hektik auf die Keile fahren,
Stühle, Tisch, Markise, Abdeckungen jeglicher Art aufbauen.
Warum den Stresslevel hoch halten ? Wo ist die Gemütlichkeit hin ?
Ich will niemanden sein Bier vermiesen. Nur wollte ich damit sagen was hat die Hektik eines Neuankömmling mit Nichtbiertrinkern zutun. Man kann auch ohne Bier gelassen sein.
Luppo hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 18:26
Alkohol verursacht ausschließlich Leid, wenn die Mengen unverhältnismäßig sind.
Nicht jeder, der zur Pizza ein Glas Rotwein trinkt, verprügelt seine Familie und zündet das Haus an.
Von mir aus darf jeder sein Bier trinken wie er will aber leider ist der Sprung zur Sucht oft sehr gering und die Gefahr viel größer als manche hier glauben.
Mir geht es in meinen Beirtägen in diesem Thema hier ausschließlich darum daß Alkohol immer wieder als unverzichtbar für ein lebenswertes Leben dargestellt wird. Immer wieder wird in Witzen die unverzichtbarkeit für ein tolles Leben mit Alkohol suggeriert. So ist es eben nicht, man braucht Alkohol nicht zum Lebensglück. Aber ihr solltet euch alle bewusst sein der Sprung zur Sucht ist sehr gering und den wenigsten kann dann noch langfristig geholfen werden.
Mit meiner Freundin bin letztes Jahr durch den Friedhof gegangen,sie wollte das Grab meiner Eltern sehen. Sie ist nicht von hier und kennt die Namen nicht die auf den Grabsteinen stehen. Auf dem zum Grab meiner Eltern sagte ich bei vielen Gräbern der Verstorbenen, "schau hin keine 60 keine 70 ist er geworden, längst ist er Tod" und warum steht nicht drauf. Bei vielen die keine 60 oder 70 erreichten wars massiver Alkoholmissbrauch der in jungen Jahren begann und sich immer weiter steigerte.
Man steigert sich immer weiter und man merkt es nicht bis es zuspät ist, so ist es leider.

Grüße Hans
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Elgeba
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Re: Alkohol, Genuss oder Sucht?

#279

Beitrag von Elgeba »

Vor einigen Jahren wurde ein Busfahrer wegen seiner "merkwürdigen Fahrweise" nach einem Hinweis eines Fahrgasts von der Polizei kontrolliert,der Wert ergab 3,8 Promille,trotzdem hat er die Tour unfallfrei gemeistert.Meine Hausärztin hat mir erklärt,das so etwas nur nach langem " Training" möglich ist.


Gruß Arno
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Hans 7151
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Re: Alkohol, Genuss oder Sucht?

#280

Beitrag von Hans 7151 »

Elgeba hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 21:31
Meine Hausärztin hat mir erklärt,das so etwas nur nach langem " Training" möglich ist.
Aber längerfristig führt es zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und somit zum vorzeitigen Tod. Und nicht zuvergessen die Lebensqualität sinkt mehr und mehr und irgendwann fällt man aus dem raster raus, Freunde,Bekannte, Kollegen meiden einem. Man vereinsamt und dann wird der Kosum immer mehr, die spirale dreht sich immer weiter bis zum bitteren Ende.

Grüße hans
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