Diskussionen rund ums E-Auto

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Weitreisender
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Re: Diskussionen rund ums E-Auto

#841

Beitrag von Weitreisender »

Masure49 hat geschrieben: Mo 16. Feb 2026, 19:44
weil ihnen ihr E Audi 8 bzw. ihr 7er E BMW unterwegs zuviel ihrer knappen Zeit raubte.
Ich kann sie gut verstehen.
Vielleicht einfach mal was Kleineres fahren? Viel Masse, braucht halt viel Strom. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das ein Politiker, zu und zwischen seinen Terminen, 500km am Tag unterwegs ist, Never Ever!

........und selbst wenn der wichtige Politiker im Termin, da ist kann der Chauffeur doch Nachladen, der muß ja dann auch kein Nickerchen machen - ist halt alles noch alte Dieseldenke. Elektro fahren ist nun mal anders - aber geil - nie wieder ein Benziner / Diesel - außer natürlich das WoMo :mrgreen:

Gruß
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Masure49
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Re: Diskussionen rund ums E-Auto

#842

Beitrag von Masure49 »

MeiWoMo hat geschrieben: Mo 16. Feb 2026, 19:47
Masure49 hat geschrieben: Mo 16. Feb 2026, 15:42
wenn die Reichweite an einen Benziner heran reicht.
Ja sag mal eine Zahl.

Ist doch interessant.
Nee
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Masure49
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Re: Diskussionen rund ums E-Auto

#843

Beitrag von Masure49 »

Weitreisender hat geschrieben: Mo 16. Feb 2026, 20:18
Masure49 hat geschrieben: Mo 16. Feb 2026, 19:44
weil ihnen ihr E Audi 8 bzw. ihr 7er E BMW unterwegs zuviel ihrer knappen Zeit raubte.
Ich kann sie gut verstehen.
Vielleicht einfach mal was Kleineres fahren? Viel Masse, braucht halt viel Strom. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das ein Politiker, zu und zwischen seinen Terminen, 500km am Tag unterwegs ist, Never Ever!

........und selbst wenn der wichtige Politiker im Termin, da ist kann der Chauffeur doch Nachladen, der muß ja dann auch kein Nickerchen machen - ist halt alles noch alte Dieseldenke. Elektro fahren ist nun mal anders - aber geil - nie wieder ein Benziner / Diesel - außer natürlich das WoMo :mrgreen:

Gruß
Alles leichter gesagt als getan.
Ich bin und war nie ein wichtiger und gefährdeter Politiker, der jeden Tag mehrere, weit voneinander gelegene Termine wahrnehmen muss und ein Mindestmass an aktiver und passiver Sicherheit um sich herum braucht. Ein gepanzerter E Audi A 8 oder ein gepanzerter E 7er BMW wiegen zwischen 4 und > 5 Tonnen, könnte mir aber vorstellen, dass das Eigengewicht und das Gewicht der Elektronik an Bord drastisch die Batteriekapazität verringert und damit auch die Reichweite und damit wiederum häufig unterwegs nachgeladen werden muss.
Nur meine persönliche Theorie.
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Re: Diskussionen rund ums E-Auto

#844

Beitrag von rundefan_reloaded »

Laut der "Bild" gibt es in " NRW" nur zwei Minister, die in gepanzerten Fahrzeugen durchs Land Reisen.
Hier das Zitat aus der genannten Zeitung:" NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (50, CDU) und NRW-Innenminister Herbert Reul (73, CDU) sind ebenfalls mit einem Verbrenner unterwegs. Beide nutzen allerdings einen Audi A8 L Security mit Benzinmotor."

Bei den Beiden ist der Personenschutz durch Fahrzeugpanzerung nach meiner Ansicht gerechtfertigt.

Die übrigen Minister sind in stinknormalen Fahrzeugen unterwegs.

Und vermutlich weiß Niemand hier, wie viel Termine so ein Finanzminister im gesamten Bundesland täglich wahrnehmen muss. Viele der Herrschaften denken vermutlich eher, sie zeigen mehr Volksnähe, wenn sie mit einem Verbrenner bei ihren Terminen auflaufen und denken zusätzlich noch, so ein 100k € teures Auto zeigt ""Volksnähe".
Gruß
Werner
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Nikolena
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Re: Diskussionen rund ums E-Auto

#845

Beitrag von Nikolena »

Im Grunde gehts doch den Kritikern hier nur um den Reflex, dass ein Politiker für alles, was und wie er es tut, gefälligst eine Vorbildfunktion zu übernehmen hat.
Wenn er das tut, es sich aber nicht bewährt hat, dann wird man schon wissen warum. Ein Zeichen FÜR Verbrenner wird er sicher damit nicht setzen wollen.

Da muss man nun keine große Geschichte draus machen.
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MeiWoMo
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Re: Diskussionen rund ums E-Auto

#846

Beitrag von MeiWoMo »

Nikolena hat geschrieben: Di 17. Feb 2026, 08:19
gefälligst eine Vorbildfunktion zu übernehmen hat.
hat er nun mal auch.
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rumfahrer
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Re: Diskussionen rund ums E-Auto

#847

Beitrag von rumfahrer »

Das Thema Politiker-Dienstwagen eignet sich bestimmt weniger um eine generelle Umstiegsdiskussion zu befeuern. Ein interessanter Bericht dazu hier. Aber wenn möglich bis ganz unten durchlesen.
Dass es manche Retoure zum Diesel gibt kommt vor. Vermutlich v.a. Geschäftswägen für die es nicht die grundsätzliche Bereitschaft zum organisatorischen und gedanklichen Umsteuern voraussetzt. Ein paar mal öfters geladen als getankt reicht ja für manche schon als Argument auch wenn das finanzielle fehlt.
Trotzdem wechseln mehr vom Verbrenner zum Stromer als umgekehrt. Das ist nicht umkehrbar auch wenn zur Zeit das Verharren beim Fahrzeugwechsel noch überwiegt.
Wir haben uns gut mit mit dem E-PKW arrangiert mit ausreichenden Reichweiten zwischen gut 300 bis um die 400km. Das bei Akku-Entwicklungsstand von vor fünf Jahren. Ja sicher, mit unserem Diesel-Touran kommen wir mit einem Tank mehr als doppelt so weit. Aber die Zeitersparnis an der Tanke vs. zusätzliche Ladepause ist zunehmend teuer erkauft. Strom wird tendenziell billiger (wenn nicht gar umsonst) - fossile Brennstoffe teuerer. Dazu ist das Fahren in unserem EQA wesentlich angenehmer und ich bin froh weniger oft mit der kontaminierten Zapfpistole in benzolgeschwängerter Luft in Kontakt zu kommen. Hat wer das anschließend notwendige Händewaschen schon in seine Zeitkalkulation einbezogen...?
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daywalker69
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Re: Diskussionen rund ums E-Auto

#848

Beitrag von daywalker69 »

Die Technik macht Fortschritte und ist nicht aufzuhalten. Das erste Auto damals hatte auch keine 1000km Reichweite.
Mein MG ZS EV aus 2022 ist auch kein Ladewunder, wird aber zu 99% Zuhause an der Wallbox mit Strom vom Dach geladen. Die Reichweite von gut 400km im Sommer reicht mehr als aus, für mein Fahrprofil.

Wenn ich mir z.b. jetzt den aktuellen Xpeng G6 ansehe, welcher mit bis zu 451KW laden kann, also in 12 Minuten gut 300km, dann werden die Argumente der Vielfahrer auch dünner. Und hier macht es auch keinen großen Unterschied, ob es ein 350KW Lader oder 450KW Lader ist, wir reden von 1-2 Minuten Unterschied.
Jetzt noch Preis/Leistung mit den deutschen Edelmarken verglichen, da fällt die Entscheidung nicht schwer. Und ganz ehrlich, selbst der letzte Patriot denkt am Schluss immer an seinen Geldbeutel und nicht an die 35 Stunden Woche bei VW.
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Austragler
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Re: Diskussionen rund ums E-Auto

#849

Beitrag von Austragler »

Nikolena hat geschrieben: Di 17. Feb 2026, 08:19
Im Grunde gehts doch den Kritikern hier nur um den Reflex, dass ein Politiker für alles, was und wie er es tut, gefälligst eine Vorbildfunktion zu übernehmen hat.
Wenn er das tut, es sich aber nicht bewährt hat, dann wird man schon wissen warum. Ein Zeichen FÜR Verbrenner wird er sicher damit nicht setzen wollen.

Da muss man nun keine große Geschichte draus machen.
Die Vorbildfunkton in Sachen Dienstwagen für Politiker wird von der Autoindustrie tatkräftig unterstützt. Zumindest war es zu meiner aktiven Zeit noch so.
Da wurden den Herrschaften Luxuslimousinen unter den Hintern geschoben zu Leasigraten für die der normale Bürger einen mittelmäßig ausgestatteten Golf bekommen hätte.
Als "gemeiner" Autoverkäufer wie ich einer war kam man ab einer gewissen Zeit an die Herrschaften gar nicht mehr heran, sie wurden von speziell bevollmächtigten Herren der Hersteller "betreut". Ich rede hier nicht von Regierungsmitgliedern, nur von unserem damaligen Landrat.
Gruß aus Oberbayern
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Re: Diskussionen rund ums E-Auto

#850

Beitrag von jagstcamp-widdern »

e-autos sind als dienstwagen extrem beliebt, weil nur 0,25% vom listenpreis zu versteuern sind, nicht weil die ma e-autos so toll finden....
diesen steuervorteil haben politiker nicht, dann können sie auch gleich dieseln! *2THUMBS UP*
So weit, so gut!

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Nikolena
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Re: Diskussionen rund ums E-Auto

#851

Beitrag von Nikolena »

Noch beliebter sind die Hybriden. Da hast Du das beste aus zwei Welten. Den gewichtsbedingten Spritmehrverbrauch bezahlt doch der der Chef. :kgw
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Re: Diskussionen rund ums E-Auto

#852

Beitrag von LT35 »

Moin
Austragler hat geschrieben: Di 17. Feb 2026, 11:20

Da wurden den Herrschaften Luxuslimousinen unter den Hintern geschoben zu Leasigraten für die der normale Bürger einen mittelmäßig ausgestatteten Golf bekommen hätte.
Man könnte darin nun eine gewisse Pflege der politischen Landschaft vermuten, andererseits kann man die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls aus der Finanzrate komplett streichen sowie zudem annehmen, dass die Fahrzeuge am Ende des Leasings in einem Zustand artgerechter Haltung und Pflege wieder zurückkommen ;-)

Die Handlungen dieser speziellen Nutzer mögen öffentlichkeitswirksam sein, in Summe der Fahrzeugmenge spielen diese Modelle nicht wirklich eine große Rolle. Bei der größeren Menge sonstiger Behörden-PKW sieht das anders aus, dort unterstelle ich aber eine Normalverteilung wie bei anderen Gewerbekunden auch.

Und die Gewerbekunden sind das Stichwort, nur über diese kann eine Umstellung des gesamten Fuhrparks in einem zeitlich halbwegs zu überblickenden Rahmen erfolgen, wobei hierzu dann auch die Eigenzulassungen der Hersteller und ihrer Händler zu zählen sind. Es gibt zwar immer mal wieder leichte Schwankungen, aber in Deutschland liegt der Anteil der gewerblichen Neuzulassungen seit Jahren bei etwa 2/3 , auch wenn es je nach Hersteller und dort wieder je nach Modell erhebliche Unterschiede gibt. Bei Dacia kann und wird es also anders herum ausgehen.

Bei automobilen Erstkäufern spielten Neuwagen noch nie die große Rolle, heute so gut wie gar keine (lag vor Jahren schon bei nur noch 2%).

Auch insgesamt ist der Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland seit jeher der größere, auch wenn er in jüngerer Vergangenheit mal deutlich abgenommen hat (2020 etwa 7 Mio, 2023 noch 6 Mio an Besitzumschreibungen), während die Neuzulassungen das bei weitem nicht ausgeglichen haben (von knapp 3 Mio auf 2.6 runter und auf 2.8 wieder hoch). Interessanterweise begegneten mir beim Gebrauchtwagenkauf (der fast immer beim Markenhandel erfolgte) öfters eher mäßig am Verkauf interessierte Kandidaten, aber das ist vermutlich nur so ein Einzelschicksal.

Nun ist es nicht, dass gar keine Neuwagen an Privatkunden gehen, das werden in relevanter Stückzahl aber eher die günstigeren Modelle sein. Speziell mit den früheren E-Fahrzeugen blieben da Kollisionen bei der Preisvorstellung nicht aus, aber auch heute löst das Preisschild an z.B. einem gut ausgestatteten Renault 4 durchaus Stirnrunzeln aus und hier mag man hoffen, dass die derzeit angekündigte Förderung dieses wieder etwas glättet. Ich habe aber die leise Vermutung, dass die margenramponierende Rabattwilligkeit der Händler bzw. Hersteller aus Sicht des Käufers dadurch doch ein wenig leiden könnte.

Die Dienstwagenbesteuerung in Deutschland pendelt ja immer etwas zwischen den Vorwürfen der Subvention und denen einer Neiddebatte. Steuerrechtlich mag das gegenüber dem Barlohn fragwürdig sein, selbst wenn man dem Vereinfachungsgedanken folgen mag, zumal es ja dennoch einen Wust an Regelungen nach sich zieht. Viel Vergnügen bei der korrekten Bewertung der Überlassung eines E-Autos mit Chauffeur, wobei dieser mir dann noch damit ankommt, dass die Ladezeit mitnichten zu seiner Pause, sondern zur Arbeitszeit zählt und die ja Beschränkungen unterliegt … ;-)

Die 0.5% (statt 1%) für diese im Vielfahrerkontext ja noch fragwürdigeren Plugin-Hybride hat man ja über die wachsenden Anforderungen an die Akkugröße (ergo Reichweite) bzw. den CO2-Ausstoß zu regeln versucht, für mich bleibt das ein Fehlanreiz. Ich will nicht unterstellen, dass die immer mit noch eingeschweißtem Ladekabel aus dem Leasing zurückkommen (die bei meinem Arbeitgeber hingen immer schön an der betrieblichen Wallbox, beim Betrieb gegenüber genauso) , aber die nominalen 2Liter Prüfstandsverbrauch sind ja dennoch eher ein Scherz. Natürlich kann man damit kurze Strecken elektrisch fahren, aber wir in Deutschland fahren doch angeblich so viel und so oft lange Strecken … ?
Nikolena hat geschrieben: Di 17. Feb 2026, 14:33
Noch beliebter sind die Hybriden. Da hast Du das beste aus zwei Welten.
… und auch die Probleme aus beiden Welten. Wer es braucht … ;-) Pardon, war jetzt von mir bewusst aus dem Zusammenhang gerissen.

Beim E-Auto wären diese „2 Liter“ umgerechnet in kWh aber eher die Regel (im Winter mehr, im Sommer weniger) und wenn das 60.000€ Fahrzeug dann bei einem angenommenen Arbeitsweg von 25km statt mit 1050€ brutto nur mit 263€ brutto das monatliche Barlohnnetto schmälert, könnte man das ja vielleicht als ausreichende Erschwerniszulage ansehen, die über das Leiden an der Ladestation hinweg hilft.

Ja, mir ist schon klar, dass dieses Leiden bei einem Servicetechniker, der durch die Republik hetzen soll, etwas ausgeprägter hervortritt als beim nur lokal tätigen Kollegen und dass sein Opel Astra dann auch eher keine 60 Mille kostet (mit dann entsprechend geringeren monetären Effekten).

Ich kann nur hoffen, dass in einigen Jahren ein ausreichend großes Angebot auf dem Gebrauchtfahrzeugmarkt vorhanden ist und man bei diesen Fahrzeugen dann nicht verzweifelt versucht, die beim Neuverkauf nicht erzielte Marge doch noch hereinzuholen.

Die - vermutlich eher von privaten Käufern - gelegentlich geforderte Subventionierung des Ladestroms wäre zwar denk- und vermutlich auch irgendwie umsetzbar, wie bürokratisch auch immer man so etwas hierzulande lösen würde, nur ist der Effekt schwer darstellbar. Das dafür zur Verfügung stehende finanzielle Volumen würde auch von Bestandsfahrzeugen verbraucht, die schon mal über die vorherige Kaufprämie subventioniert wurden bzw. bei den Dienstwagen über die Einkommensteuer, sowie in wenn auch geringem Umfang von Fahrzeugen mit ausländischer Zulassung. 4000€ ist eine greifbare Summe für den Interessenten, eine Ansage wie „Du bekommst den an öffentlichen Säulen bezogenen Ladestrom um 35 Cent vergünstigt im Zeitraum 2026 bis 2028“ dürfte vielen eher Kopfzerbrechen bereiten. Und die Befürchtung, dass die kWh dann dort immer noch 30 Cent kostet, wäre ja auch nicht so einfach auszuräumen …

Ladetarife … ist ja angeblich so ein undurchsichtiger Dschungel. Das ist wohl so, nur wer geht schon immer durch den ganzen Dschungel ? Viele laden überwiegend zuhause, der Anteil dürfte bei steigenden Zulassungen mangels eigenem Stellplatz aber zurückgehen. Die anderen Fahrer/innen bewegen sich in mehr oder weniger großen Kreisen um ihren Kirchturm und die werden nicht jede Ladesäule anfahren, die da zufällig am Weg auftaucht. Wäre heute mit einer Tankstelle zwar einfacher (vor allem weil man es gewöhnt ist) und der Preis steht sichtbar dran, aber der ändert sich hierzulande ja bisweilen im Minutentakt und über den Tag sind das i.d.R. zweistellige Centbeträge. Es mag Leute geben, die 20 Liter nachtanken, weil es gerade jetzt sehr günstig ist, unterwegs außerhalb der eingefahrenen Wege glaub ich aber eher selten.
An der unbekannten Ladesäule mit den unüberschaubaren Kosten fährt man also vorbei und wenn man dann doch absehbar mal müsste, läßt sich der Preis auch vorher heraus finden. Mit 99 Apps und Ladekarten an Bord mag das preislich optimierbar sein, macht aber hoffentlich keiner. Im Umfeld des Kirchturms reichen wenige, außerhalb dessen normalerweise auch, denn deren dort funktionierenden Karten habe ich bzgl. des Preises ja zuhause schon akzeptiert, warum sollte ich es jetzt nicht auch dort ?
Die teuren Ad hoc-Tarife sind da - neben dem bisweilen umständlichen Handling - schon eher ein Thema, scheint mir zum guten Teil aber ein deutsches Problem der B2B-Verrechnungspreise (Roaming) zu sein, die ja nicht diskriminierend wirken dürfen (und da ist der Ad hoc-Preis der Vergleichsmaßstab, weshalb ein hoher hilft, dieses zu vermeiden). In DK scheint das zu funktionieren und dort ist der Haushaltsstrom nicht viel billiger als in Deutschland.

Aber man kauft seinen fahrbaren Untersatz ja häufig nicht völlig emotionsfrei. Irgendwie soll dieses rollende Gesamtkunstwerk ja auch etwas Freude bereiten, also etwas mehr als nur trocken von A nach B zu kommen. Da spielt viel mit, auch der Antrieb und bei dem geht es schnell ins Geld, war früher auch schon so, nur waren da die Leistungssprünge eher überschaubar, hörte sich halt nur nicht ganz so gequält an. Heute wird man versuchen, den 1.2 Liter Dreizylinder akustisch zu zähmen oder zu verstecken, ist ja immerhin kein Diesel mehr. Es gibt andere Exemplare, von denen möchte man vielleicht manchmal sogar etwas hören, nur nicht in jeder Fahrzeugklasse. Die Hersteller werden wissen, warum das so ist.

Es ist mit weniger Aufwand möglich, einen E-Motor kurzzeitig zu überlasten (ok, der Begriff mag irreführend sein) und so bekomme ich ohne Radau ein früh anliegendes, i.d.R. hohes Drehmoment und ggf. auch viel Leistung, letztere aber zeitlich begrenzt, sonst wirds schnell zu warm im Antrieb (und in der Energieversorgung auch). Aber so oft und so lange fordert man das im öffentlichen Straßenverkehr auch nicht ab. Kleinere Antriebe ohne diese beeindruckenden Werte mögen einen zwar vergleichsweise etwas schwereren, aber kompakten Wagen natürlich auch antreiben, deren Rekuperationsleistung ist aber möglicherweise dann auch geringer und preislich wird das so viel nicht sparen.

Sehr zurückhaltend wäre ich mit der Einschätzung der langfristig zu erwartenden Wartungs- und Reparaturkosten. Mit voller Garantie über kurze Leasingszyklen mag das ja angehen, danach wird es spannend. Ich hatte noch nie ein Auto über einen längeren Zeitraum, bei dem wenig oder gar keine Defekte anfielen und die dann auch noch mit niedrigen Wartungskosten auffielen. Bei den Wartungskosten gibt es zwar deutliche regionale Unterschiede, die kann man aber nicht unbedingt nutzen und manchmal wird man das Gefühl nicht los, dass Werkstätten beim E-Auto Ersatztätigkeiten für hier entfallende Arbeiten suchen, was verwundert, wenn man doch ewig auf Termine warten soll. Beim Fahrzeug selbst mag die Komplexität von Softwarearchitekturen für Überraschungen sorgen und ansonsten gibt es im E-Auto viele neue / andere „Geräte“, die für Probleme sorgen können und werden, denn für die Ewigkeit baut schon länger keiner mehr was ins Auto.

Gruß
K.R.
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Re: Diskussionen rund ums E-Auto

#853

Beitrag von MeiWoMo »

LT35 hat geschrieben: Di 17. Feb 2026, 17:26
Sehr zurückhaltend wäre ich mit der Einschätzung der langfristig zu erwartenden Wartungs- und Reparaturkosten.
Die sind sehr eindeutig.

Inspektionskosten sind völlig übertrieben.
100€ für nachschauen ob die orangenen Kabel keine Beschädigung haben..........

Getriebe geht nicht kaputt. Motor geht nicht kaputt.
Wandler oder Lader eher auch nicht.
von Ausnahmen abgesehen.

Also bleibt noch der Akku.

Ohne es genau nachgerechnet zu haben:
Wenn im Alter von 10 Jahren der Akku Probleme macht, dann ist es ein wirtschaftlicher Totalschaden, den auch kein Schrottplatz mehr haben will, weil die restlichen Teile braucht keiner, weil nie kaputt.

Wenn der Akkupack sich öffnen lässt, Einzelzellen tauschbar sind, dass ganze ohne dass der Hersteller es wieder freischalten muss, dann besteht die Chance, dass auch jemand einen Akku Pack repariert und das Auto auch 20 Jahre laufen kann.
Ansonst eben Totalschaden.

Hab was vergessen:

Mit Pech alle 2 Jahre zur HU rundherum neue Bremsscheiben und Klötze. (Wenn hinten auch Scheiben)
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Kurt
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Re: Diskussionen rund ums E-Auto

#854

Beitrag von Kurt »

Deine 100 € reichen nicht. Die Herrschaften haben extra für die Emobile die Stundensätze ordenlich nach oben geschraubt. Der gleiche Mechaniker der bei meinem Auto z.B. Ölwechsel macht kostet 50 % mehr wenn er bei meinem Auto das orange Kabel kontrolliert.
Schöne neue Welt
Viele Grüße

Kurt
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Re: Diskussionen rund ums E-Auto

#855

Beitrag von MeiWoMo »

der braucht ja auch eine Zusatzausbildung, dass er das orangene Kabel nicht durchschneiden darf.
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Re: Diskussionen rund ums E-Auto

#856

Beitrag von Sellabah »

Mein Mazda MX-30 von Dezember 2020 steht 1A da. Hat 27300km runter und im Oktober noch frischen TÜV bekommen ohne Mängel. Zwei neue Winterreifen weil ich mir eine Schraube gefangen hatte.
Der Service hat mich bisher jedes Jahr 212€ gekostet.
Er steht mit dem C-Tec Erhalter an der Starterbatterie in der Garage und wird eh nur im Sommer genutzt. Da ist mir am wichtigsten dass ich immer in ein vorgekühltes Auto steigen kann.
Nächstes Jahr werde ich ihn entweder gegen den R5 Alpine oder wenn ich vernünftig bleibe Hyundai Inster tauschen. Die Karre werde ich aber nicht kaufen sondern mieten, weil ich eh nur noch drei, vier Monate in Schland sein werde.

Liebe Grüße
Sven
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MeiWoMo
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Re: Diskussionen rund ums E-Auto

#857

Beitrag von MeiWoMo »

Sellabah hat geschrieben: Di 17. Feb 2026, 21:20
Mein Mazda MX-30 von Dezember 2020 steht 1A da. Hat 27300km runter
Ja herzlichen Glückwunsch :)

.........nur 5000km pro Jahr zu fahren.........das ist eine effiziente Nutzung von Ressourcen.............

Danke für die Rettung der Welt.......
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Re: Diskussionen rund ums E-Auto

#858

Beitrag von raidy »

MeiWoMo hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 03:18
.........nur 5000km pro Jahr zu fahren.........das ist eine effiziente Nutzung von Ressourcen.............
Ist es etwa "Umweltfreundlicher", wenn er jetzt extra 20.000km p.A. fährt?
Oder soll der die 5000km gehen?
Gruß Georg
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Re: Diskussionen rund ums E-Auto

#859

Beitrag von jagstcamp-widdern »

nee, aber bei 5000 km/a könnte man über carsharing nachdenken.... :idea:
So weit, so gut!

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Womos > 3,5t ? Nee Loide, das waren Jugendsünden!
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Re: Diskussionen rund ums E-Auto

#860

Beitrag von raidy »

jagstcamp-widdern hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 08:15
nee, aber bei 5000 km/a könnte man über carsharing nachdenken.... :idea:
In Städten ja, auf dem Land nein.
Gruß Georg
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